Exedra

  • Unter Exedra (lat.) verstand man in der Antike eine besonders gestaltete, erhöhte Nische oder Plattform eines großen öffentlichen Versammlungsraumes (siehe Basilika) - meist an jener Schmalseite, die dem Ausgang zum Forum gegenüberlag.
  • In der Gartenkunst der Renaissance wird mit „Exedra“ manchmal eine Art Plattform an einer Gartenmauer bezeichnet, die einen Ausblick auf die Stadt oder ins Tal bietet (siehe z.B. Villa d'Este, 16. Jahrhundert).
  • In der Archäologie wurde der Begriff vereinzelt auf einen halbrunden, ovalen in der Regel gepflasterten Vorplatz oder die an einem solchen Vorplatz liegende Fassade eines vorzeitlichen Kultbaus übertragen, insbesondere die Plätze vor maltesischen Tempeln und sardischen Gigantengräbern (ital. Esedra).
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