Färöische Wolle

Die färöische Wolle war seit der Wikingerzeit auf den Färöern (9. Jahrhundert) über 1000 Jahre bis zur Aufhebung des dänischen Handelsmonopols 1856 die wichtigste Exportware des Landes.

(Seyða) ull er Føroya gull (Färöisch)
(Færøernes) uld er Færøernes guld (Dänisch)
(Die Schafs-) Wolle (der Färöer) ist das Gold der Färöer.

Dieser Satz gilt als das inoffizielle Motto des Landes, das seinen Namen wahrscheinlich den Schafen verdankt ("Schafsinseln"), die heute noch die Zahl der Einwohner um das Doppelte übertreffen und allgegenwärtig sind. Die färöische Wolle wird von den Einheimischen gerne als die beste der Welt bezeichnet. Unstrittig ist, dass sie über einen sehr hohen Anteil an Lanolin verfügt, das sie besonders wasserabweisend macht. Das ist dem ewig feuchten und rauen Klima im Nordatlantik geschuldet, dem die Schafe das ganze Jahr über ausgesetzt sind.

Auch wenn die Fischerei heute längst die Wirtschaft des Landes prägt, und nur noch sehr wenige Menschen hauptberuflich in der Landwirtschaft arbeiten, so ist die färöische Textilindustrie nach wie vor ein wichtiges Merkmal des Landes. Heute wird die färöische Wolle von einheimischen Modedesignern zu modernen Kleidungsstücken verarbeitet, die durch die isolierenden Eigenschaften als besonders hochwertig angesehen werden. Bekanntestes Unternehmen ist der Familienbetrieb Sirri.

Besucher auf den Färöern berichten häufig, dass sie in kleineren Dorfläden auf Nachfrage handgestrickte Produkte angeboten bekommen, die angesichts der Qualität überraschend preiswert sind.

Auch die färöische Tracht besteht aus diesem Material. Textilkünstlerinnen wie Astrid Andreasen sind über die Grenzen der Färöer hinaus bekannt.

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