Förster

Dieser Artikel befasst sich mit Förster als Berufsbezeichnung. Für Personen mit dem Familiennamen Förster siehe Förster (Name).
Dem jeweiligen Dienstgrad angepasste Uniformen sind bei Forstleuten in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern, bis heute üblich. Das Bild zeigt einen Forstingenieur der Niedersächsischen Landesforstverwaltung, Forstamtmann Eilert Tantzen, als Leiter der Revierförsterei Hatten.
Dem jeweiligen Dienstgrad angepasste Uniformen sind bei Forstleuten in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern, bis heute üblich. Das Bild zeigt einen Forstingenieur der Niedersächsischen Landesforstverwaltung, Forstamtmann Eilert Tantzen, als Leiter der Revierförsterei Hatten.

Als Förster oder Försterin bezeichnet man umgangssprachlich einen Forstingenieur, Forstwissenschaftler oder Forsttechniker.

Aufgabenbereich

Diese Berufe befassen sich mit der nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzung des Waldes unter Berücksichtigung seiner ökologischen und sozialen Funktionen. In Abhängigkeit seines Dienstverhältnisses ist die Gewichtung der Funktionen des Waldes verschieden. Auch die Jagd kann zu seinen Aufgaben zählen.

Ausbildung

Um Förster in Deutschland werden zu können, muss eine Person eine Ausbildung zum Forsttechniker oder Forstwart absolviert oder Forstwirtschaft an einer Fachhochschule (FH) oder Universität (Uni) studiert und abgeschlossen haben. Nach dem Studium schließt sich eine Ausbildungszeit im Staatsdienst an, die mit der staatlichen Laufbahnprüfung als Forstinspektor (Eingangsvoraussetzung Dipl.-Ing. Forstwirtschaft - FH, dann gehobener Dienst) oder Forstassessor (Eingangsvoraussetzung Diplomforstwirt - Uni, dann höherer Dienst) endet.

Insignien des Forstberufs auf dem Hartig-Denkmal in Darmstadt
Insignien des Forstberufs auf dem Hartig-Denkmal in Darmstadt

Um Förster in Österreich zu werden, muss man die Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft (Forstschule (HBLA für Forstwirtschaft) in Bruck an der Mur) absolvieren. Nach einer Ausbildungszeit von fünf Jahren schließt man mit einer Reife- und Diplomprüfung ab. Anschließend muss eine zweijährige Praxis als Forstadjunkt unter einem leitenden Forstorgan nachgewiesen werden. Nach Ablegung der Staatsprüfung zum Forstdienst erhält man den Ingenieurstitel und ist damit als Förster berechtigt eine Waldfläche bis zu 3600 Hektar zu bewirtschaften.

In der Schweiz ist eine abgeschlossene Lehre als Forstwart/in, 18 Monate Berufspraxis, der Besuch von Grundlagenmodulen und das Bestehen einer Eignungsprüfung Voraussetzung. Die Ausbildung an einem der beiden "Bildungszentren Wald" in Lyss BE und Marienfeld GR dauert zwei Jahre.

Siehe auch

Wiktionary
Wiktionary: Förster – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Oberförster, Forstwirtschaft, Forstwissenschaft, Forstwirt, Forsttechniker

Quelle:
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