FINE ist ein zwangloser Zusammenschluss von vier internationalen Organisationen des Fairen Handels:
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Da Einigkeit den Fairen Handel stärkt, stimmen die Akteure des Fairen Handels ihre Arbeit aufeinander ab. Sie beziehen und vertreten nach außen hin gemeinsam Position, wodurch der Faire Handel die Möglichkeit hat, seine Kapazitäten zu entfalten und ein stärkeres politisches Gewicht zu bekommen.
Grundvoraussetzungen für ein einheitliches Auftreten sind:
Der Faire Handel ist ein alternativer Ansatz zum konventionellen Welthandel: Eine Handelspartnerschaft für eine nachhaltige Entwicklung für ausgeschlossene und benachteiligte Produzentinnen und Produzenten. Mittel dazu sind bessere Handelsbedingungen, Bewusstseinsbildung und Kampagnen.
Die internationalen FINE-Dachverbände haben sich am 24. März 1999 in Utrecht auf gemeinsame Ziele des Fairen Handels geeinigt.
Handelspartner des Fairen Handels sind bevorzugt gemeinschaftlich organisierte Kleinproduzenten im Handwerk und in der Landwirtschaft sowie benachteiligte und unterdrückte Arbeiterinnen und Arbeiter in Fabriken und Plantagen.
Die Anforderungen an Handelspartner, die eigenständige Kleinproduzenten sind, werden auf deren Existenzsicherung und auf ihre verantwortliche Mitwirkung ausgerichtet. Dagegen zielen Anforderungen an Handelspartner mit abhängigen Beschäftigten auf die Einhaltung und Verbesserung der Arbeitsrechte, der Arbeitsplatzbedingungen und des sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Umfeldes.
Der gezahlte Preis soll eine Entlohnung ermöglichen, die über die unmittelbare Befriedigung der materiellen Bedürfnisse hinausgeht und einen Beitrag für die Zukunftssicherung enthält. Die Gesamtleistungen des Fairen Handels müssen deutlich höher liegen als die des kommerziellen Handels.
Langfristige Handelsbeziehungen sind eine wichtige Richtlinie für den Fairen Handel und müssen deshalb vertraglich verankert werden. Langfristigkeit in den Beziehungen wird gewährleistet, wenn der Handel in Verbindung mit Dialog, Transparenz sowie Produkt- und Organisationsberatung abläuft.
Die Anwendung der Richtlinien des Fairen Handels haben transparent und überprüfbar zu sein. Das Monitoring muss den Entwicklungsansatz und den Ansatz der partnerschaftlichen Handelsbeziehung berücksichtigen. Es muss bezahlbar sein, und die Kosten dürfen die kleinen Handelspartner nicht überproportional belasten.