Die Fachhochschulreife (Fachabitur), in Österreich und in der Schweiz Berufsmatura und in Polen Matura Zawodowa, ist neben dem Abitur (allgemeine Hochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife) ein weiterer Oberschulabschluss. Das Zeugnis der Fachhochschulreife berechtigt zum Hochschulstudium an einer Fachhochschule oder eines entsprechenden Studienganges an einer Universität-Gesamthochschule. Im Ausland berechtigt die Fachhochschulreife (Fachabitur) grundsätzlich zum Universitätsstudium.
In Hessen berechtigt das Zeugnis der Fachhochschulreife seit dem Wintersemester 2004/2005 auch zu einem Studium eines so genannten gestuften Studienganges an einer Universität.
Die Fachhochschulreife besteht aus einem schulischen und einem berufsbezogenen Anteil: Den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben Schülerinnen und Schüler in der Regel nach Abschluss der 12. Klasse einer höheren Schule (Sekundarstufe Ⅱ, Gymnasium, Gesamtschule, Berufskolleg, Fachoberschule, Berufsoberschule usw.) oder nach Abschluss von Belegfächern auf Oberstufenniveau an Fachschulen verbunden mit einer Berufsausbildung.
Der berufsbezogene Teil der Fachhochschulreife besteht aus einem mindestens einjährigem (in manchen Bundesländern nur halbjährigem) Berufspraktikum oder einer abgeschlossene Berufsausbildung.
Neben der (allgemeinen) Fachhochschulreife kann in einigen bundesdeutschen Ländern auch eine fachgebundene Fachhochschulreife erworben werden.