Familiennetzwerk

Das Familiennetzwerk[1] ist ein deutscher Interessenverband von Einzelpersonen, Vereinen, Stiftungen und anderen kleineren familienpolitischen Gruppierungen.

Der Interessensverband hat nach eigenen Aussagen folgende Ziele:

Wahrung des Kindeswohls, Förderung von Ehe und Familie, Stärkung der elterlichen Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft, Wahrung der Interessen von Familien im Steuer- und Sozialversicherungsrecht sowie Gleichberechtigung von Familien- und Erwerbsarbeit.

Initiiert wurde das Familiennetzwerk vom Verein Familien e.V. auf Anregung der Vorsitzenden und Kinderärztin Maria Steuer [2] im Juli 2005. Familien e.V., hatte Anfang 2007 circa 250 zahlende Mitglieder; zu den zum Familiennetzwerk gehörende Gruppierungen zählen unter anderem die Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft Hamburg, die Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer und der Verband der Familienfrauen und -männer[3].

Das Familiennetzerk trat erstmals am 5. November 2005 in Hamburg unter dem Motto: „Weniger Staat - mehr Eltern“[4] an die Öffentlichkeit. Unter dem gleichen Titel wurde im Mai 2007 eine Tagung internationaler Bindungsforscher in Frankfurt veranstaltet.[5]

Prominente Unterstützer sind unter anderem Kinder- und Jugendpsychiaterin Christa Meves, ARD-Moderatorin und Bestseller-Autorin Eva Herman, Physiker Prof. Dr. Hermann Adrian, Theologe und Menschenrechtler Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert, Kinderarzt und Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Johannes Pechstein, Prof. emerit. Dr. Dr. Theodor Hellbrügge und der in Australien lebende Familienpsychotherapeut und Buchautor Steve Biddulph.

Das Familiennetzwerk finanziert sich aus Spenden und der ehrenamtlichen Mitarbeit der Netzwerker. Es versteht sich als unabhängig und überparteilich. Als Sponsor wird auf der Homepage des Netzwerks unter anderem die Commerzbank genannt.

Das Familiennetzwerk vertritt in der der aktuellen politischen Diskussion gegenüber staatlichen Ganztagsschulen und staatlich subventionierten Kinderkrippen in Rundfunk[6], Fernsehen[7][8][9][10][11] und Presse[12][13][14][15] eine kritische bis ablehnende Position.

Kritiker halten dem Familiennetzwerk eine schleichende Unterwanderung der Medien, politischen Konservatismus und ein nicht zeitgemäßes Familienbild vor.[16][17][18] Etablierte Familienverbände wie der Deutsche Familienverband und der Familienbund der Katholiken arbeiten nicht mit dem Familiennetzwerk zusammen [19].

Quellen

  1. Homepage des Familiennetzwerks
  2. Impressum von Familie e.V.
  3. Die Tageszeitung, Das Netzwerk der christlich-konservativen Familienschützer, Bericht vom 27.04.2007
  4. Heidelberger Familienbüro
  5. Tagung in Frankfurt am Main
  6. Deutschlandfunk, Finanzierung des Ausbaus der Kleinkinderbetreuung noch offen, Sendung vom 03.04.2007
  7. ARD, Menschen bei Maischberger, Mythos Mutter?, Sendung vom 27.04.2007
  8. ZDF, Maybritt Illner, Werden unsere Kinder verstaatlicht?, Sendung vom 12.04.2007
  9. Phoenix, Maybritt Illner, Werden unsere Kinder verstaatlicht?, Sendung vom 13.04.2007
  10. ARD, Tagesschau, Kinderkrippen schaden nicht, Sendung vom 01.05.2007
  11. Die Welt, Waffenstillstand im Glaubenskrieg um die Krippe, Bericht vom 13.04.2007
  12. Der Spiegel, Wenn Frauen sich streiten, freut sich der Bischof, Bericht vom 13.04.2007
  13. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Eine Lobby für die Einverdienerfamilie, Bericht vom 02.04.2007
  14. Süddeutsche Zeitung, Nicht zu früh, nicht zu viel, ob Krippen der Psyche schaden, Bericht vom 12.03.2007
  15. Süddeutsche Zeitung, Der sanfte Weg des Scharfmachers, Bericht vom 13.04.07
  16. Die Tageszeitung, Die heilige Familie, Am rechten Rand wächst der Widerstand, Bericht vom 27.04.2007
  17. Die Linke. Stellungnahme der Bundestagsfraktion zu Investitionen in Kinderbetreuung vom 02.04.2007
  18. Der Spiegel, Das große Krippenspiel, Bericht vom 14.05.2007
  19. Die Tageszeitung, Das Netzwerk der christlich-konservativen Familienschützer, Bericht vom 27.04.2007
Quelle:
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