Als Fazenda (zu Deutsch Rinderfarm) wird im Allgemeinen ein landwirtschaftlicher Grobetrieb in Brasilien bezeichnet. In der Regel wird in diesen Großbetrieben Viehzucht betrieben.
Die brasilianische Regierung vergab zur Verbesserung der Fleischversorgung und zur Ausweitung der Fleischexporte große Flächen tropischen Regenwaldes an Großgrundbesitzer oder ausländische Investoren, welche Rinderfarmen anlegten.
Es müssen große Weideflächen zur extensiven Rinderhaltung entstehen. Um dies zu ermöglichen werde große Flächen durch Brandrodung gerodet und anschließend werden von Flugzeugen aus tropische Gräser auf die Rodungsflächen gesäht. Um das Nachwachsen frischer Gräser zu ermöglichen wird die Brandrodung jährlich wiederholt.
Aufgrund von Dornbüschen, Gestrüpp und giftigen Pflanzen, welche die Futtergräßer verdrängen, müssen immer wieder neue Flächen erschlossen werden. So findet eine massive Entwaldung statt. Schätzungen zufolge ist die Ausdehnung der Rinderhaltung am südlichen Rand Amazoniens schuld an der Entwaldung um ca. ein Drittel.