Die Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe (TG) umfasst das (in sechs Sprachen) publizierte Lebenswerk des Nestors der deutschen Soziologie, Ferdinand Tönnies' (1855-1936) und wird im Auftrag der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft zu Kiel kritisch von Lars Clausen, Alexander Deichsel, Cornelius Bickel (ab 1996), [Rolf Fechner 1996-2007], Carsten Schlüter-Knauer (ab 1996) und Uwe Carstens (ab 2006) herausgegeben.
Das Umfang des Œuvres des sehr fleißigen und (wegen seiner lebensspäten Berufung auf einen Lehrstuhl) auf Publikationen stark angewiesenen Ferdinand Tönnies hat dazu geführt, dass die TG auf 24 Bände ausgelegt werden musste; günstig für die Edition wirkt sich immerhin aus, dass der Nachlass Tönnies' in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek in Kiel erhalten geblieben ist (eine glücklichere Forschungssituation als die, mit der die Herausgeber des Gesamtwerks von Max Weber und Georg Simmel ringen müssen).
Im Einzelnen enthalten die Bände 1 bis 22 Tönnies' Werk in chronologischer Abfolge, je nach der von ihm autorisierten Ausgabe letzter Hand. Band 23 legt in zwei Halbbänden ausgewählte ungedruckte Manuskripte vor, Band 24 Nachträge und die Gesamtregister.
Die TG erscheint seit 1998 im Verlag Walter de Gruyter, Berlin/New York. Bereits erschienen sind
In Vorbereitung
Jeder Band (bzw. Bändegruppe) umgreift neben annotierten (1) Monographien, (2) Schriften und (3) Rezensionen des jeweiligen Zeitabschnittes einen umfangreichen Editorischen Bericht (ggf. mit deutscher Übersetzung der original auf Dänisch, Englisch, Französisch, Latein - seine Dissertation - oder Niederländisch verfassten Texte), samt dem üblichen Apparat.
Die TG wird von der Zeitschrift "Tönnies-Forum" (hgg. von der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft, Redaktion [2007]: Uwe Carstens) und der Schriftenreihe Tönnies im Gespräch (TiG, hgg. von Arno Bammé, Alexander Deichsel und Rolf Fechner, Profil Verlag, München/Wien) begleitet.
Weiterhin erschienen in der "Schriftenreihe der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft" (hgg. von Wilfried Röhrich, Duncker & Humblot, Berlin) und in den "Materialien der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle" (hgg. von Rolf Fechner) Texte zum Werk von Ferdinand Tönnies.