Festgestein

Festgesteine sind mechanisch widerstandsfähige Gesteine, deren Struktur und Verformbarkeit der von Festkörpern entspricht. Die Alltagssprache nennt sie "Stein" oder "Fels".

Ihre Druckfestigkeit ist größer als etwa 100 N/mm² (ca.1000 kg/cm²), die Bodenklasse übersteigt 6. Die Härte (i.a. über 3 Mohs-Grade) und die Scherfestigkeit hängen jedoch von der inneren Struktur ab, u.a. von der Körnung, Klüftung und Schieferung. Gemessen an der mittleren Druckfestigkeit liegt Sandstein mit 200-3000 kg/cm² teilweise im Grenzbereich, seltener hingegen Kalk und Dolomit (ca. 300-1800), während härtere Granite und Gneise bis etwa 2.500 kg/cm² reichen. Das widerstandsfähigste Gestein, das sich in der oberen Erdkruste findet, ist feinkörniger Basalt (bis über 5000 kg/cm²)

Die meisten Festgesteine zählen zur Gruppe der Magmatite (Erstarrungsgesteine) und der Metamorphite (Umwandlungsgesteine). Doch sind auch viele Sedimente (wie diverse Kalke) als Festgesteine zu bezeichnen, wenn sie durch die Art ihrer Ablagerung, durch langeinwirkenden Druck (Kompaktion), durch Erwärmung oder Zementation eine dichte Struktur angenommen haben.

Eine geringere Festigkeit haben die sogenannten Halbfestgesteine, zu denen z.B. Tonschiefer, die meisten Mergel- und Kreidegesteine oder z.B. Gips gehören. Stark verwitterte Marmore oder Dolomite können ebenfalls hierein fallen.

Siehe auch:

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