| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Koordinaten: | 49° 10′ N, 10° 19′ O | |
| Höhe: | 452 m ü. NN | |
| Fläche: | 137,40 km² | |
| Einwohner: | 12.254 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91555 | |
| Vorwahl: | 09852 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 145 | |
| Stadtgliederung: | 87 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kirchplatz 2 91555 Feuchtwangen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolf-Rüdiger Eckhardt (CSU) | |
Feuchtwangen ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach. Mit 137 km² ist es flächenmäßig die größte Gemeinde des Regierungsbezirkes Mittelfranken.
Inhaltsverzeichnis |
Geographisch und geologisch nimmt das Feuchtwanger Land den östlichen Teil des Schwäbisch-Fränkischen Schichtstufenlandes, auch als Gips-Keuper-Landschaft bezeichnet, ein. Charakteristisch für diese Landschaft ist der schnelle Wechsel von tiefen Talsenken und meist bewaldeten Höhenzügen, der durch die geringe Widerstandskraft der Keuperschichten zustande kam. Dadurch konnten die Wasserläufe der Gegend breite Täler ausräumen. Die Stadt Feuchtwangen liegt im Tal der Sulzach, das weitläufige Stadtgebiet umfasst auch Teile des Wörnitztals.
Durch Feuchtwangen fließt die Sulzach, ein Zufluss der Wörnitz.
Schnelldorf, Wörnitz, Dombühl, Aurach, Herrieden, Wieseth, Dentlein am Forst, Dürrwangen, Schopfloch, Dinkelsbühl (alle Landkreis Ansbach, Bayern) und Kreßberg (Landkreis Schwäbisch-Hall, Baden-Württemberg)
Der Ursprung der Stadt Feuchtwangen geht auf ein Benediktinerkloster zurück, das 818/819 erstmals urkundlich als „mittelbegütert“ erwähnt wird. Die Zustände im Kloster beschreiben 16 Briefe des gelehrten Mönchs Froumund und des Abtes Wigo aus den Jahren 991 bis 995. Spätestens 1197 war Feuchtwangen ein Chorherrenstift. Die Kanoniker waren keine Mönche, lebten in eigenen Häusern, verrichteten aber gemeinsam ihre Chorgebete in der Stiftskirche.
Neben dem Kloster gab es schon seit frühester Zeit eine dörfliche Niederlassung. Durch die Stauferkaiser erfolgte zwischen 1150 und 1178 die Stadtgründung. Im Jahr 1241 wurde Feuchtwangen Reichsstadt. Von da an bestand Feuchtwangen aus zwei selbstständigen Gemeinwesen: der königlichen freien Reichsstadt südlich der Linie Untere Torstraße und Postgasse und dem Stift nördlich davon. Gemeinsam mit anderen Reichsstädten wie Rothenburg oder Dinkelsbühl versuchte die Stadt im Schwäbischen Städtebund die gemeinsamen Interessen gegenüber den Fürsten durchzusetzen. Feuchtwangen war durch die günstige Verkehrslage reich geworden und wurde mehrmals von den Königen verpfändet. Im Jahr 1376 schließlich wurde sowohl die Stadt als auch das Stift an die Burggrafschaft Nürnberg, dem späteren Markgraftum Brandenburg-Ansbach, verpfändet bzw. übertragen. Den Bürgern gelang es nicht mehr, ihre Stadt freizukaufen und somit endete die Reichsfreiheit für Feuchtwangen relativ früh.
Um 1400 wurden beide Teile Feuchtwangens nach der Zerstörung der Stadt durch den Schwäbischen Städtebund 1388 von einer gemeinsamen Mauer umgeben, wodurch das Verschmelzen zu einer Gemeinschaft begünstigt wurde. Die markgräfliche Stadt, Sitz eines Oberamtes und Ort verschiedener Märkte, gewann an Bedeutung und im 15. und 16. Jahrhundert blühte sie wieder auf. Die Unruhen des Bauernkrieges ermöglichten Versuche, die Reformation einzuführen, was 1533 in der gesamten Markgrafschaft endgültig geschah. Das Stift wurde 1563 eingezogen und seine Besitzungen fielen an den Markgrafen. Der Dreißigjährige Krieg brachte Elend und Not nach Feuchtwangen, vor allem durch die Plünderungen 1631 durch Tillysche Soldateska. 1632 und 1634 nahmen Schweden und Kaiserliche mit, was noch da war und so dauerte es Jahrzehnte, bis sich die Stadt und ihr Umland wieder erholten.
Bis 1791 blieb Feuchtwangen eine brandenburgisch-ansbachische Amtsstadt. Der letzte, kinderlose Markgraf Carl Alexander trat sein Land an Preußen ab. Nach nur 14 Jahren übernahmen die Franzosen kurz die Herrschaft über die Stadt, die jedoch schon ein Jahr später, 1806, an das Königreich Bayern fiel. Feuchtwangen wurde Sitz eines Landgerichts, aus dem Bezirks-(Landrats-)amt und Amtsgericht entstanden.
In der langen Friedenszeit des 19. Jahrhunderts veränderte sich das Gesicht der Stadt stark. Der untere Torturm wurde ebenso wie Teile der Stadtbefestigung abgerissen. Das südlich gelegene Spitaltor brannte 1811 ab. Die Stadt wurde an eine Nebenlinie der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim angeschlossen. Dennoch stagnierte die Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg. Während manche der späteren Ortsteile Feuchtwangens im zweiten Weltkrieg Schäden hatten, blieb Feuchtwangen selbst davor verschont.
Ein erneuter Aufschwung setzte in der Nachkriegszeit durch den Zuzug vieler Heimatvertriebener ein. Feuchtwangen wurde Garnison der Bundeswehr. Durch die Gebietsreform verlor die Stadt zwar ihre Funktion als Ämterstadt, gehörte jedoch durch den Zusammenschluss mit zehn umliegenden Gemeinden zu den zehn flächenmäßig größten Städten Bayerns. Die Kaserne wurde 1997 aufgelöst. Zwei Jahre später bezog die Bayerische Bauakademie als Fortbildungseinrichtung des Bayerischen Bauhandwerks das ehemalige Kasernengelände. Im Jahr 2000 wurde die Spielbank Feuchtwangen eröffnet, die im Jahr 2005 erneut die bestbesuchte und umsatzstärkste aller bayerischen Spielbanken war.
Feuchtwangen hat 87 Ortsteile, gegliedert nach früheren Gemeinden sind darunter:
Aichau, Jakobsmühle, Löschenmühle, Oberahorn, Thürnhofen, Unterahorn
Aichenzell, Esbach, Hammerschmiede, Herrnschallbach, Höfstetten, Kaltenbronn, Mögersbronn, Sommerau, Überschlagmühle, Walkmühle, Winterhalten, Zehdorf
Banzenweiler, Bieberbach, Georgenhof, Jungenhof, Krebshof, Krobshausen, Leiperzell, Oberransbach, Oberrothmühle, Poppenweiler, Unterransbach, Unterrothmühle, Weiler am See
Breitenau, Gehrenberg, Ratzendorf, Sperbersbach, Ungetsheim, Zischendorf, Zumhaus
Archshofen, Bonlanden, Bölhof, Bühl, Dorfgütingen, Dornberg, Krobshäuser Mühle, Neidlingen, Rödenweiler
Heilbronn, Herbstmühle, Lichtenau, Metzlesberg, Rißmannschallbach, Wüstenweiler, Zumberg
Bernau, Eschenlach, Hainmühle, Koppenschallbach, Krapfenau, Krapfenau-Mühle, Lotterhof, Oberlottermühle, Schönmühle, St. Ulrich, Unterlottermühle, Volkertsweiler, Wehlmäusel, Weikersdorf
Heiligenkreuz, Larrieden, Oberhinterhof, Unterhinterhof
Bergnerzell, Kühnhardt a. Schlegel, Mosbach, Reichenbach, Seiderzell, Tribur
Charhof, Charmühle, Glashofen, Hinterbreitenthann, Oberdallersbach, Steinbach, Tauberschallbach, Unterdallersbach, Vorderbreitenthann, Wolfsmühle
1972 wurden zehn Gemeinden eingegliedert: Aichau mit Thürnhofen, Aichenzell, Banzenweiler, Breitenau, Dorfgütingen, Heilbronn, Krapfenau, Larrieden, Mosbach und Vorderbreitenthann.
Das Wappen zeigt in Silber auf grünem Boden eine grüne Fichte.
Vom 14. bis 18. Jahrhundert war der schwarze Reichsadler das Stadtzeichen, die Fichte war ursprünglich das zweite Wappen der Stadt als Zeichen des äußeren Rats und des Stadtgerichts. Das Fichtenwappen ist seit 1819 das einzige Wappen.
Die Stadt pflegt Partnerschaften mit den Städten Lana in Südtirol (Italien) und Morhange in Lothringen (Frankreich).
Feuchtwangen liegt an der Bundesstraße B 25, sowie an den Bundesautobahnen A 6 und A 7 (Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim). Die ehemalige B 14 zwischen Schwäbisch Hall und Aurach wurde zurückgestuft auf die Landesstraßen 2218 und 1066. Der Streckenverlauf führte von Schwäbisch Hall über Ilshofen, Crailsheim und Feuchtwangen nach Aurach.
Nachdem seit dem 1. Juni 1985 kein regulärer Personenverkehr mehr stattfindet, führt das Bayerische Eisenbahnmuseum Fahrten mit Schienenbussen durch, seit 2006 auch ab Feuchtwangen.
Feuchtwangen liegt an der Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl, die von den Bayerischen Staatseisenbahnen abschnittsweise eröffnet wurde: am 15. April 1876 von Dombühl bis Feuchtwangen und am 1. Juni 1881 weiter nach Dinkelsbühl, das schon seit 1876 mit Nördlingen verbunden war.
Feuchtwangen besitzt ein Kreiskrankenhaus mit 80 Betten. Es gehört seit dem 1. Januar 2003 zum Verbundsklinikum Landkreis Ansbach, das sich aus den Krankenhäusern Rothenburg, Feuchtwangen und Dinkelsbühl zusammensetzt. Es hat die Fachbereiche Rheumatologie und Innere Medizin. Des Weiteren ist eine Diakonie, ein Altenheim und mehrere Apotheken vorhanden.
Folgende Industriebranchen haben in Feuchtwangen eine wichtige Bedeutung, sortiert nach Gewichtung:
Im Industriegebiet Feuchtwangen haben viele, teils große Firmen ihren Sitz. Folgende Unternehmen sind in Feuchtwangen vertreten:
In Feuchtwangen gibt es 6 Kindergärten, die über die Stadt verteilt sind.
Wegen der bestehenden Busverbindung gibt es auch die Möglichkeit, die FOS/BOS in Ansbach zu besuchen.
Adelshofen | Arberg | Aurach | Bechhofen | Bruckberg | Buch a.Wald | Burgoberbach | Burk | Colmberg | Dentlein a.Forst | Diebach | Dietenhofen | Dinkelsbühl | Dombühl | Dürrwangen | Ehingen | Feuchtwangen | Flachslanden | Gebsattel | Gerolfingen | Geslau | Heilsbronn | Herrieden | Insingen | Langfurth | Lehrberg | Leutershausen | Lichtenau | Merkendorf | Mitteleschenbach | Mönchsroth | Neuendettelsau | Neusitz | Oberdachstetten | Ohrenbach | Ornbau | Petersaurach | Röckingen | Rothenburg ob der Tauber | Rügland | Sachsen b.Ansbach | Schillingsfürst | Schnelldorf | Schopfloch | Steinsfeld | Unterschwaningen | Wassertrüdingen | Weidenbach | Weihenzell | Weiltingen | Wettringen | Wieseth | Wilburgstetten | Windelsbach | Windsbach | Wittelshofen | Wolframs-Eschenbach | Wörnitz