Fieber im Blut

Filmdaten
Deutscher Titel: Fieber im Blut
Originaltitel: Splendor in the Grass
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1961
Länge (PAL-DVD): 119 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Elia Kazan
Drehbuch: William Inge
Produktion: Elia Kazan
Musik: David Amram
Kamera: Boris Kaufman
Schnitt: Gene Milford
Besetzung

Fieber im Blut ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Elia Kazan aus dem Jahre 1961.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film spielt 1928 in einer Kleinstadt in Kansas. Deanie Loomis wächst wohlbehütet aber in ärmlichen Verhältnissen unter der Obhut ihrer Mutter auf. Der Teenager verliebt sich in Bud Stamper, dem Sohn der reichsten Familie der Stadt. Deanies Mutter ist vor allem um die Jungfräulichkeit ihrer Tochter besorgt, während Buds Vater Ace sich eher eine Schwiegertochter aus besseren Kreisen wünscht. Bud solle sich für seine sexuelle Befriedigung Mädchen suchen, mit denen er keine ernsthafte Beziehung eingehen müsse. Gleichzeitig ist Bud der Hoffnungsträger seines Vaters als dessen Nachfolger in der Firma. Bud soll ein Studium in Yale beginnen und anschließend ins Geschäft des Vaters eintreten. Für Ace Stamper hat dies eine existenzielle Bedeutung, da er bereits von Buds älterer Schwester Ginger maßlos enttäuscht wurde. Ginger wechselt ständig ihre sexuelle Partner, trinkt, raucht und hatte bereits eine Abtreibung.

Trotz des Drucks ihrer Familien bleiben Deanie und Bud zunächst ein Liebespaar. Doch dieser Druck wächst und wächst. Die jungen Menschen zerbrechen schließlich an dem Zwiespalt der Forderungen ihrer Familien und ihrer eigenen starken Gefühle zueinander. Bud bricht zusammen und die junge Deanie versucht sich das Leben zu nehmen. Sie wird in ein Sanatorium eingeliefert und hat fortan keinen Kontakt mehr zu Bud.

Zu Beginn der Weltwirtschaftskrise verliert Ace Stamper sein gesamtes Vermögen und nimmt sich das Leben. Bud geht nicht nach Yale und kann dadurch seinem Jugendtraum nachgehen: er wird Landwirt. Bud lernt die italienische Einwanderertochter Angelina kennen. Sie heiraten und bekommen ein Kind. Gemeinsam bewirtschaften sie den ärmlichen Hof und kommen halbwegs über die Runden. Deanie kommt nach 2 1/2 Jahren im Sanatorium geheilt zurück in ihren kleinen Heimatort und trifft sich mit Bud. Beide empfinden immer noch eine tiefe Zuneigung, doch erkennen sie sehr schnell, dass ihr beider Leben eine unterschiedliche Richtung eingeschlagen hat. Sie gehen auseinander.

Hintergrund

Fieber im Blut war das Kinodebüt von Warren Beatty. Der Film bedeutete sogleich den Durchbruch für den jungen Schauspieler. Natalie Wood wandelte sich mit diesem Film vom populären Teenie-Star zur anspruchsvollen Schauspielerin. Bei der Besetzung der jugendlichen Helden des Films waren zunächst Dennis Hopper, Jane Fonda und Lee Remick im Gespräch. In der ursprünglichen Fassung des Films gibt es eine Szene, wo Natalie Wood im Streit mit der Mutter nackt aus dem Bad springt und hinter ihr herläuft. Im Flur gab es eine Nahaufnahme der nackten Beine von Natalie Wood, während sie wütend auf den Boden stampft. Die Szene wurde von den Zensoren und der Catholic Legion Of Decency kritisiert und daraufhin von Kazan aus dem Film genommen. Zu sehen ist nur noch wie Natalie Wood aus der Badewann springt.

Kritiken

  • Lexikon des internationalen Films: Das Drehbuch zu dem ausgezeichnet gespielten Film schrieb der Dramatiker William Inge, dessen Stärke die lebensnahe Schilderung der provinziellen Mittelklasse seines Landes war.

Auszeichnungen

Der Film wurde 1961 mit dem Photoplay Award ausgezeichnet. 1962 folgten drei Golden-Globe-Nominierungen. In der Kategorie Bestes Drama unterlag Fieber im Blut dem Kriegsfilm Die Kanonen von Navarone. Warren Beatty musste sich in der Kategorie Bester Hauptdarsteller (Drama) Maximilian Schell (Das Urteil von Nürnberg) geschlagen geben und Natalie Wood in der weiblichen Kategorie Geraldine Page (Sommer und Rauch).

Natalie Wood erhielt 1962 für ihre Darstellung nach Nicholas Rays ... denn sie wissen nicht, was sie tun (1955) ihre zweite Oscarnominierung, hatte aber gegenüber Sophia Loren (Und dennoch leben sie) das Nachsehen. William Inge erhielt den Oscar für sein Originaldrehbuch.

Weblinks


Quelle:
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