| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Firn bezeichnet auch den meist negativ besetzten Geruch bzw. Geschmack eines lange gereiften Weißweins oder Sekts, im Falle von Edelfirn auch positiv besetzt. |
Als Firn (von althochdeutsch firni „vorjährig“) oder Firnschnee bezeichnet man Schnee, der mindestens ein Jahr alt ist und somit eine Ablationsperiode überstanden hat. Firn entsteht, wenn die feineren Schneekristalle durch wiederkehrendes Auftauen und Gefrieren zu größeren graupelartigen, körnigen Gebilden verschmelzen. Dabei werden aus acht Metern Neuschnee ungefähr ein Meter Firn. Die Dichte von Firn liegt zwischen 0,4 und 0,8 g/cm³.
Die Firngrenze ist die sommerliche Untergrenze der zusammenhängenden Schneedecke auf Gletschern. Den Teil des Gletschers oberhalb der Firngrenze nennt man auch Firnfeld. Die nächste Stufe des Umwandlungsprozesses zu Gletschereis bezeichnet man als Firneis, wobei dieser Umwandlungsprozess (Metamorphose) vor allem durch Druck verursacht wird.
Umgangssprachlich erfolgt die Anwendung des Begriffs Firn oft aber auch stellvertretend für spezielle Formen von Altschnee und Harsch.
Aus dem Wort Firn abgeleitet ist auch die vor allem in Vorarlberg und Tirol für Gletscher gebräuchliche Bezeichnung Ferner.