Ein Flöz ist eine sedimentär entstandene ausgedehnte Lagerstätte abbauwürdiger Mineralien (z. B. Kohlenflöz, Eisensteinflöz), die parallel zur Gesteinsschichtung verläuft. Die Mächtigkeit ist unterschiedlich. Die geometrische Lage eines Flözes im Gebirge wird eindeutig durch sein Fallen und sein Streichen festgelegt.
Die Sedimentschichten im Bereich des Ruhrrevieres weisen bis zu einer Tiefe von 3000 m etwa 100 Kohleflözschichten auf, die von anderen Sedimentschichten überlagert wurden. Die Mächtigkeit der Flöze beträgt bis 3 m. In Abhängigkeit von den Randbedingungen (Kohlensorte, Abbauverfahren) wurden Flöze ab 60 bis 100 cm abgebaut. Die Flöze fallen grob in Nord-Süd-Richtung ab, wobei sie ab der Mergelgrenze in Richtung Norden eine immer größer werdende Teufe erreichen. Durch Faltungen treten die Flöze im Bereich der Ruhr an die Tagesoberfläche.
Die Kohle kommt südlich der Mergelgrenze an einigen Stellen als schwarzes Sedimentgestein an der Tagesoberfläche zum Vorschein. Zu Beginn des Kohlebergbaus wurde nur oberflächennah nach Kohle gegraben. Diese Form von Kohlengräberei ging aber bereits im 18. Jahrhundert zu Ende, da die Nachfrage nach Kohle schnell anwuchs. An die tiefer liegende Kohlenflöze gelangte man später mit Stollen, Erbstollen und schließlich mit Tiefbau-Schächten.
Trugen die Kohlenflöze noch am Anfang lokal den Namen des Grubenfeldes, so wurden sie später vereinheitlich. Diese Einheitsbezeichnung der Kohlenflöze sind folgenden Namen:
Der abgebaute Bereich hinter einem abgebauten Flöz wird als Alter Mann bezeichnet. Das Absacken oder Einbrechen dieses Hohlraumes kann zu Tagebrüchen führen.
Georgius Agricola bezeichnet in seinem 1556 erschienen Werk Vom Berg- und Hüttenwesen als Flöz solche Schichten, die sich im Untergrund über weite Flächen erstrecken und weder an die Oberfläche gelangen, noch in die Tiefe abfallen.