Flachriemen sind Treibriemen mit flachem Querschnitt. Sie erreichen einen sehr hohen Wirkungsgrad, sind jedoch nur noch relativ selten anzutreffen.
Flachriemen wurden früher vorwiegend aus Leder hergestellt. Später ersetzten Gummi-Geweberiemen die Lederriemen, da sie weitaus formstabiler und feuchtigkeitsunempfindlicher sind. Diese Riemen findet man heutzutage noch im Sägewerken oder kleinen Wasserkraftwerken. Heute werden Flachriemen meist nur noch aus Kunststoff (Polyamid, Polyester oder Aramid) hergestellt. Zur Erhöhung der Reibungskoeffzienten werden sie oft beschichtet. Bei beidseitiger Beschichtung können sie sowohl mit der Vorder- wie auch mit der Rückseite Flachriemenscheiben antreiben.
Die Lederriemen waren meistens an den Enden verschraubt (bei schwereren Riemen) oder die Enden wurden mit speziellen Klammern miteinander verbunden. Heute werden sie entweder abgeschrägt geschliffen oder in die einzelnen Schichten aufgespalten und schräg verklebt. Dies hat den Vorteil, dass man sie auch an unzugänglichen Stellen ohne Ausbau der Antriebsscheiben auflegen kann, da man sie vor Ort verbindet.
Um zu verhindern, dass der Riemen von den Scheiben läuft, wird die Lauffläche der Scheibe nach außen gewölbt (ballig) ausgeführt; der Riemen zentriert sich so von selbst (später genormt in DIN 111).
siehe auch: Transmission (Maschinenbau)