Flattersatz (anaxialer Satz, asymmetrischer Satz) bezeichnet in der Typografie eine Satzform, bei der die Zeilen ungleichmäßig auslaufen.
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Im Gegensatz zum Blocksatz sind die Abstände zwischen Buchstaben und Wörtern immer gleich groß. Erreicht ein Wort den vorgegebenen Spaltenrand, wird es in die nächste Zeile umbrochen (englischer Flattersatz). Dies führt zu einer Treppenstruktur am rechten Spaltenrand. In der deutschen Sprache mit ihren zahlreichen Komposita ist diese Form wenig verbreitet, die wegen der Verhinderung der Silbentrennung ein sehr unruhiges Schriftbild ergibt. Hier ist der Flattersatz mit Silbentrennung innerhalb einer in der Textverarbeitung vorgegebenen Trennzone am Zeilenende verbreitet (Rauhsatz).
Bei einem „idealen“ Flattersatz sind die Zeilen optisch rhythmisch, z. B. abwechselnd kurz, lang, kurz, lang. Werden bestimmte Trennungen oder Zeilenausläufe als störend empfunden, kann manuell durch Verringerung oder Vergrößerung von Wort- und Buchstabenabständen sowie durch den Einsatz von Trennfugen nachkorrigiert werden.
Daneben ist für manche Textarten der Flattersatz aus ästhetischen Gründen angebracht; insbesondere Gedichte, bei denen die treppenartige Struktur zum Erscheinungsbild des Textes dazugehört und teilweise als aktives Gestaltungsmittel eingesetzt wird.