Flint (Insel)

Dieser Artikel beschreibt die zu Kiribati gehörende Insel Flint im Pazifik; für weitere Bedeutungen siehe Flint (Begriffsklärung).
Lage der Insel Flint im Pazifik
Lage der Insel Flint im Pazifik
Astronautenfoto
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Die Insel Flint, (engl. Flint Island) ist eine unbewohnte Koralleninsel im Pazifischen Ozean südlich des Äquators. Sie gehört geografisch zu den Südlichen Line Islands und ist politisch ein Teil des Inselstaates Kiribati.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Flint ist die südlichste Insel der Line Islands und ist etwa 158 km südöstlich der Nachbarinsel Vostok sowie gut 232 km südwestlich des Caroline-Atolls gelegen. Die 4 km lange und 0,8 km breite Insel erreicht ein Fläche von 3 km² sowie eine Höhe von 7 m über dem Meeresspiegel. Sie stellt ein sogenanntes gehobenes Atoll dar, welches vollständig von einem Korallenriff umsäumt ist; das Anlanden mit Booten gilt als schwierig.

Geschichte

Über die Entdeckung der Insel liegen mit Ausnahme des Jahres 1801 keine weiteren Angaben vor. Unter Berufung auf den 1856 verabschiedeten Guano Islands Act wurde Flint zwar von den Vereinigten Staaten beansprucht, allerdings nicht in Besitz genommen. Die Insel wurde jedoch an die britische Firma Houlder Brothers and Co. verpachtet, welche von 1875 bis 1880 intensiv Guano abbaute. Ab 1881 wurde auf der Insel mit dem Anpflanzen von Kokospalmen zur Kopra-Gewinnung begonnen. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Plantagen aufgegeben, die Insel hat seitdem keine permanenten Bewohner.

Eine Forschungsgruppe des Lick-Observatoriums beobachtete am 3. Januar 1908 die Totale Sonnenfinsternis, was auch dazu genutzt wurde, die exakte Position des Beobachtungsstandorts und somit der Insel zu bestimmen.

Ursprünglich der britischen Kolonie Gilbert- und Ellice-Inseln zugeordnet, gehört Flint seit 1979 zum neu gegründeten Kiribati.

Tier- und Pflanzenwelt

Wurde Flint am 5. Februar 1841 im Rahmen einer U.S.-Expedition noch als "dicht bewaldet" beschrieben, so fanden die Forscher der Mangareva-Expedition am 16. Oktober 1934 hauptsächlich Kokospalmen sowie einige Papaya-Bäume. Durch die intensive Nutzung der Insel in der Vergangenheit wurde die ursprüngliche Tier- und Pflanzenwelt offenbar weitgehend zerstört. Auf Flint Island befindet sich eine der weltgrössten Populationen des Palmendiebs (Birgus latro).

Literatur

  • Krusenstern, Adam Johann von: Beyträge zur Hydrographie der grössern Ozeane als Erläuterungen zu einer Charte des ganzen Erdkreises nach Mercators Projection; Leipzig ; Kummer, 1819 (in Volltext vom Digitalisierungs-Zentrum der Universitätsbibliothek Göttingen) [1]

Quellen

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