| Flughafen Dortmund | ||
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| Kenndaten | ||
| IATA-Code | DTM | |
| ICAO-Code | EDLW | |
| Flugplatztyp | Verkehrsflughafen | |
| Koordinaten |
51° 31′ 10″ N 7° 36′ 55″ O 130 m ü. MSL
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| Verkehrsanbindung | ||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 10 km östlich von Dortmund | |
| Straße | A1, A40, A44, B1 | |
| Bahn | {{{Schiene}}} | |
| Nahverkehr | Bus (ca. 30 min bis Dortmund Hbf) | |
| Basisdaten | ||
| Eröffnung | 1960 | |
| Betreiber | Flughafen Dortmund GmbH | |
| Fläche | 220 ha | |
| Terminals | 1 Hauptterminal, 1 General Aviation Terminal | |
| Passagiere | 2,02 Mio (2006) | |
| Luftfracht | 8.388 t (2006) | |
| Flug- bewegungen |
43.514 (2006) ~ 119 Flugbewegungen pro Tag | |
| Kapazität (PAX pro Jahr) |
Ca. 2,5 Millionen | |
| Beschäftigte | 1.561, davon 372 Flughafen Dortmund GmbH (2006) | |
| Start- und Landebahn | ||
| 06/24 | 2.000 m × 45 m Asphalt | |
Der Flughafen Dortmund, eigener Name: Dortmund Airport 21 liegt im Osten Dortmunds an der Ortsgrenze zu Holzwickede und Unna und hat sich in den letzten Jahren von einem Regionalflugfeld zum drittgrößten Verkehrsflughafen in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Hauptstandbeine sind der regelmäßige touristische Linienverkehr, Geschäftsreiseverkehr und zunehmend Ansiedlung von Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis |
Der Dortmunder Flughafen war ursprünglich im Stadtbezirk Dortmund-Brackel angesiedelt. Dort gibt es auch heute noch die „Flughafenstraße“, was bei vielen Nicht-Einheimischen oftmals für Verwirrung sorgt, denn der heutige Flughafen befindet sich im Ortsteil Dortmund-Wickede an der „Chaussee“ an der Stadtgrenze zum Kreis Unna bzw. der Gemeinde Holzwickede und hat die Postanschrift „Flughafenring“.
Am 15. November 1917 sprach der damalige Dortmunder Oberbürgermeister Dr. Ernst Eichhoff das erste Mal öffentlich von dem Plan der Einrichtung eines Flugfeldes nördlich des Dorfes Brackel. Am 18. Mai 1918 kam es zu einem Vertragsabschluss und die Realisierung des Landeplatzes, der wie viele andere Flugplätze auch kreisrund angelegt wurde, begann.
Mit der Deutschen Aero Lloyd und der Junkers Luftverkehrs AG wurde über einen Anschluss der Ruhrgebietsstädte an das internationale Streckennetz der Luftverkehrsgesellschaften verhandelt. Am 25. Mai 1925 nahm die Stadt Dortmund an der Gründungsversammlung der Luftverkehr Aktiengesellschaft Westfalen mit verschiedenen Ruhrgebietsstädten teil. Ziel der Gesellschaft war es, den Flugverkehr zu fördern.
Im Herbst des Jahres war allerdings zu erkennen, dass die Stadt die finanziellen Belastungen nicht weiter tragen konnte. So wurde am 16. April 1926 die Flughafen GmbH gegründet. Gesellschafter waren das Deutsche Reich, der Preußische Staat, der Provinzialverband Westfalen, der Stadt- und Landkreis Dortmund, die Industrie- und Handelskammer sowie einige Firmen.
Nach dem Zusammenschluss von Aero Lloyd und Junkers Luftverkehrs AG im Januar 1926 zur Deutschen Luft Hansa AG starteten und landeten täglich zwölf Maschinen auf dem Dortmunder Flughafen.
Die Inbetriebnahme des Flughafens beginnt am 27. April 1925 mit der Einbindung in die Fluglinie Kopenhagen-Hamburg-Bremen-Dortmund-Frankfurt(M)-Stuttgart-Zürich. In der laufenden Flugplanperiode kamen weitere Verbindungen hinzu und es konnten letztendlich die Städte Hannover, Berlin, Halle, Leipzig, Bremen, Hamburg, Frankfurt(M) und Amsterdam direkt erreicht werden. 1928 verzeichnete der Flughafen über 8000 Starts und Landungen und ist damit neben Köln wichtigster Verkehrslandeplatz im Westen Deutschlands.
Am 10. August 1930 landet das Luftschiff Graf Zeppelin unter dem Zuspruch von 120.000 Menschen auf dem Brackeler Flughafen.
1939 wurde der zivile Luftverkehr eingestellt und das Militär übernahm die Anlage. Am 28. März 1945 verließen die letzten Flieger den Flugplatz. Im Zweiten Weltkrieg wird der Flughafen durch Bombenangriffe zerstört und nach dem Krieg von der Royal Air Force übernommen. Zwischen 1953 und 1959 wird das Flugfeld in Brackel von der Sportfliegerei genutzt.
1950 gründeten die Gebrüder Theo und Hans Hengsbach mit anderen Flugbegeisterten den Aero-Club e.V. als Nachfolger des Dortmunder Luftfahrtvereins. Drei Jahre später startete wieder das erste deutsche Segelflugzeug in Brackel, 1955 machten die Gebrüder Hengsbach erste Rundflüge.
Am 5. Mai 1955 erhielt die Bundesrepublik die Lufthoheit zurück. Allerdings war der Dortmunder Flughafen nicht mehr im Netz der Lufthansa vertreten, weil für die neuen und größeren Maschinen in Brackel der Platz fehlte. Als 1959 Raketeneinheiten der Britischen Rheinarmee stationiert werden, wird der Flugbetrieb am Standort Brackel endgültig eingestellt. Die zivile Luftfahrt suchte nach einem neuen Standort und wird im Ortsteil Wickede fündig.
Nach dem Rückzug der britischen Rheinarmee finden sich heute am Standort Brackel ein Golfplatz und das Trainingsgelände des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund. Nur noch wenige Hinweise wie Bunkeranlagen im nahegelegenen Naturschutzgebiet Buschei erinnern an die ehemalige Nutzung als Flughafen.
1960 landet die erste Sportmaschine auf einer Graslandebahn in Dortmund-Wickede.
Am 24. Februar 1969 votierte der Rat der Stadt für den Bau einer Start- und Landebahn von 850 Metern Länge. Er beschloss damit auch den Generalausbau des Flughafens mit allen notwendigen Nebeneinrichtungen und die Wiedereinsetzung der alten Betreiberin: Am 1. April 1971 wurde die Flughafen Dortmund GmbH als kommunale Eigengesellschaft der Stadt wieder aktiv.
1973 kam das Aus für die Segelflieger, die den Standort Wickede aufgebaut hatten. Es folgte die Ansiedlung kleiner, regional agierender Fluggesellschaften, unter anderen die Aerowest, dem zu dieser Zeit größten Cessna-Händler in Europa und Anbieter von Charter-, Foto- und Rundflügen.
Im April 1974 wird die 650 Meter lange und 20 Meter breite Graspiste mit Asphalt versehen und in Betrieb genommen. 1975 folgte die Realisierung einer ersten 850-Meter-Bahn.
Erste Linienflüge werden 1979 von der RFG - Reise- und Industrieflug GmbH, der späteren Eurowings AG, mit der Eröffnung der Strecke Dortmund-München eingerichtet. Eine neu erbaute 850 m lange Start- und Landebahn (plus jeweils 100m befestigte Stoppflächen) mit 30m Breite nennt sich nun Startbahn Ruhrgebiet und wird 1983 durch den Ministerpräsidenten Johannes Rau eröffnet.
Bis Ende des Jahres 1987 wird das Abfertigungsgebäude großzügig erweitert und die Start- und Landebahn auf 1.050 Metern verlängert (plus jeweils 200m betonierte Stoppflächen).
1997 wird die Start- u. Landebahn unter Einbezug der Stoppflächen auf 1450m erweitert, um den Einsatz größerer Flugzeuge zu ermöglichen (BAe 146/Avro) und somit der steigenden Passagierzahlen Herr zu werden. Als positiver Nebeneffekt werden Nutzlastbeschränkungen der vornehmlich eingesetzten ATR-Turboprops deutlich verringert.
Im Jahr 2000 erfolgt der Ausbau der Start- und Landebahn auf 2000 Meter und 45m Breite, sowie die Eröffnung des neuen Terminals für bis zu 2,5 Millionen Passagiere jährlich nach etwa 2,5 Jahren Bauzeit. Die Fluggastzahlen überschreiten im Jahre 2001 erstmals die Millionengrenze.
Im Sommer 2004 hält auch in Dortmund das Segment der Low-Cost-Carrier Einzug: Die Airline EasyJet verbindet den Flughafen mit vielen neuen europäischen Zielen und stationiert mehrere Flugzeuge. Die Fluggesellschaft Wizz Air nimmt ihre Linienflüge nach Osteuropa auf.
2005 werden mit jährlich mehr als 30.000 Starts und Landungen über 1,7 Millionen Passagiere befördert. Dies macht Dortmund erstmals zum drittgrößten Verkehrsflughafen in NRW. Auch als Arbeitgeber ist der Airport inzwischen von Bedeutung: Über 1.500 Menschen haben am Flughafen Dortmund ihren Arbeitsplatz. Die Firma dauair wählt Dortmund zur operativen Basis mit mehreren stationierten Flugzeugen, muss aber bereits im Sommer 2006 den Betrieb wieder einstellen.
2006 werden zum ersten Mal über 2 Millionen Passagiere befördert. Insgesamt nutzen 2.019.666 Passagiere den Flughafen.
2007 wird das Segment der Low-Cost-Carrier weiter ausgebaut. Die Fluggesellschaft Germanwings stationiert ab Sommer zunächst eine Maschine; zum Winterflugplan ist eine zweite vorgesehen. Sterling Airlines beabsichtigt, ebenfalls ab Winterflugplan 2007/08, mehrere Ziele in skandinavische Länder anzubieten.
Der „Dortmund Airport 21“ gehört in den Jahren 2005/2006 zu den am schnellsten wachsenden Flughäfen Deutschlands.
Im Sommer 2006 wird das Entwicklungskonzept des Flughafens bis zum Jahre 2020 vorgestellt. Daraus sind folgende Veränderungen zu entnehmen:
Die neuen Erweiterungsabsichten sind politisch umstritten. Sowohl von den im Stadtparlament vertretenen politischen Parteien, als auch im gesellschafftlichen Umfeld (Anwohner, Flughafen- u. Fluglärmgegner). Z. B. wird vom Verein ″Schutzgemeinschaft Fluglärm Dortmund - Kreis Unna″, der seit Jahren die Entwicklung kritisch begleitet, auf den entstehenden Fluglärm hingewiesen und die Notwendigkeit der ehemaligen und zukünftigen Ausbaumaßnahmen kritisch betrachtet. Der Verein sammelt eigene Fluglärmdaten und veröffentlicht diese.
Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen war der Flughafen Dortmund im Jahre 2005 nach Tempelhof und dem Flughafen Erfurt der Airport mit den wenigsten Verspätungen. Bei einem Passagieraufkommen von 1,742 Mio. Fluggästen waren nur 12,5 % aller Flüge als verspätet registriert.
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Bis zum Jahr 2020 strebt man ein Passagieraufkommen von bis zu 4 Mio. an.
Die Flughafen Dortmund GmbH ist zu 24,9 % im Besitz der Stadt Dortmund und zu 75,1 % im Besitz der DSW21, die wiederum zu 100 % im Besitz der Stadt Dortmund ist. Das Jahresdefizit wird vollständig von den Gesellschaftern getragen.
Der Flughafen Dortmund bekam für die Baumaßnahmen zum Ausbau der Start/Landebahn und zur Erweiterung des Terminals in etwa 20 Mio. € Fördermittel von Land, Bund und EU. (Im Vergleich dazu erhielt beispielsweise der Flughafen Köln/Bonn aus Steuermitteln einen Anschluss an das Netz der Deutschen Bahn samt Bahnhof für knappe 500 Mio. € und zahlt derzeit für sein Gelände nur geringe Pachten an den Bund.)
Das Jahresdefizit stieg nach dem Ausbau im Jahr 2000 von anfänglich etwa 9 Mio. Euro auf 28,3 Mio. Euro (2004) an und ist seitdem wieder rückläufig. Hauptursächlich dafür war die schrittweise Verlagerung von Strecken der Fluggesellschaft Eurowings (nach dem Einstieg der Lufthansa mit heutigem 49%-Anteil) sowie der allgemeine Einbruch des Luftfahrtmarktes in den Jahren 2001-2004. Der im Herbst 2000 abgeschlossene Ausbau war planerisch eng auf die damaligen Bedürfnisse der Eurowings Luftverkehrs AG zugeschnitten und führt heute zu Einschränkungen im Flugbetrieb, die derzeit in erneute Ausbaudiskussionen münden (siehe Weiterentwicklung).
Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation wurde das Förderprogramm „NERES“ eingeführt, das dem Passagierwachstum dienen soll. Es ermöglicht den Fluggesellschaften bei der Aufnahme neuer Flugziele ermäßigte Start- u. Landegebühren. (ab 01. Juli 2004 bis 30. Juni 2009). Einhergehend mit Einführung dieser Maßnahme erwirtschaftet der Flughafen auch Verluste im operativen Bereich, allerdings werden diese langsam reduziert.
Im Juli 2007 beginnt die EU-Kommission das NERES-Programm juristisch zu überprüfen, um die Gewährung unzulässiger staatlicher Beihilfen durch die DSW21 auszuschließen.
Funkfrequenzen und weitere flugrelevante Daten sind dem aktuellen Kartenmaterial und den NOTAMs zu entnehmen.
Es besteht ein direkter Autobahnanschluss sowohl in Ost-West-Richtung (via A44, B1, A40), als auch in Nord-Süd-Richtung (A1) über das Autobahnkreuz Dortmund / Unna.
Von Dortmund und vom Ruhrgebiet:
Vom Bahnhof Holzwickede/Flughafen Dortmund:
Von Bahnhof Unna:
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