| Flughafen Hamburg | ||
|---|---|---|
| Kenndaten | ||
| IATA-Code | HAM | |
| ICAO-Code | EDDH | |
| Flugplatztyp | Verkehrsflughafen | |
| Koordinaten |
53° 37′ 55″ N 9° 59′ 22″ O 16 m ü. MSL
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| Verkehrsanbindung | ||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 8,5 km nördlich von Hamburg | |
| Straße | Bus 26, 39, 110, 172, 292, 606, Taxi, "Airport Express" (Jasper), "Kielius" (Fa. Autokraft) und "Traveliner" (Fa. Autokraft) |
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| Bahn | ||
| Nahverkehr | Bus, S-Bahn (geplant Ende 2008) |
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| Basisdaten | ||
| Eröffnung | 1911 | |
| Betreiber | Flughafen Hamburg GmbH | |
| Fläche | 570 ha | |
| Terminals | 2 | |
| Passagiere | 11.954.560 (2006) | |
| Luftfracht | 77.173 Tonnen (2006) | |
| Flug- bewegungen |
168.395 (2006) | |
| Kapazität (PAX pro Jahr) |
ca. 16 Millionen Passagiere (T1 & T2) | |
| Beschäftigte | ca. 1.700 direkt ca. 12.500 sonstige |
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| Start- und Landebahnen | ||
| 05/23 | 3.250 m × 46 m Asphalt | |
| 15/33 | 3.666 m × 46 m Asphalt | |
Der Flughafen Hamburg (IATA: HAM, ICAO: EDDH, auch bezeichnet als Hamburg Airport) ist der internationale Flughafen der Stadt Hamburg. Er ist der viertgrößte und älteste Flughafen Deutschlands. Seit der Einweihung eines neuen Terminals am 25. Mai 2005 zählt der Flughafen Hamburg zu den modernsten Flughäfen Europas. Im Jahr 2006 nutzten 11.954.560 Passagiere den Hamburger Flughafen. Das sind 12 Prozent mehr Fluggäste als im Jahr zuvor, in dem 10.677.268 Passagiere von der Hansestadt aus flogen.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Der von der Flughafen Hamburg GmbH betriebene Flughafen liegt ca. acht Kilometer nordnordwestlich der Stadtmitte Hamburgs, acht Kilometer südlich der Stadtmitte Norderstedts in Fuhlsbüttel zwischen den Ortskernen von Niendorf im Westen und Langenhorn im Nordosten. Von der Innenstadt aus ist der Flughafen in ca. 20–40 Minuten mit dem Bus erreichbar. Ende 2008 (ursprünglich vorgesehen war 2007, 2004 kam es jedoch zu einem Wassereinbruch in der Tunnelröhre, weswegen der Termin nicht gehalten werden konnte) soll er über die sogenannte Flughafen-S-Bahn an das S-Bahn-Netz angeschlossen werden, um seine Erreichbarkeit zu verbessern. So verkürzt sich die Fahrzeit vom Hamburger Flughafen nach Hamburg Hauptbahnhof auf 23 Minuten.
Die Autokraft betreibt Flughafen-Buslinien von und nach Lübeck und Kiel.
Am 10. Januar 1911 wurde mit privaten Mitteln die Hamburger Luftschiffhallen GmbH (HLG) gegründet. Im Januar 1912 wurde der Luftschiffhafen auf rund 45 Hektar in Betrieb genommen. Zunächst wurde der Flughafen daher vor allem von Luftschiffen genutzt. 1913 wurde die Fläche auf rund 60 Hektar ausgedehnt, wobei der nördliche Bereich den Luftschiffen vorbehalten war, und die Flugzeuge nur den südöstlichen Teil nutzen konnten.
Im Ersten Weltkrieg wurde die Luftschiffhalle ausschließlich von den Militärs genutzt, bis die Luftschiffhalle 1916 durch ein Feuer zerstört und für die Militärs damit bedeutungslos wurde. Die HLG baute die Einrichtungen zwar wieder auf, musste diese jedoch aufgrund der Versailler Verträge wieder unbrauchbar machen.
Seinen Zweitnamen Hamburg Airport erhielt der Flughafen 1945 durch die britische Besatzungsmacht. Für die Zwecke der Berliner Luftbrücke wurde 1948 die erste Startbahn als Behelfsbahn eingerichtet. Als die Lufthansa 1955 den Flugbetrieb wieder aufnahm, war Hamburg ihr Heimatflughafen, bis Frankfurt diese Rolle übernahm. Deshalb ist die Zentrale von Lufthansa Technik heute immer noch in Hamburg beheimatet.
Mitte der 1960er Jahre wurde die Verlegung des Flughafens nach Kaltenkirchen angestrebt. Gründe dafür liegen einerseits in der massiven Umweltbelastung durch Fluglärm, der die Bevölkerung in Hamburg, Norderstedt, Quickborn und Hasloh ausgesetzt ist. Andererseits sind die Kapazitäten der beiden gekreuzten Start- und Landebahnen weitgehend erschöpft. Da der Flughafen mitten in alten, dicht besiedelten Wohngebieten liegt, wäre der Bau einer weiteren Landebahn aufgrund der notwendigen Enteignungen etwa fünfmal so teuer wie ein kompletter neuer Flughafen. Weiterhin blockiert der Flughafen Fuhlsbüttel mehr als 500 ha innerstädtischer Baugrundstücke, die im Zuge des politischen Konzepts „Wachsende Stadt“ für Wohnungsbau und Gewerbe genutzt werden könnten.
In den letzten Jahren haben die Bestrebungen, den Flughafen nach Kaltenkirchen zu verlegen durch negative Erfahrungen mit stadtfernen Flughäfen und Veränderungen in der Verteilung der Großflughäfen im norddeutschen Raum auch von Seiten der Wirtschaft scharfen Widerspruch erhalten. Die vor allem auf Dienstleistungen ausgerichtete Wirtschaft in Hamburg ist auf einen schnell erreichbaren Stadt-Flughafen mit europäischen Verbindungen angewiesen. An einem weiteren primär interkontinental ausgerichteten Großflughafen besteht nach der Baugenehmigung für den zentralen Großflughafen in Berlin ohnehin kein Bedarf mehr. Eine baldige Realisierung der seit den 1960er Jahren laufenden Umzugsplanungen ist daher heute (Februar 2007) unwahrscheinlich.
Der 29. April 1985 ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Flughafens: Die Pan Am startete den Interkontinentaldienst nach New York, John F. Kennedy International Airport täglich mit einer Boeing 747. Weitere Fluggesellschaften mit Interkontinentalen Flügen ab Hamburg waren u.a. American Airlines, Delta Air Lines, Japan Air Lines, Lufthansa, Northwest Airlines und South African Airways.
Betreiber des Flughafens ist die Flughafen Hamburg GmbH. Die Gesellschaft gehört zu 51 % der Freien und Hansestadt Hamburg und zu 49 % der Hochtief AirPort, einer Tochtergesellschaft des internationalen Baudienstleisters Hochtief.
Nach der Eröffnung des neuen Terminal 1 verfügt der Flughafen Hamburg über eine Jahreskapazität von 15 bis 16 Mio. Passagieren.
Die fast 12 Mio. Passagiere im Jahr 2006 wurden durch über 168.000 An- und Abflüge transportiert. Gleichzeitig können 53 Flugzeuge abgefertigt werden. Die gekreuzten Start- und Landebahnen lassen maximal 48 Starts und Landungen pro Stunde zu.
Von 0:00 Uhr bis 6:00 Uhr herrscht ein Nachtflugverbot, davon ausgenommen ist die um 2 Uhr landende Postmaschine.
Ein Hauptkritikpunkt an der Sicherheit des Flughafens Hamburg sind die dicht bebauten Einflugschneisen.
Die Instrumentenlandeeinrichtungen auf dem Flughafen selbst entsprechen dem Standard, allerdings verfügt die Landebahn 33 nur über einen Landekurssender und kein vollständiges Instrumentenlandesystem (ILS). Ein Präzisionsanflug wird jedoch durch das Vorhandensein eines Localisers und eines Distance Measurement Equipments gewährleistet.
Mit dem zwischen den Jahren 1990 bis 1993 gebauten Terminal 4 (heute Terminal 2) startete Hamburg Airport das umfangreiche Ausbauprogramm „HAM21“. Am 25. Mai 2005 wurde ein weiteres Terminal eingeweiht und erhielt die Bezeichnung Terminal 1. In diesem Zusammenhang wurde das Terminal 4 in Terminal 2 umbenannt und dient jetzt überwiegend für Flüge der Lufthansa und Star Alliance, sowie den Lufthansa verbundenen Airlines Germanwings und Condor. Das ehemalige Terminal 1 (Charterterminal) im Norden des Areals wurde mit Ausnahme der dort befindlichen Flughafenmodellschau geschlossen und wird für Veranstaltungen vermietet. Das ehemalige Terminal 3 wurde für den Bau einer neuen Airport Plaza, welche 2008 eröffnet werden soll und sich zwischen den beiden neuen Terminals befinden wird, abgerissen. Die Airport Plaza ist eine Shopping- und Gastronomiemeile für Passagiere. Sie wird zum Sicherheitsbereich gehören, somit bleibt der Besuch eingecheckten Passagieren vorbehalten. Im Gebäude der Airport Plaza wird zudem die zentrale Sicherheitskontrollstelle eingerichtet, welche die bisherigen Kontrollstellen in den Terminals ersetzen soll. Für Ende 2008 ist die Fertigstellung der direkten S-Bahn-Anbindung geplant, welche die Airport-Express genannte HVV-Buslinie 110 zwischen Flughafen und S-Bahnhof Ohlsdorf ersetzen wird. Die neue S-Bahn soll zwischen Hauptbahnhof und Flughafen 23 Minuten benötigen. Heute benötigt man mit S-Bahn und Airport-Express inkl. Umsteigen ca. 35 Minuten. Für das Jahr 2009 ist die Eröffnung eines neuen Airport-Hotels mit bis zu 270 Zimmern geplant, das von der Hotelkette Radisson SAS betrieben wird.
Von Hamburg aus sind derzeit über 120 Ziele per Nonstop-Flug zu erreichen (Stand: Mai 2007), der Schwerpunkt liegt hierbei auf innerdeutschen und europäischen Strecken. Als Langstrecken sind New York/Newark mit Continental, New York/JFK und Dubai mit Emirates, Toronto mit Air Transat und Teheran mit Iran Air im Angebot.
Zu bestimmten Tageszeiten besteht ein Mangel an Fluggastbrücken, so dass die Passagiere auf dem Weg zwischen Flugzeug und Bus dem Wetter ausgesetzt sind. Zudem wird die infrastrukturelle Anbindung des Flughafens kritisiert, welche allerdings durch aktuelle Baumaßnahmen verbessert werden soll: Eine Anbindung mittels S-Bahn an die Haltestelle Ohlsdorf ist in Arbeit und soll den Shuttlebus ersetzen.
| Jahr | Fluggastaufkommen | Flugbewegungen | Umsatz |
|---|---|---|---|
| 2006 | 11.954.560 | 168.395 | 223 Mio. € |
| 2005 | 10.677.268 | 156.128 | 203 Mio. € |
| 2004 | 9.893.703 | 151.434 | 199 Mio. € |
| 2003 | 9.529.924 | 149.366 | 187 Mio. € |
| 2002 | 8.946.505 | 150.271 | 184 Mio. € |
| 2001 | 9.490.432 | 158.569 | 192 Mio. € |
| 2000 | 9.949.269 | 164.932 | 198 Mio. € |
| 1990 | 6.861.255 | 141.042 | - |
| 1980 | 4.558.939 | 100.279 | - |
| 1970 | 3.138.467 | 89.788 | - |
| 1960 | 935.213 | 53.951 | - |
Berlin-Tegel | Berlin-Tempelhof | Berlin-Schönefeld | Braunschweig-Wolfsburg | Bremen | Dortmund | Dresden | Düsseldorf | Erfurt | Frankfurt am Main | Frankfurt-Hahn | Friedrichshafen | Hamburg | Hannover | Heringsdorf | Karlsruhe/Baden-Baden | Köln/Bonn | Leipzig/Halle | Lübeck | Memmingen | München | Münster/Osnabrück | Neubrandenburg | Niederrhein | Nürnberg | Paderborn/Lippstadt | Rostock-Laage | Saarbrücken | Schwerin-Parchim | Siegerland | Stralsund/Barth | Stuttgart | Sylt
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