| Flughafen Saarbrücken | ||
|---|---|---|
| Kenndaten | ||
| IATA-Code | SCN | |
| ICAO-Code | EDDR | |
| Flugplatztyp | Verkehrsflughafen | |
| Koordinaten |
49° 12′ 52″ N 7° 06′ 34″ O 322 m ü. MSL
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| Verkehrsanbindung | ||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 15 km | |
| Straße | Autobahn 6 (5 km) | |
| Bahn | ||
| Nahverkehr | ||
| Basisdaten | ||
| Eröffnung | 1928 | |
| Betreiber | Flughafen Saarbrücken Betriebsgesellschaft mbH | |
| Fläche | ||
| Terminals | ||
| Passagiere | 420.221 (2006) | |
| Luftfracht | 7 t (2006) | |
| Flug- bewegungen |
15.027 (2006) | |
| Kapazität (PAX pro Jahr) |
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| Beschäftigte | ||
| Start- und Landebahnen | ||
| 09/27 | 2.000 m × 45 m Asphalt | |
| 09L/27R | 545 m × 50 m Gras | |
Der Flughafen Saarbrücken ist ein internationaler Verkehrsflughafen in der Nähe der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken. Mit rund 460.000 Fluggästen pro Jahr gehört er neben Erfurt und Berlin-Tempelhof zu den drei kleinsten der 17 internationalen Verkehrsflughäfen Deutschlands. Saarbrücken ist der Heimatflughafen der Cirrus Airlines. Durch die Konkurrenz im nahen Zweibrücken sieht der Flughafen Saarbrücken schweren Zeiten entgegen. Gerade in den letzten drei Jahren gab es wiederholt in Saarbrücken Zwischenfälle aufgrund der relativ kurzen Landebahn, weshalb der Ferienflieger Hapag Fly (jetzt TUIfly) von Saarbrücken nach Zweibrücken, das über eine 1000m längere Bahn verfügt, wechselte.
Inhaltsverzeichnis |
Luxair fliegt dreimal täglich nach Luxemburg und dreimal täglich nach München.
Cirrus Airlines fliegt zwei- bis dreimal täglich nach Hamburg und viermal täglich nach Berlin-Tempelhof. Hamburg-International fliegt zu verschiedenen Urlaubszielen im Mittelmeerraum und Atlantik.
Ab September 2007 fliegt Air Berlin zweimal täglich nach Berlin-Tegel, ab November 2007 außerdem nach München und Palma de Mallorca. Eingesetzt werden sollen Flugzeuge der Typen Boeing 737-700 und Boeing 737-800. [1]
Der Saarbrücker Flughafen im Stadtteil Ensheim, bis zum 31. Dezember 1973 zum Landkreis St. Ingbert gehörend, entstand in den Jahren 1937–1939 und sollte die Alternative zum bisherigen Flughafen im Stadtteil St. Arnual werden. Dieser hatte bereits einige internationale Verbindungen, eignete sich aber wegen der schlechten Aerodynamik und der ständigen witterungsbedingten Sperrungen nicht für den zukünftigen Flugverkehr. Er wurde Ende August 1939 geschlossen, und am 1. September 1939 sollte der neue Flughafen Ensheim eröffnet werden. Genau an jenem Tag aber brach der Zweite Weltkrieg aus. Zur Eröffnung kam es nicht mehr.
In den Nachkriegsjahren tat sich zunächst nicht mehr viel auf dem Saarbrücker Flughafen. Erst Mitte der 1960er Jahre gab es wieder konkretere Pläne für einen Ausbau – insbesondere der Landebahn, auf der größere Flugzeuge nicht landen konnten und die damit ein Hemmnis für die Anbindung an internationale Ziele, die nur mit größeren Flugzeugen zu erreichen waren, darstellte. 1967 gab es die ersten regelmäßigen Linienflüge von Saarbrücken nach Düsseldorf durch die LTU; die Landebahn wurde bis 1979 auf 2.100 Meter ausgebaut. So kamen in den folgenden Jahren immer mehr nationale Flugverbindungen zu den wichtigsten deutschen Städten hinzu, namentlich Berlin (Modern Air, Pan American und TAT), Hamburg, Kassel (General Air), München (LTU) und Frankfurt am Main. Im Jahr 1972 wurde der Flughafen Saarbrücken zum elften internationalen Flughafen Deutschlands. Damit wurde auch ein Erweiterungstrakt des bisherigen Empfangsgebäudes angelegt.
Einen enormen Zuwachs an Fluggästen hatte der Flughafen Saarbrücken in den Jahren ab 1995, als das Passagieraufkommen um 58 Prozent auf 483.000 (Jahr 2000) anstieg und in Saarbrücken weitere Erweiterungen in der Abfertigungshalle begannen. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die erweiterte Abfertigungshalle 2000 fertiggestellt und ist nun für jährlich 700.000 Passagiere ausgelegt.
In diesen Jahren war aber zunächst der Scheitelpunkt erreicht: Ab 2001, dem Jahr des Anschlags auf das World Trade Center, stagnierte die Anzahl der Fluggäste zunächst wieder.
Mit 487.314 Passagieren 2005 hat der Flughafen Saarbrücken sein bis dato bestes Ergebnis erzielt und damit die Höchstmarke aus dem Jahr 2000 mit damals 484.615 Passagieren übertroffen. Gegenüber 2004 mit 461.348 Passagieren entspricht dies einer Steigerung um 5,6 Prozent. Für 2006 strebte der Flughafen Saarbrücken an, die 500.000er-Marke zu überschreiten, stattdessen war jedoch ein Rückgang um 13% auf 421.369 Passagiere zu verbuchen. Besonders die seit September 2006 bestehende Verbindung von Germanwings zwischen Berlin und Zweibrücken wird als Ursache dafür angesehen. Als Konsequenz kündigte der Mehrheitseigner Fraport an, seine Anteile am Saarbrücker Flughafen Mitte 2007 zu veräußern. Die saarländische Landesregierung will das Unternehmen dann als Alleingesellschafter weiterführen, Fraport jedoch die Betriebsführung übertragen. Die Gesellschaft Hapagfly ist wegen der längeren Landebahn ab März 2007 nach Zweibrücken gewechselt. Jedoch existieren Gerüchte darüber, dass LTU an die Stelle von Hapagfly treten wird und die so entstandenen Lücken - zumindest teilweise - füllen soll. Dennoch rechnet die Geschäftsleitung zunächst mit weiter rückläufigen Passagierzahlen.
Um Sicherheitsmängel zu beseitigen und Ensheim gegen Zweibrücken konkurrenzfähig zu machen, zieht die saarländische Landesregierung eine Verlängerung der Ensheimer Landebahn um 400 Meter in Erwägung. Dazu ist ein Planfeststellungsverfahren geplant. Experten rechnen mit Kosten in Höhe von 50 Mio. Euro. Diese Ausbaupläne werden von Anwohnern aus dem Mandelbachtal, hier vor allem aus dem Ortsteil Ommersheim[2], sehr kritisch gesehen.
Die Pläne zu einer möglichen Kooperation zwischen den Flughäfen Saarbrücken-Ensheim und Zweibrücken scheiterten im Februar 2007. Rheinland-Pfalz warf dem Saarland vor, keinen ernsthaften Willen zu zeigen. [3]
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