| Flughafen Wien-Schwechat | ||
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| Kenndaten | ||
| IATA-Code | VIE | |
| ICAO-Code | LOWW | |
| Koordinaten |
48° 06′ 37″ N 16° 34′ 11″ O 183 m ü. MSL
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| Verkehrsanbindung | ||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 18 km südöstlich von Wien | |
| Straße | Autobahn A4, Bundesstraße B9 | |
| Bahn | ||
| Nahverkehr | City Airport Train S-Bahn |
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| Basisdaten | ||
| Eröffnung | ||
| Betreiber | Flughafen Wien AG | |
| Fläche | 1.000 ha | |
| Terminals | 3 | |
| Passagiere | 16.855.725 (2006) | |
| Luftfracht | 265.778 t (2006) | |
| Flug- bewegungen |
237.490 (2006) | |
| Kapazität (PAX pro Jahr) |
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| Beschäftigte | ||
| Start- und Landebahnen | ||
| 11/29 | 3.500 m × 45 m Bitumen | |
| 16/34 | 3.600 m × 45 m Bitumen | |
Der Flughafen Wien-Schwechat, international auch "Vienna International Airport" genannt, ist der größte und wichtigste österreichische Flughafen. Er liegt ca. 18 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Wien in Schwechat in Niederösterreich und ist der Heimatflughafen der Fluglinie Austrian.
Die Aktien der Flughafen Wien AG sind im ATX gelistet, werden aber an verschiedenen Börsen gehandelt. Die beiden Hauptaktionäre sind die Bundesländer Wien und Niederösterreich.
Inhaltsverzeichnis |
Mit 16.855.725 Passagieren im Jahr 2006 (Prognose 2007: 17,7 Mio =+5%) ist er der größte Verkehrsflughafen Österreichs und eine wichtige Ost-West-Drehscheibe im europäischen Luftverkehr. 2006 betrug der Umsatz 463,9 Millionen Euro )+ 13,1 %) und das Betriebsergebnis 103,7 Millionen Euro (+12,3 %). Bereits von 2004 auf 2005 gab es deutliche Zuwächse beim Passagieraufkommen (+ 15,7 %), bei den Bewegungen (+ 14,1 %), beim Höchstabfluggewicht (+ 18,6 %) und bei der Luftfracht (+ 21 %). Als Spitzentag wurde der 5. September mit 58.981 abgefertigten Passagieren registriert.
Seit der EU-Osterweiterung steigen nicht nur die Passagierzahlen, sondern auch die Frachtmengen enorm an, da der Flughafen logistisches Zentrum vieler Firmen wurde, die von hier aus den gesamten osteuropäischen Raum bedienen. Der Flughafen entwickelt sich jedoch zunehmend zu einer Langstreckendrehscheibe. So wurde von Korean Air bekanntgegeben, dass ab 15. September der Direktflug Seoul-Wien-Seoul in Betrieb gehen soll. Weiters kommt 2007 mit Delta wieder eine Amerikanische Fluggesellschaft, die Wien mit Atlanta, dem größtem Flughafen der USA, verbindet. Zusätzlich fliegt ab diesem Jahr auch der Low-Cost-Carrier SkyEurope von Wien ab.
Enge Kooperationen pflegt die Flughafen Wien AG mit dem Flughafen Luqa auf Malta. Im Zuge der Privatisierungen in der Slowakei bot der Flughafen im Rahmen des Bieterkonsortiums TwoOne mit der Raiffeisen Zentralbank und einer slowakischen Finanzgruppe zur Übernahme des Flughafens M. R. Štefánik in Bratislava, der Wien als zweiter, billigerer Flughafen dienen könnte, an. Allerdings wird der Flughafen Bratislava nur gemeinsam mit dem wesentlich kleineren in Košice privatisiert. Im Dezember 2005 wurde diese Gruppe von der zuständigen Kommission in der Slowakei der slowakischen Regierung als Bestbieter empfohlen. Die Regierungsmitglieder jedoch forderten die Bietergruppe sowie dem zweitgereihten spanischen Bieter zu Nachbesserungen ein zweites Mal auf, Angebote zu legen. Am 27. Januar 2006 war TwoOne wieder Bestbieter. Die endgültige Entscheidung, dass der Flughafen mit 66 % am Flughafen Bratislava und Košice hält, fiel am 1. Februar 2006. Der Kaufpreis lag bei 299 Millionen Euro. Im Spätherbst des Jahres 2006 hat die slowakische Wettbewerbsbehörde den Verkauf der 66% Anteile am Flughafen Bratislava nicht genehmigt. Dies geschah vor allem unter dem Druck der neugewählten linksgerichteten slowakischen Regierung, die Wettbewerbsnachteile für den Bratislavaer Flughafen sah.
Von der ebenfalls überlegten Übernahme des Flughafens Ferihegy in Budapest wurde inzwischen Abstand genommen.
Im September 2005 wurde der neue Flugsicherungstower eröffnet. Mit seinen 109 m Höhe ist er zum Bauzeitpunkt der höchste in Europa und der vierthöchste der Welt (nach Bangkok, Kuala Lumpur und Atlanta).
Schon im slowakischen Wahlkampf 2006 kündigte Ministerpräsident Robert Fico an, den Verkauf der Flughäfen rückgängig machen zu wollen. Nach der Wahl stellte er jedoch klar, sich an die noch ausständige Entscheidung des slowakischen Kartellgerichtes vertragstreu halten zu wollen. Am Stichtag, dem 15. August 2006 fällte das Kartellgericht allerdings nur über den Flughafen Košice zu Gunsten des Wiener Flughafens eine Entscheidung, während die Entscheidung über Bratislava auf Oktober verschoben wurde. Dies nahm Fico zum Anlass, den Verkauf doch rückgängig zu machen. Der Flughafen will allerdings diese Entscheidung noch anfechten. Am Kauf Košices will man jedoch festhalten.
2006 wurde auf dem Gelände des Flughafens auch ein Trainingscenter der deutschen Lufthansa für Piloten errichtet. Die Piloten der Austrian, die bis dahin ihre Trainings im Ausland absolvieren mussten, können dieses Center ebenfalls mitbenutzen, so dass auch für die heimische Luftfahrtgesellschaft eine Kostenersparnis erwartet wird.
Zwischen den einzelnen Verkehrsanbindungen bestehen große Preisunterschiede. Am günstigsten ist die Fahrt mit der S-Bahn, insbesondere da der Fahrpreis hierbei die ganze Zone 100 (d.h. das gesamte Wiener Stadtgebiet) inkludiert. Man benötigt einen Fahrschein für das Wiener Stadtgebiet und zusätzlich einen Fahrschein für eine weitere Zone des VOR. Derzeit (Juni 2007) kostet somit eine Einzelfahrt € 3,40.
Der Flughafen Wien hat auf der Basis eines Masterplans im Jahr 1999 einen Realisierungswettbewerb für die Neugestaltung des Flughafenareals ausgeschrieben. Nach zwei Überarbeitungen wurde im Herbst 2000 die Arbeitsgemeinschaft Itten + Brechbühl AG/Baumschlager Eberle GmbH für die städtebauliche Gestaltung und die Terminalerweiterung Nordost beauftragt. In der Zwischenzeit wurden ein Bebauungs-, Verkehrs-, Grün- und Gestaltungskonzept erstellt. Diese Gesamtsicht bildet den Rahmen für eine geordnete Entwicklung des Flughafenareals, definiert die Mittel für eine nachhaltige Nutzbarkeit und befasst sich mit der ökonomischen, der kulturellen und der sozialen Entwicklung der Flughafenstadt. Ein Verkehrsring umschließt die Flughafenstadt und markiert die Grenzen. Das ganze Areal wurde in Baufelder aufgeteilt und mit einem Bebauungsplan versehen. Vorgaben zur Gestaltung der Zwischenräume und Gestaltungsrichtlinien bilden das Werkzeug für den geregelten Ausbau und das zukünftige Bild dieses Entwicklungsschwerpunktes.
Das Projekt setzt dem gewachsenen Konglomerat eine ordnende Großstruktur entgegen. Diese entspricht dem Maßstab der Nutzung „Flughafen“ und vermag den Bestand funktionell und architektonisch zu integrieren. Die Hauptelemente der Erweiterung östlich des heutigen Terminals 2 sind der neue Terminal, die Piers Nord und Süd, sowie der Verbindungsbau. Mit diesem Ausbau entsteht zwischen dem Bestand und dem neuen Pier Süd ein neuer Schwerpunkt mit Zugängen vom erweiterten Bahnhof, den Parkhäusern und der Flughafenstadt.
Vorentwurf, Entwurf, Einreichung: ARGE Itten Brechbühl - Baumschlager Eberle Ausführungsplanung: ARGE Skylink WOP - Baumschlager Eberle P.ARC - Moser - Neumann
Am 1. März 2007 wurde die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVE) bei dem Amt der Niederösterreichischen Landesregierung eingebracht. Besonderes Augenmerk wurde bei der Planung darauf gelegt, mögliche negative Auswirkungen auf die Umwelt zu verhindern. Entscheidungen über den Baubeginn werden nach Abschluss der laufenden UVE und einer weiteren Bedarfserhebung frühestens im Jahr 2009 getroffen.[2]
Der Ausbau des Flughafens zu einer Personen- und Güterdrehscheibe und die damit verbundene Erhöhung der Belastung der Umgebung stößt immer mehr auf Widerstand in der dadurch betroffenen Bevölkerung. Dazu kommt, dass die Anflüge bereits frühzeitig kanalisiert werden, um die Frequenz zu erhöhen. Dabei werden diese Korridore zum Teil über dicht besiedeltes Gebiet, etwa die Bezirke Penzing, Hietzing und Favoriten geführt, während vergleichbare Bezirke gänzlich ausgespart werden. Außerdem führen diese Korridore über Naherholungsgebiete und die Nationalparks Neusiedler See und Donauauen. Der Flughafen versucht zwar, seine Ausbaupläne durch ein sogenanntes Mediationsverfahren auf eine breite Basis zu stellen, eine tragfähige Lösung unter Beteiligung der betroffenen Bevölkerung wurde dadurch aber ebenso wenig erzielt wie eine gleichmäßige Verteilung der Belastung.
Aufgrund des hohen Passagierwachstums wurden und werden für die Zeit bis zur Eröffnung der Flughafenerweiterung Skylink im Jahr 2008 zusätzliche Check-In-Kapazitäten benötigt. Ein temporäres Bauwerk für die Dauer von drei Jahren entstand deshalb auf einem Parkdeck direkt gegenüber der bestehenden Terminals. Einfach und zweckmäßig gestaltet, dient es als Terminal für einige Billigfluggesellschaften, die den Flughafen anfliegen. Die Halle ist als Stahlkonstruktion mit einer Höhe von 4,50 m konzipiert. Somit wurde für eine spätere Nachnutzung seitens der Architekten Sorge getragen.
"Skylink" (in Bau) Austrian Airlines Group & "Star Alliance" Terminal
Halle A: ("Pier Ost"): Internationale Flüge
(Transitraum; Pass-Kontrolle am Zugang/Ausgang der Halle; Gates mit Fluggastbrücken und Busgates)
Halle B: Europa(Schengen)-Flüge
(Busgates)
Halle C ("Pier West"): Europa(Schengen)-Flüge, tw. auch Internationale Flüge
(Gates mit Fluggastbrücken; Nutzung der einzelnen Gates sowohl für Europa(Schengen)-Flüge als auch für Internationale Flüge; Für Internationale Flüge: Bezeichnung der Gates als Transfergates; Pass-Kontrolle (für Ein- und Ausreise) wird direkt am jeweiligen Gate durchgeführt; Passagiere von Internationalen- zu Internationalen Flügen begeben sich bei Ankunft an einem der C-Gates, im Bereich vor der Einreise-Passkontrolle, in den Transitraum im Erdgeschoß, wo Zugang zu den anderen Internationalen Abflügen der C-Gates bzw. eine Shuttlebus-Verbindung zur Internationalen Halle A besteht. Passagiere die in der Internationalen Halle A ankommen, benützen für einen Internationalen Abflug von einem der C-Gates ebenfalls den Shuttlebus.)
Mit seinen 109 Metern ist der Flugsicherungstower im Moment der Höchste in Europa. Er ist zum weithin sichtbaren neuen Wahrzeichen des Flughafens Wien-Schwechat geworden. Der Neubau war notwendig geworden, um einerseits Platz für den neuen SkyLink zu machen und um andererseits um eine Übersicht um das erweiterte Vorfeld zu gewährleisten. Betreiber des Towers ist hauptsächlich die Österreichische Flugsicherung Austro Control.
Die Inbetriebnahmeschritte erfolgten sukzessive zwischen Mai 2005 und März 2006; nun befinden sich der Luftfahrtinformationsdienst (AIM), die Flugdatenbearbeitung für ganz Österreich (FDU), die Verwaltung, die Flugsicherungstechnik (AES), die An- und Abflugskontrollstelle Wien (APP), der Flugwetterdienst (MET), die Vorfeldkontrolle des Flughafens (MOVEMENT) und die Flugplatzkontrollstelle (TWR) in diesem Gebäude. Insgesamt haben ca. 200 Personen ihren Arbeitsplatz im Kontrollturm.
Architektonisch interessant ist, dass die Kanzel an der Spitze zum Sockel am Boden um ca. 45 Grad verdreht ist. Der Raum dazwischen ist nur von einer Membran umhüllt, die sowohl von innen als auch von außen mit Lampen bzw. Projektoren beleuchtet werden kann. Weiters steht der Schaft nicht in der Mitte des Sockels, so dass der Turm von jeder Richtung her ein anderes Erscheinungsbild hat, das mitunter "schief" wirkt. Die Membranfassade hat eine Fläche von ca. 3.300 m² und macht den Tower damit zum größten Membranbauwerk Österreichs.
Bauherr waren die Flughafen Wien AG und die Austro Control GmbH. Die Architektur entstammt dem Büro Zechner & Zechner ZT GmbH. Der Tower wurde bereits mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichnet.
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die lichtdurchlässige Membran |
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Der Flughafen wurde 1938 als Militärflugplatz Luftwaffenstützpunkt "Schwechat - Ost"/"Heidfeld" gebaut, Spatenstich war am 14. Mai 1938. Es wurden 5 Hallen, eine Flugzeugwerft, mehrere Mannschaftsgebäude und eine Großgarage errichtet. Es war die Jagdfliegerschule 5 untergebracht. Später wurde der Fliegerhorst den Heinkel Werken (Rostock) übergeben, die hier ab Mitte 1942 Flugzeuge produzierten (He 219 und He 162 "Volksjäger"). Zu diesem Zweck wurden eine Kompensierscheibe und eine Einschussanlage errichtet - dazu kamen noch mehrere Hallen. Das gesamte Heinkel Planungsbüro wurde hierher übersiedelt. Teile des Flughafens dienten ab 7. Dezember 1944 als Konzentrationslager (KZ-Schwechat II "Santa") in dem Häftlinge untergebracht waren, die für die Heinkel Werke sowie auch für die Brauerei Liesing "Ostmärkische Brau AG" arbeiteten. 1945 wurde die Anlage von den britischen Alliierten übernommen. Aus der Zeit vor 1945 sind heute (2007) noch 3 Hangars am Rollfeld erhalten, das ehemalige Verwaltungsgebäude ist heute Sitz der Lauda Air.
1954 wurde die Betriebsgesellschaft gegründet und übernahm die Rolle des ehemaligen Flugplatzes Wien-Aspern. Die damalige einzige Start- und Landebahn wurde im Jahr 1959 auf 3.000 Meter verlängert und 1960 ein neues Abfertigungsgebäude errichtet. Die zweite Landebahn wurde 1972 mit einer Länge von 3.600 Metern errichtet. Im Jahr 1982 erfolgte die Anbindung an die Ostautobahn A4.
Schon in der Zeit vor der Öffnung des Eisernen Vorhanges war auf Grund der Neutralität der Flughafen ein Verbindungsglied nach Osteuropa.
Am 27. Dezember 1985 verübte ein Terrorkommando einen Anschlag auf dem Flughafen Wien-Schwechat. Drei Terroristen stürmten kurz nach neun Uhr über die östliche Treppe in die Abflughalle und rollten drei Handgranaten in die Passagierschlange, die an den Schaltern Drei und Vier auf die Abfertigung des El Al-Fluges warteten. Anschließend schossen sie mit Maschinenpistolen um sich. Die Polizei erwiderte das Feuer. Bei dem Anschlag und dem anschließenden Feuergefecht starben vier Menschen, 45 weitere wurden verletzt. Unter den Toten war auch einer der Attentäter; seine beiden Kameraden wurden nach einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn von der Polizei gestellt. Zeitgleich verübte eine zweite Terrorgruppe auf dem Flughafen Rom-Fiumicino einen ähnlichen Anschlag, dem mehr Menschen zum Opfer fielen. Abu Nidals Terrororganisation übernahm für beide Anschläge die Verantwortung.
Aus Anlass dieses Anschlages wurde von der Polizei am Flughafen die Einsatzeinheit Kranich ins Leben gerufen, die durch spezielle Ausbildung und Ausrüstung für terroristische Bedrohungen gerüstet ist.
Hauptartikel Hapag-Lloyd-Flug 3378
Am 12. Juli 2000 musste ein Airbus A310 der Hapag Lloyd auf dem Weg von Chania nach Hannover wegen Treibstoffmangel in Wien-Schwechat notlanden. Beim Aufsetzen abseits der Piste wurde das Instrumentenlandesystem zu einem großen Teil zerstört, das Flugzeug schwer beschädigt und einige Passagiere verletzt.
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