Als Flussdelta bezeichnet man eine charakteristische Mündungsform eines Flusses oder Stroms. Der Nil bildet das wohl bekannteste Mündungsdelta, weil dies auch die Bezeichnung Delta prägte, zumal das Nildelta die charakteristische aus dem Buchstaben Delta (Δ) abgeleitete Form aufweist.
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Die Entstehung des Flussdeltas ist gekennzeichnet durch die Aufschüttung von Material (Sediment), das vom Fluss transportiert wird. Die nachlassende Transportkraft des Wassers als Folge der verminderten Fließgeschwindigkeit im Bereich der Mündung lässt den Fluss das mitgeführte Material ablagern. Die abgelagerten Sedimente wiederum fungieren als Fließhindernis und zwingen den Fluss, seinen Lauf aufzuspalten. In größeren Deltas teilt der Fluss seine Läufe mehrfach und führt sie teilweise wie in einem Labyrinth (mit Flussinseln) fließender und nichtfließender Läufe zu- und auseinander. Flüsse, die in Gewässer mit starker Tide münden, haben kein Flussdelta, sondern eine Trichtermündung. Da die Regelfließrichtung meerwärts ist, werden viele Sedimente abgelagert, so wächst ein Delta in das Meer hinein. Dies ist am obigen Bild gut zu erkennen. In der Regel sind Deltas mit Pflanzen bewachsen, die sie von oben grün erscheinen lassen. Der Fluss lagert im stehenden Gewässer alle von ihm mitgeführten festen Stoffe ab und schiebt damit das Delta weiter vor.
Das Delta selbst besteht im Querschnitt aus flachlagernden Schichten, die ursprünglich vor dem Delta ins Tiefwasser sedimentiert wurden. Darüber folgen die steil nach außen einfallenden untermeerischen Haldenschüttungen des Deltas und schließlich die fluviatal aufgebauten und daher waagrecht lagernden Schichten der Delta-Oberfläche.
Siehe auch: Fluvialer Transport
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