Der Forbachgranit ist ein Granitmassiv im Nordschwarzwald und ist ein Teil des sogenannten Nordschwarzwälder Granitmassivs. Zu letzterem werden noch Bühlertal- und Wildbadgranit gerechnet. Das Hauptverbreitungsgebiet des Forbachgranits an der Oberfläche ("Ausbiß") liegt in den Landkreisen Calw und Rastatt.
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Es handelt sich um einen grau bis rosa gefärbten Zweiglimmergranit (Biotit- und Muskovit-Glimmer) mit relativ grobkörnigem Gefüge. Das Eindringen der Gesteinsschmelze, die später zum Forbachgranit erkaltete, fand in der sog. asturischen Phase der variskischen Gebirgsbildung statt. Die asturische Phase wird stratigraphisch etwa an die Grenze Westfal/Stefan des Oberkarbons datiert. In absoluten Alterswerten angegeben bedeutet dies, dass der Forbachgranit etwa 305 mio Jahre alt ist. Die Grobkörnigkeit des Granits deutet auf ein verhältnismäßig langsames Erkalten der Schmelze hin.
Während der feinkörnige Bühlertalgranit früher in zahlreichen Steinbrüchen als Werkstein Bauzwecke abgebaut wurde, wurde der Forbachgranit lediglich bei Raumünzach (Ortsteil von Forbach) abgebaut. Hier baut die Fa. VSG-Schwarzwald-Granit-Werke den sog. "Raumünzach"-Granit ab, eine Lokalbezeichnung des Forbachgranits, der u.a. als Fassadenstein Verwendung findet.
Im Verbreitungsgebiet bildet der Forbachgranit einige spektakuläre Felsformationen, die als Naturdenkmale in die Denkmalliste eingetragen sind. Zu den bekanntesten zählen der Lautenfelsen bei Gernsbach oder die Giersteine bei Forbach-Bermersbach (beide Lokalitäten im Landkreis Rastatt). Besonders spektakulär ist auch das Tal der Murg.
Otto Franz Geyer und Manfred P. Gwinner: Geologie von Baden-Württemberg.-3., völlig neubearb. Aufl.. Stuttgart, Schweizerbart,1986.