F & E ist die im deutschen Sprachraum gebräuchliche Abkürzung für Forschung und Entwicklung. Das englische Pendant lautet "R & D" und steht für (die wörtliche Übersetzung) research and development. Je nach Betonung kann es sich um einen Ausdruck für anwendungsorientierte Forschung oder aber um die zunächst sprachliche Zusammenfassung von Grundlagenforschung und ingenieurtechnischer Entwicklung handeln, da in kommerziell orientierten Großbetrieben eine Koppelung der beiden Bereiche zugunsten von produktions- oder absatzsteigernden Innovationen erwünscht und angestrebt ist.
Die starke Kombination beider Komponenten zu anwendungsorientierter Forschung ist einerseits für Hochschul-Institute ein neuer Weg zur Beschaffung von Drittmitteln, indem sie Kooperationen mit Unternehmen vereinbaren. Andererseits sehen Firmen mehr Zukunftschancen, wenn sie sich auf langfristigere Forschungsthemen einlassen.
Eine der Gefahren zu starker Kombination ist allerdings, dass die Grundlagenforschung vernachlässigt werden könnte.
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In der Literatur finden sich unterschiedliche Definitionen des Begriffes "Forschung&Entwicklung", die jedoch im Wesentlichen die gleichen Merkmale beinhalten. Forschung & Entwicklung umfasst alle planvollen und systematischen Aktivitäten auf der Basis wissenschaftlicher Methoden, deren Ziel der Erwerb neuen Wissens ist. Dabei ist "neu" in Bezug auf die jeweilige organisatorische Einheit zu verstehen.[1]
Hinsichtlich ihres Anwendungsbezuges können Forschung und Entwicklung in vier Aktivitäten gegliedert werden, die sich nur unscharf voneinander abgrenzen lassen und sich zumeist im Rahmen eines einzelnen F&E-Projektes überlappen.[2]
Ziel der Grundlagenforschung ist die Gewinnung neuer Erkenntnisse und Erfahrungen, ohne dabei grundsätzlich auf einen direkten praktischen Nutzen abzuzielen. Vielmehr soll die Wissensbasis erweitert werden, d.h. es sollen Theorien und Gesetzeshypothesen entworfen und überprüft werden, um damit die Grundlage für anwendungsorientiertes Wissen zu schaffen. Da die Ergebnisse der Grundlagenforschung oft nicht geschützt oder wirtschaftlich genutzt werden können, ist sie nur äußerst selten Gegenstand privatwirtschaftlicher Bemühungen. In der Regel findet die Grundlagenforschung in Hochschulen, den Instituten der Max-Planck-Gesellschaft und teilweise der Fraunhofer-Gesellschaft statt.[2]
Die Technologieentwicklung befasst sich mit der Gewinnung und Weiterentwicklung von Wissen und Fähigkeiten, deren Ziel die Lösung praktischer Probleme mit Hilfe der Technik ist. Dabei bedient sie sich der Ergebnisse der Grundlagenforschung, des anwendungsorientierten Wissens sowie praktischer Erfahrungen. Das Ziel ist hierbei der Aufbau und die Pflege technologischer Leistungspotentiale bzw. technologischer Kernkompetenzen, die direkte praktische Anwendungen ermöglichen. Der Begriff der Technologieentwicklung ist damit in etwa mit dem Begriff der angewandten Forschung gleichzusetzen.[2]
Bei der Vorentwicklung geht es um die Vorbereitung der konkreten Produkt- und Prozessentwicklung. Technologien werden "ausentwickelt" und auf ihre Umsetzbarkeit in Produkte und Prozesse geprüft, Produktkonzepte werden entwickelt und Prototypen gebaut. Dabei erfolgt eine Konzentration auf anspruchsvolle, risikoreiche Bauteile oder Produkte, die einer schnellen und weitgehend sicheren Produkteinführung im Weg stehen.[2]
In dieser letzten Phase werden alle bisher geschaffenen Potentiale (Wissen, Fähigkeiten, Prozesse, Produkt-Prototypen) in konkrete, absatzfähige Produkte bzw. Prozesse umgesetzt. Das Ziel ist die Markteinführung eines neuen oder veränderten Produktes.[2]