| Satzzeichen |
|---|
| -, –, — |
| . , , , ; , : , … , · |
| ¿, ?, !, ¡, ‽, ؟ |
| „…“, »…« …, ’ |
| /, \ |
| (…), […], {…}, 〈…〉 |
| ␠ |
| Sonstige |
| • … |
| €, ₦ $, ¥, £, ¤ |
| @, & |
| |, ¦ |
| °, ′, ″, ‴ |
| *, †, ‡ |
| #, №, ª, º |
| §, ¶ |
| ©, ®, ™, ℠ |
| _ |
| ~, ˜ |
| Rechenzeichen |
| +, −, ×, ∙, :, ∕, ÷, ±, ∓ |
| =, ≈, ≠ …, ~, ∝ …, <, > … |
| √, ∫ |
| %, ‰ |
Das Fragezeichen (?) ist ein Satzzeichen.
Inhaltsverzeichnis |
In der deutschen und in vielen anderen Sprachen, deren Schriften auf dem lateinischen Alphabet beruhen, bezeichnet es das Ende eines Fragesatzes. Im Spanischen wird ein Fragesatz zusätzlich durch ein auf dem Kopf stehendes Fragezeichen ¿ eingeleitet. Die arabische Schrift kennt das Fragezeichen ebenfalls. Es ist jedoch an die Schreibrichtung angepasst: ؟. Auch andere Schriftsysteme, wie das chinesische, haben es übernommen. Im Griechischen wird der Strichpunkt (;) als Fragezeichen benutzt.
In den meisten lateinschriftlichen Sprachen wird das Fragezeichen – wie jedes abschließende Satzzeichen – ohne Leerzeichen an das letzte Wort des Satzes geschrieben. Dies vermeidet ungewollte Umbrüche zwischen dem letzten Wort und dem Fragezeichen. Ein fehlerhaftes Leerzeichen vor dem Fragezeichen bezeichnet man auch als Plenk. Oft wird in der Typographie ein Leerraum mit der Länge eines Viertelgevierts zur besseren optischen Trennung eingeschoben.
Durch ein Fragezeichen kann neben der Frage auch eine Aufforderung dargestellt werden: „Gehst du mal in den Keller, Bier holen?“ ist keine Frage, sondern eine Aufforderung. Hier handelt es sich um einen Spezialfall einer rhetorischen Frage. Im Mittelalter gab es für rhetorische Fragen eine eigene Form des Fragezeichens.
Das Fragezeichen taucht erstmals in den Schriftreformen Karls des Großen auf. Allerdings wird seine Funktion und Gestalt erst später auf die heutige gebracht.
Über die Herkunft des Zeichens gibt es mehrere Vermutungen. Eine leitet es aus dem lateinischen Wort Quaestio für Frage ab. Dieses Wort wurde an den Schluss des Fragesatzes gesetzt und als Qo abgekürzt. Das große Q wurde über das kleine o geschrieben, und diese Kombination entwickelte sich zu dem heutigen Zeichen ?.
Eine andere Erklärung sieht den Ursprung im 9. Jahrhundert, als man am Ende einer Frage einen Punkt setzte, dem dann eine geschwungene Linie folgte, gleichsam eine schräg nach oben verlaufende Tilde (~), die den Stimmverlauf andeuten sollte, ähnlich wie die frühe Notenschrift der Neumen. Aus dieser Kombination könnte sich dann das heutige Fragezeichen entwickelt haben.
Im ASCII-Code hat das Fragezeichen den Zahlenwert 63 (dezimal) bzw. 0x003F (hexadezimal).
Bei Suchvorgängen mit dem Computer wird das Fragezeichen auch als Platzhalter für genau ein beliebiges Zeichen benutzt (siehe Wildcard). Beispielsweise liefert die Namenssuche mit M?ier ein Ergebnis Maier und Meier.
In einigen Programmiersprachen bildet das Fragezeichen zusammen mit einem Doppelpunkt einen dreistelligen Operator, den so genannten Bedingungsoperator. Beispiel (C++):
std::string ausgabetext = anzahl>1 ? "Zahlen" : "Zahl";
In regulären Ausdrücken (Regular Expressions, kurz regex) steht das Fragezeichen für das mögliche, aber nicht notwendige Vorkommen des vorangehenden Tokens. So liefert die Suche nach Genitive?s die Fundstellen Genitivs und Genitives.
In URLs trennt das Fragezeichen den query string vom Rest der URL ab; damit können zusätzliche Informationen übertragen werden, z. B.
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Hat eine Tastatur kein umgedrehtes Fragezeichen, so kann an einem Windows System die Tastenkombination ALT + 0191 oder ALT + 168 verwendet werden um ein solches zu erzeugen. Bei einem Macintosh wird dieses durch ALT + ß/? erzeugt.
| Commons: Fragezeichen – Bilder, Videos und Audiodateien |