Franco Frattini

Franco Frattini bei einer Rede im März 2007
Franco Frattini bei einer Rede im März 2007
Franco Frattini 2004
Franco Frattini 2004

Franco Frattini [ˈfraŋko fraˈtːiːni] (* 14. März 1957 in Rom) ist ein italienischer Politiker (Forza Italia) und derzeit Vizepräsident der Europäischen Kommission.

Politische Karriere in Italien

Frattini studierte Rechtswissenschaften, legte 1979 das Staatsexamen ab und war danach lange Zeit als Staatsanwalt tätig. Bei den Parlamentswahlen von 1996 wurde er als Vertreter des Wahlkreises Bozen-Leifers in das Italienische Parlament (Abgeordnetenhaus) gewählt und war als Vertreter der Opposition Mitglied der Geheimdienstkommission. Obwohl er 2001 wieder in Bozen und Leifers kandidierte, wurde er nicht gewählt, weil die Südtiroler Volkspartei den Kandidaten des Ulivo Claudio Bressa unterstützt hat. Durch das komplizierte Wahlsystem zog er trotzdem über den nationalen Verhältniswahlkreis ins Parlament ein und wurde zum Minister für Geheimdienst und 2002 wurde er Außenminister seines Landes, das Amt hatte er bis zu seiner Ernennung zum Vizepräsidenten der EU-Kommission(2004) inne, sein Nachfolger ist Gianfranco Fini.

Politische Karriere in Europa

Im November 2004 wurde Frattini als künftiger EU-Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit und als Vizepräsident vorgeschlagen. Zunächst sollte dies Rocco Buttiglione werden, der jedoch wegen diverser Äußerungen umstritten war. Seit dem 18. November 2004 bekleidet er dieses Amt.

Im Februar 2006 sorgte er für Wirbel, als er eine Studie zur umstrittenen Vorratsdatenspeicherung, welche alle EU-Bürger betrifft, verweigerte und dies damit begründete, dass eine kurzfristige Folgenabschätzung "keinen Mehrwert" bringen würde.

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