| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt | |
| Koordinaten: | 49° 32′ N, 8° 21′ O | |
| Höhe: | 96 m ü. NN | |
| Fläche: | 43,76 km² | |
| Einwohner: | 46.938 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1073 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67227 | |
| Vorwahl: | 06233 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FT | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 11 000 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt, Eppstein, Flomersheim, Mörsch, Studernheim | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 2–7 67227 Frankenthal (Pfalz) |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Theo Wieder (CDU) | |
| Lage der Stadt Frankenthal in der Rhein-Neckar-Region | ||
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Die kreisfreie Stadt Frankenthal (Pfalz) liegt im Nordosten der Pfalz zwischen den Städten Worms und Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Sie gehört zu den traditionsreichsten Städten im Rhein-Neckar-Raum und entwickelte sich im Bannkreis der alten Kulturzentren Worms, Heidelberg und Speyer.
Frankenthal gehört zur Metropolregion Rhein-Neckar und bildet mit einer großen Anzahl von benachbarten Kommunen den als Rhein-Neckar-Dreieck bekannten Wirtschaftsraum.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Pfälzerwald im Westen und Odenwald im Osten. Durch Frankenthal fließt die Isenach, die kurz drauf in den Rhein mündet. Auf der Gemarkung der Stadt liegt der tiefste Punkt der Pfalz (87,3 m). Dieser befindet sich nur wenige hundert Meter vom Rhein entfernt auf einem Kartoffelacker des Klosgartenhofes, eines landwirtschaftlichen Betriebes im nordöstlichen Vorort Mörsch an der Grenze zum Ludwigshafener Stadtteil Pfingstweide. Den höchsten Punkt bildet mit 117,25 m ü. NN der Monte Scherbelino - ein kleiner Hügel am städtischen Strandbad.
| 772 | Erste urkundliche Erwähnung als Franconodal |
| 1119 | Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts |
| 1562 | Niederlassung von 58 calvinistischen Flüchtlingsfamilien in Frankenthal Abschluss einer „Capitulation“ hierüber mit Kurfürst Friedrich III. |
| 1577 | Verleihung der Stadtrechte |
| 1718 | Beginn der Stadtbefestigung unter Kurfürst Karl III. Philipp |
| 1755 | Gründung der Porzellanmanufaktur (Frankenthaler Porzellan) |
| 1770-73 | Bau des Wormser und Speyerer Tors (beide bis heute erhalten) |
| 1772-81 | Bau eines Kanals zum Rhein (1955 zugeschüttet) |
| 1919 | Eingemeindung von Flomersheim, Mörsch und Studernheim |
| 1943 | Bei einem Bombenangriff Zerstörung der Innenstadt zu etwa 90 % |
| 1969 | Eingemeindung von Eppstein |
In einer Urkunde des Klosters Lorsch aus dem Jahr 772 wird die Gemeinde, die ursprünglich Franconodal hieß und eine fränkische Gründung aus dem späten 5. Jahrhundert ist, erstmals erwähnt. Bis ins 12. Jahrhundert bleibt der Ort allerdings abseits des großen Geschehens.
Erst die Gründung eines Augustiner-Chorherrenstifts durch den Wormser Adligen Erkenbert im Jahre 1119 und eines Frauenstifts durch seine Gattin Richlindis sechs Jahre später führt zu einer grundlegenden Veränderung des dörflichen Lebens. Vor allem das Chorherrenstift entwickelt sich sehr schnell zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum, das in die gesamte Region ausstrahlt. Frankenthal erlebt seine erste Blütezeit. Von besonderer Bedeutung ist das Skriptorium des Klosters, in dem zahlreiche kunsthistorisch wertvolle Handschriften entstehen.
Während das Frauenstift bereits im 15. Jahrhundert geschlossen wird, besteht das Chorherrenstift bis ins 16. Jahrhundert. 1562 wird es allerdings durch Kurfürst Friedrich III. aufgehoben und einer Gruppe flämischer Flüchtlinge zur Verfügung gestellt, die ihre Heimat wegen ihres reformierten Glaubens hatten verlassen müssen. Die kleine Gemeinde, unter deren Mitgliedern sich zahlreiche Maler, Gold- und Silberschmiede, Gobelinwirker, Textilfabrikanten und Kaufleute befinden, prosperiert schnell und wird bereits im Jahre 1577 zur Stadt erhoben.
Doch dieser Aufschwung hält nicht allzu lange an. Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts zur stärksten linksrheinischen Festung der Kurpfalz ausgebaut, gerät Frankenthal schnell in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges und des Pfälzischen Erbfolgekrieges und wird im September 1689 von französischen Truppen in Brand gesteckt und fast völlig zerstört.
Dem Niedergang folgt aber bald ein neuer Aufschwung. Im 18. Jahrhundert wird Frankenthal dritte Hauptstadt der Kurpfalz und avanciert zum Experimentierfeld staatlich-merkantilistischer Wirtschaftsförderung. Über 20 Manufakturen entstehen in der Stadt. Sie stellen vor allem Galanteriewaren her. Unter ihnen befindet sich auch eine Glockengießerei, auf die die heutigen metallverarbeitenden Betriebe der Stadt zurückgehen. Besondere Bedeutung erlangt auch die 1755 errichtete Porzellanmanufaktur, die zwar nur 45 Jahre Bestand hat, deren Produkte aber noch heute weltweiten Ruf genießen und als wertvolle Antiquitäten gehandelt werden. Ein Kanal, 1781 vollendet, verbindet Frankenthal mit dem nahen Rhein.
Die Wirren der Französischen Revolution bereiten auch dieser dritten Blütezeit ein jähes Ende. Von 1798 bis 1815 befindet sich Frankenthal unter französischer Verwaltung und ist Kantonshauptstadt im Département Mont Tonnerre. Nach dem Wiener Kongress wird die Pfalz bayerisch, Frankenthal aber bleibt lange Zeit ein „unbedeutendes Landstädtchen“, wie ein zeitgenössischer Beobachter notiert.
Erst mit der Industriellen Revolution stellt sich neuer Aufschwung ein. Durch die Gründung der Firmen KKK, Albert, KSB und Bettinger & Balcke in den Jahren 1859-1899 wird die Stadt zu einem bedeutenden Zentrum der metallverarbeitenden Industrie. Die in Frankenthal hergestellten Pumpen, Turbinenkessel und Druckmaschinen genießen weltweiten Ruf. Auch die Zahl der Einwohner steigt rapide an: 1850 sind es 4.767, fünfzig Jahre später 16.899, heute etwa 50.000.
Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete und längst zu eng gewordene Stadtmauer wird um die Wende zum 20. Jahrhundert bis auf geringe Reste beseitigt, die Innenstadt dicht bebaut. 1919 werden die drei nahe der Stadt liegenden Dörfer Flomersheim, Mörsch und Studernheim eingemeindet. Neubaugebiete und neue Industrien entstehen.
Am 23. September 1943 wird Frankenthal durch Bomben stark zerstört und verliert einen Großteil seiner älteren Bebauung. Die Stadt kann in den 1950er und 1960er Jahren aber sehr schnell wieder an ihre wirtschaftlichen und urbanen Traditionen anknüpfen.
Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform in Rheinland-Pfalz wird Eppstein im Jahre 1969 eingemeindet.
Frankenthal, so schwärmte der Dichter August von Platen im Jahre 1815, sei ein „gar so schöngebautes Städtchen“, eines der schönsten in der ganzen Pfalz. Ob dies heute noch stimmt, darf bezweifelt werden, ist die Stadt doch nach dem Zweiten Weltkrieg wie viele Städte in typischer Nachkriegsarchitektur wieder aufgebaut worden.
Im Jahr 2000 hat der amtierende OB Theo Wieder die Frankenthaler Bürgerprojekte ins Leben gerufen. Ziel ist es jedes Jahr zwei Projekte zu realisieren die über städtische Mittel nicht realisiert werden können, aber deren Umsetzung wünschenswert sind und die die Attraktivität der Stadt steigern.
Im Jahr 2002 fand das 425jährige Stadtbubiläum statt. Anlässlich des Festjahres säumten zahlreiche von Privatpersonen und Firmen gekaufte und kreativ bemalte und gestaltete Löwen das Stadtbild - insgesamt 149.
Die Stadt Frankenthal besteht aus der Stadt Frankenthal und vier Ortsbezirken (Einwohnerzahl mit Hauptwohnung am 31. Dezember 2006[1]).
Wahlergebnis der Wahl zum Stadtrat am 13. Juni 2004:
Beschreibung: In Schwarz ein rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, der in der erhobenen rechten Tatze einen goldenen Reichsapfel und mit der linken einen roten Schild trägt. Im Schild ist ein dreieckiger, mit der Spitze nach oben gekehrter goldener Eckstein zu sehen.
Begründung: Der Wappenschild mit dem Eckstein soll der jungen Stadt Frankenthal 1570 von Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz verliehen worden sein. Die Deutung ist umstritten und schwankt zwischen Dreiherrenstein und stilisierter Pflugschar, letzteres unter Berufung auf das älteste Grundbuch Frankenthals von 1597. Wahrscheinlicher ist eine theologische Deutung: Gemäß dem Leitwort der reformierten Glaubensflüchtlinge "Christus is de enige Sthen, darup syne Gemeente rust" oder gemäß der Devise "Gott ist unser Eckstein". Ferner wird es nachträglich als Hinweis auf die drei Frankenthaler Kirchengemeinden, die niederländische, die wallonische und die deutsch-reformierte, gedeutet.
Offizielle:
| Colombes, Frankreich seit 26.10.1958 | |
| Strausberg, Deutschland (Brandenburg) seit 16.10.1990 | |
| Sopot, Polen seit 17.04.1991 |
Partnerschaftliche Beziehungen:
| Gemeinde Butamwa, Ruanda seit 15.12.1982 |
Städtefreundschaften:
| Berlin-Neukölln, Deutschland (Berlin) | |
| Puschkin, Russland | |
| Blumenau, Brasilien |
In Frankenthal haben folgende bedeutende Unternehmen ihren Hauptsitz:
Außerdem bestehen Produktionsstätten zahlreicher Unternehmen:
Sowohl im Individual- als auch im öffentlichen Personennahverkehr verfügt die Stadt über gute Verkehrsanbindungen. Unmittelbar nördlich von Frankenthal liegt die Anschlussstelle Frankenthal-Nord der A 6 (Saarbrücken–Mannheim); von Süden her wird die Stadt über die B 9 (Speyer–Worms) erreicht. Am Bahnhof Frankenthal halten auf der Strecke der Fernverbindung Ludwigshafen am Rhein–Mainz Regionalzüge im Rheinland-Pfalz-Takt.
| Commons: Frankenthal (Pfalz) – Bilder, Videos und Audiodateien |
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