Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahnhof

Flughafen Fernabhnhof
Frankfurt Flughafen Fernbahnhof Außenaufnahme
Bahnhofsdaten
Kategorie Fernverkehrsknoten
Art

Durchgangsbahnhof

Bahnsteiggleise

4

Abkürzung

FFLF

Webadresse

www.bahnhof.de

Architektonische Daten
Eröffnung

1999

Stadt Frankfurt am Main
Bundesland Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Hessen bzw. Liste der SPNV-Stationen in Hessen
Frankfurt Flughafen Fernbahnhof Verteilerebene
Frankfurt Flughafen Fernbahnhof Verteilerebene
Mittelbahnsteige (1)
Mittelbahnsteige (1)
Mittelbahnsteige (2)
Mittelbahnsteige (2)

Der Bahnhof Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahnhof ist der größte Flughafenbahnhof Deutschlands mit täglich ca. 20.000 Reisenden und wurde als Erweiterung zu dem bereits vorher vorhandenen Bahnhof am Rhein-Main-Flughafen (jetzt Frankfurt (Main) Flughafen Regionalbahnhof) gebaut. Die Notwendigkeit eines zweiten Bahnhofes am Rhein-Main-Flughafen ergab sich durch den Neubau der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln–Rhein-Main-Gebiet.

Inhaltsverzeichnis

Ausgestaltung und Lage

Der Bahnhof hat zwei Richtungsbahnsteige als Mittelbahnsteig mit je zwei Gleisen. Die Gleise tragen die Nummern 4 bis 7, schließen sich damit an die Nummern 1 bis 3 des seit 1972 existierenden Regionalbahnhofs an. Von Gleis 6 und 7 kommt man nach Westen auf die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main, von Gleis 4 und 5 nach Osten entweder ins Frankfurter Zentrum (Hauptbahnhof bzw. Südbahnhof) oder auf die Riedbahn Richtung Mannheim.

Der Fernbahnhof mit den Gleisbezeichnungen „Fern 4“ bis „Fern 7“ liegt im Gegensatz zum Regionalbahnhof (Gleise 1 bis 3) oberirdisch und wird ausschließlich von Fernverkehrszügen angefahren. Der Fernbahnhof liegt außerdem etwas außerhalb des Flughafens, zwischen der Bundesautobahn 3 und der parallel dazu verlaufenden Bundesstraße 43 und ist von der Abflugebene aus zu Fuß und mit Rollsteigen über eine große Brücke über die Autobahn zu erreichen. Auf der Nordseite gibt es zwar eine Straßenzufahrt, die Türen dorthin sind jedoch verschlossen.

In einem Geschoss zwischen Bahnsteigen und Verteilerebene gibt es eine DB Lounge für Reisende erster Klasse und Vielfahrer. Diese kann auch per Aufzug direkt vom Bahnsteig 6/7 erreicht werden. Auf der Verteilerebene kann man sich direkt zum Flug einchecken.

Der Bahnhof gehört zum Bahnhofsmanagement Frankfurt (M), bildet allerdings zusammen mit dem Flughafen Regionalbahnhof sowie Hanau Hbf die Organisationseinheit (OE) Frankfurt (M) Flughafen innerhalb des Bahnhofsmanagements.

Geschichte

Der 660 m lange und bis zu 55 m breite Bahnhof wurde nach knapp vier Jahren Bauzeit im Jahr 1999 eröffnet. Er hat ungefähr 200 Millionen Euro gekostet. Der gesamte Bahnhof ist nach außen hin verglast und wirkt offen. Den oberen Abschluss in 12,5 m Höhe bildet eine 30 cm dicke Stahlbetonplatte. Die Platte liegt auf stählernen Längsträgern, die ihre Lasten auf 4,5 m hohe Fachwerkträgern abtragen. Diese überspannen den Bahnhof in Querrichtung mit einer maximalen Stützweite von zirka 50 m und sind in einem Abstand von 15 m angeordnet. Die Fachwerkträger sind statisch für eine nachträgliche mehrgeschossige Bebauung ausgelegt. Bis Anfang 2007 befand sich über dem Bahnhof in Gebäudemitte nur eine große Öffnung mit einer zweiachsig gekrümmten Glaskuppel. Die hat eine maximale Höhe von 15 m bei einer Länge von 135 m und einer Breite von 40 m.

Am 1. März 2007 fand die Grundsteinlegung zur Bebauung der Deckenplatte über dem Bahnhof statt. Etwa 2009 soll das Airrail Center, ein neungeschossiger Komplex mit über 8 ha Bürofläche, 550–700 Hotelzimmern, Gastronomie und Einzelhandel, fertiggestellt sein; die Glaskuppel bleibt dabei in dessen Zentrum erhalten und wird an den Stirnseiten an die Foyers des Hotels und des Bürotraktes angeschlossen.

Seit der Eröffnung der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main (2002) fahren Direktzüge vom Fernbahnhof in etwa einer Stunde nach Köln. Die meisten großen deutschen Städte und einige Städte aus dem nahen Ausland sind von hier aus direkt zu erreichen.

Die Gestaltung des Gebäudes wurde 2003 mit einem Sonderpreis des Renault Traffic Design Award ausgezeichnet.

Siehe auch

Weblinks

Quelle:
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