Frankfurt-Riederwald

Riederwald
Stadtteil von Frankfurt am Main
Wappen Karte
Wappen Karte
Basisdaten
Fläche: 3,660 km²
Einwohner: 4.932
Bevölkerungsdichte: 1.348 Einwohner/km²
Postleitzahlen: 60386
Vorwahlen: 069
Gliederung
Ortsbezirk: 11 – Ost
Stadtbezirke:
  • 262 - Riederwald
Website
Torhaus Schäfflestraße
Torhaus Schäfflestraße

Der Riederwald ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main, der 1910 als Arbeitersiedlung gegründet wurde.

Mit weniger als 5000 Einwohnern und einer Fläche von 366 ha ist der Riederwald einer der kleineren Frankfurter Stadtteile. Er zeichnet sich besonders durch seine Siedlungsarchitektur aus, die in den Jahren 1910 bis 1928 entstanden ist und in großen Teilen bis heute unverändert erhalten blieb. An seiner nördlichen Grenze zu Seckbach liegt das Feuchtbiotop Riederbruch. Dahinter der Betriebshof Ost und das Riederwaldstadion, ein Trainingsgelände der Eintracht Frankfurt. Die Industriegebiete von Seckbach im Norden und Fechenheim und dem Frankfurter Osthafen im Süden grenzen an den Stadtteil. Im Westen, jenseits der Autobahntrasse der A 661 – mit der Straße Ratsweg fängt das Ostend an – liegt der Ostpark. Nordwestlich liegt Bornheim, mit dem Festplatz am Ratsweg, an dessen Rand sich auch die Eissporthalle befindet.

Verkehr

Mit den Haltestellen "Johanna-Tesch-Platz" und "Schäfflestraße" ist der Riederwald an das U-Bahn-Netz angebunden.

Langjährige Pläne sehen vor, die Lücke zwischen den Autobahnen A 66 und A 661 durch einen Tunnel unter dem Riederwald zu schließen. Diese Pläne stoßen bei Teilen der Anwohner auf Kritik. Befürworter glauben an eine Entlastung der häufig vom Verkehr überlasteten Straße "Am Erlenbruch".


Straßennamen

Fast alle Straßen im Riederwald wurden nach Nationalökonomen benannt. Im ältesten, genossenschaftlich erschlossenen Siedlungsteil wurden vor allem Pioniere der Genossenschaftsbewegung geehrt (Raiffeisen-, Schulze-Delitzsch-, Dunckerstraße). Im östlichen Teil des Riederwaldes, in dem hauptsächlich die kommunale Wohnungsgesellschaft AGB baute, dominieren Bezeichnungen nach Volkswirtschaftlern und Wirtschaftswissenschaftlern (Karl-Marx-, Lasalle-, Thünenstraße).

Alle Straßen hießen zunächst nach Männern. Durch die nachträglich eingeführte Bezeichnung Johanna-Tesch-Platz wird inzwischen auch eine Frau geehrt. Die Frankfurterin Johanna Tesch gründete eine Gewerkschaft für Hausangestellte, gehörte 1919 für die SPD der verfassunggebenden Nationalversammlung der Weimarer Republik an und wurde außerdem in den ersten Reichstag gewählt. An ihrem Wohnhaus im Stadtteil Riederwald (Am alten Volkshaus 1) befindet sich eine Gedenktafel, die an ihre Verschleppung durch die Nazis ins KZ Ravensbrück erinnerte, wo sie 1945 umkam (http://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Tesch).

Im Nationalsozialismus erhielten jene Straßen, die nach Juden, Sozialdemokraten oder Sozialisten benannt waren, neue Namen. So wurde 1935 aus der Max-Hirsch-Straße (benannt nach dem Juden Max Hirsch, einem sozialliberalen Gewerkschaftspionier) eine Tilsiter Straße. Ihre "großdeutsche Gesinnung" unterstrichen die Nazis, indem sie die Karl-Marx-Straße in eine Brombergstraße und den Engelsplatz in einen Memelplatz verwandelten. (Diese beiden Städte lagen außerhalb der damaligen Reichsgrenze in Polen bzw. Litauen.) 1945 wurden die Umbenennungen wieder rückgängig gemacht. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_Frankfurter_Stra%C3%9Fennamen).

Weblink

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Quelle:
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