Frankfurt-Sossenheim

Sossenheim
Stadtteil von Frankfurt am Main
Wappen Karte
Wappen Karte
Basisdaten
Fläche: 5,969 km²
Einwohner: 15.423
Bevölkerungsdichte: 2.584 Einwohner/km²
Postleitzahlen: 65936
Vorwahlen: 069
Gliederung
Ortsbezirk: 6 – West
Stadtbezirke:
  • 631 - Sossenheim-West
  • 632 - Sossenheim-Ost
Website

Sossenheim ist seit 1928 Stadtteil von Frankfurt am Main. Es liegt im Nordosten des Ortsbezirks Frankfurt-West und bildet einen Teil der Nordwest-Grenze der Stadt Frankfurt am Main. Die anliegenden Stadtteile und Gemeinden sind im Westen Frankfurt-Unterliederbach und Frankfurt-Höchst, im Norden Eschborn, im Osten Frankfurt-Rödelheim und im Süden Frankfurt-Griesheim und Frankfurt-Nied.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Infrastruktur

Der Stadtteil mit vielen Wohn-Siedlungen aus den 1970er Jahren liegt direkt an der Bundesautobahn 66 im Norden und an der Bundesautobahn 648 im Osten. Von vielen Autofahrern, vor allem aus dem angrenzenden Eschborn, wird der Stadtteil als Durchgang verwendet, weshalb er zur Berufszeit ähnlich belebt wie die Innenstadt ist.

Bevölkerung

Laut Statistik hatte Sossenheim 2002 000000000015079 15.079 Einwohner, wovon 29,6 % Zuwanderer sind. Von den 2572 im Stadtteil lebenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 – 27 Jahren sind 1043 (ca. 40,5 %) Migranten [1]. Der überwiegende Teil der Migranten lebt in einer der Siedlungen. Der alte Kern wird von der deutschen Bevölkerung bewohnt.

Dem gleichen Bericht ist zu entnehmen, dass die Wohngebiete Robert-Dißmann-Straße/Toni-Sender-Straße („Tatzelwurm“) und die Carl-Sonnenschein-Straße in der Sozialraumanalyse zu der Gruppe mit hoher Problemdichte, sowie die Otto Brenner Siedlung mit mittlerer Problemdichte belastet sind. Nach Einschätzung des Sozialrathauses folgt der Dunantring und die Schaumburger Straße mit noch zu benennender Stärke der Problemdicht. [2]

Last Exit Sossenheim

Chlodwig Poth dokumentierte das wilde Architekturgemisch in Sossenheim in der Bilderreihe Last Exit Sossenheim, die er von 1990 bis zu seinem Tod 2004 allmonatlich in der Satirezeitschrift Titanic. Vor dem Hintergrund Sossenheimer Schauplätze zeichnete er darin anonyme Zeitgenossen, denen er Gedanken und Dialoge zuschrieb. Die Ideen dazu kamen teilweise aus Gesprächsfetzen, die er beispielsweise bei Busfahrten mithörte respektive mitanhören musste, wie er selbst erklärte. Die Rockband Die Quietschboys haben ein ganzes Lied Frankfurt-Sossenheim gewidmet, in dem sie besingen, wie schön Sossenheim doch sei.

Religion

Nothelferkapelle am Kapellenberg
Nothelferkapelle am Kapellenberg

Auf dem Sossenheimer Friedhof ist der durch zahlreiche Portraits und Gemälde zur Frankfurter Schirn bekannte Maler Wilhelm Runze (1887–1973) begraben.

Die Nothelfer-Kapelle am Ortsausgang Richtung Höchst wurde 1755 erstmals unter Pfarrer Johann Peter Becker errichtet. 1883 erfolgt durch Pfarrer Jakob Mitnacht unter der Mithilfe vieler Bürger des Stadtteils der Wiederaufbau in neugotischem Stil. Sie dient als Flurkapelle bei Prozessionen und zur Anrufung der 14 Nothelfer.

Weblinks

Commons
Commons: Category:Frankfurt-Sossenheim – Bilder, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Amt12 Jugendamt – Jugendhilfeplanung
  2. Die Stärke der Problembelastung setzt sich aus unterschiedlichen Indikatoren zusammen; als Anteil von: Migranten, Menschen, die Sozialhilfe erhalten.

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