Freie Hardware

Anlehnend an Freie Open Source Software und Open Content ist Freie Hardware Hardware, welche aufgrund von Bauplänen realisiert wurde, die einer freien Lizenz unterliegen.

Diese „Hardware“ muss nicht zwingend mit EDV zu tun haben. Beispielsweise versucht das Projekt OScar (Akronym für „OpenSource Car“) freie Baupläne für ein Auto zu entwickeln. Auch die unter einer freien Lizenz veröffentlichten Rezepte von OpenCola und dem Bier Vores Øl könnte man als Freie Hardware bezeichnen.

Weitere Beispiele sind

  • das Projekt freedom-cpu, das eine freie 64-Bit-CPU entwickeln und Linux darauf portieren will,
  • das Projekt Open Cores, in welchem nicht nur CPUs wie der OpenRISC-Prozessor, sondern auch generell Mikrochips verschiedenster Art (wie z. B. ein USB Kommunikations-Controller) entwickelt wurden und weiter entwickelt werden,
  • das Projekt OpenBook, das zum Ziel hat, ein dem 100-Dollar-Laptop ähnlichen Tablet PC zu entwickeln
  • das dem OpenBook ähnliche Projekt GNUbook, welches eine frei und offen erhältliche Bauanleitung für einen Desktop PC zur Verfügung stellt.
  • das Open Prosthetics Project, welche Prothesen entwickelt

Auch das Projekt LinuxBIOS, welches zum Ziel hat, das proprietär mitgelieferte BIOS zu ersetzen, wird als freie Hardware bezeichnet. Allerdings ist hierbei anzumerken, dass die Grenzen zwischen Hardware und Software immer mehr verwaschen, da viele als Hardware bezeichnete Produkte - wie zum Beispiel FPGAs oder das BIOS - immer mehr frei programmierbare Speicherbausteine enthalten. Während zu den Anfängen der Computer das BIOS vollständig in einem ROM gespeichert und somit untrennbar in der Hardware verankert war, ist dieses inzwischen, analog zu jeder anderen Software, vollständig austauschbar[1]

Als eines der ersten Computer in Serienproduktion wird das gemeinnützige Projekt 100-Dollar-Laptop alle seine Computer mit LinuxBIOS ausstatten. Bei einer geplanten Produktionsmenge von 100-200 Millionen Stück wird das BIOS wohl insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern große Verbreitung finden, und damit einen Beitrag zur Entwicklungshilfe leisten.

Am 14. Februar 2006 hat die Firma Sun Microsystems überraschenderweise das Design ihrer bekannten SPARC-Prozessorarchitektur unter dem Namen OpenSPARC gänzlich offengelegt und unter der freien Software-Lizenz GNU General Public License der Allgemeinheit zugänglich gemacht.

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  1. FSF: „Campaign for Free BIOS“ (englisch).
Quelle:
Artikel Freie Hardware aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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