Freisprechanlage

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Freisprechanlagen werden meist in Fahrzeugen eingebaut. Sie erlauben es über Mikrofon und Lautsprecher zu telefonieren, ohne den Hörer in die Hand nehmen zu müssen.

In Deutschland ist es für den Fahrer eines Kraftfahrzeuges seit dem 1. Februar 2001 verboten, (das sogenannte „hand-held-Verbot“ ), während der Fahrt ohne Freisprechanlage zu telefonieren. Durch den Einbau von Freisprechanlagen wird das Unfallrisiko durch Ablenkung des Fahrers vermindert bzw. die Sicherheit während der Fahrt erhöht.

Verstöße gegen dieses Verbot werden mit einem Verwarnungsgeld geahndet. Am 1. April 2004 wurden die Strafen verschärft, indem die Geldbußen erhöht wurden und der Kraftfahrzeugführer zusätzlich einen Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister erhält. Auch in anderen Ländern gelten teilweise strenge Regelungen.

Unterschiede

Man unterscheidet bei Freisprechanlagen im Wesentlichen zwischen „Plug and Play„- und Festeinbaulösungen.

„Plug and Play“-Freisprechanlagen werden in den Zigarettenanzünder des jeweiligen Fahrzeuges eingesteckt und müssen dann mit dem Mobiltelefon verbunden werden. Mikrofon und Lautsprecher sind häufig im Gerät integriert.

Konventionelle Freisprechanlagen werden hauptsächlich in Fahrzeugen verbaut. Sie erlauben es, über ein Mikrofon und die Fahrzeuglautsprecher zu telefonieren, ohne den Hörer in die Hand nehmen zu müssen. Die Bedienung ist entweder über das Mobiltelefon, über die Freisprechanlage und/oder über die Lenkradtasten des Fahrzeugs möglich.

Aktuelle Entwicklung

Man unterscheidet heute im Wesentlichen zwei Arten von Freisprechanlagen: Haltergebundene und halterlose Lösungen.

Bei haltergebundenen Lösungen ist ein Halter notwendig, in den das Mobiltelefon eingesteckt werden kann, für jeden Mobiltelefontyp ein anderer Halter.

Der heutige Trend geht jedoch in Richtung halterlose Lösungen. Hierbei kommuniziert das Mobiltelefon mit der Freisprechanlage meist über Bluetooth. Das Mobiltelefon kann sich dabei irgendwo im Fahrzeug befinden, z.B. in der Manteltasche oder im auch Kofferraum. Lästige Kabel im Fahrzeug gehören damit der Vergangenheit an. Immer mehr an Bedeutung gewinnt hier das SIM Access Profile (SAP), auch rSAP genannt, das gegenüber dem Hands-Free-Profile deutliche Vorteile bietet, wie z.B. die Nutzung der Aussenantenne des Kfz.

Erste Entwicklungen gehen bereits soweit, daß es mit einer Freisprechanlage möglich wird, MP3Dateien des Mobiltelefons oder Navigationsanweisungen, einer auf dem Mobiltelefon befindlichen Navigationssoftware, über die Fahrzeuglautsprecher auszugeben. Letzteres gilt hauptsächlich für sogenannte Smart-Phones (Mobiltelefone).

Freisprechanlagen werden mittlerweile serienmäßig in fast allen Fahrzeugtypen verbaut. Angefangen bei Mittelklassefahrzeugen, über Oberklassefahrzeuge, bis hin zu Nutzfahrzeugen. Hersteller wie FwD (Funkwerk Dabendorf), Parrot, Hama, Nokia, THB u.a. bieten verschiedene Typen von Freisprechanlagen an.

Weblinks

Quelle:
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