Der Frieden von Basel bezeichnet zwei verschiedene Friedensverträge:
Preußen waren ein starker Auftritt in den russisch-österreichischen Verhandlungen über die zweite Teilung Polens sehr wichtig. Weiterhin waren aufgrund des militärischen Einsatzes der preußischen Armee auf zwei Kriegsschauplätzen (Frankreich und Polen) die Finanzen Preußens erschöpft. Die Truppen konnten nur noch durch finanzielle Unterstützung aus England im Feld gehalten werden. Als England seine Zahlungen einstellte, ließ sich König Friedrich Wilhelm II zu Friedensverhandlungen mit Frankreich bewegen. Es schloß mit Frankreich den Sonderfrieden von Basel ab. Hierfür gab es das linke Rheinufer preis und ließ sich hierfür Entschädigungen auf rechtsrheinischen Gebiet zusichern. Ganz Norddeutschland wurde unter preußischer Garantie neutralisiert. Die nun folgende zehnjährige Friedenszeit ermöglichte in Norddeutschland die Blüte deutscher Klassik in dem durch keinerlei kriegerische Auseinandersetzungen gestörten Weimar. Preußen hatte allerdings mit diesem Friedensschluß seine Verpflichtungen den Bundesgenossen und dem Reich gegenüber erheblich verletzt. Der Frieden von Basel hat dem Ansehen Preußens lange Zeit geschadet.
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