Friedrich II. (Meißen)

Friedrich II. der Ernsthafte (* 30. November 1310 in Gotha; † 18. November 1349 auf der Wartburg), auch der Magere genannt, war Landgraf von Thüringen und Markgraf von Meißen.

Er wurde 1310 als Sohn Friedrich des Freidigen (d. i. der Gebissene) und der Elisabeth von Arnshaugk geboren.

1323 trat er als Alleinerbe unter Vormundschaft seiner Mutter die Nachfolge seines verstorbenen Vaters in der Markgrafschaft Meißen und der Landgrafschaft Thüringen an. Nachdem er 1329 mündig geworden war, hatte er vieljährige Kämpfe mit Vasallen und Nachbarn zu bestehen, namentlich mit den Grafen von Weimar-Orlamünde und den Grafen von Schwarzburg im Thüringer Grafenkrieg 1342–1345. Nach dem Tode seines Schwiegervaters, des Kaisers Ludwig IV., des Bayern, suchte ihn die bayrische Partei zur Annahme der deutschen Krone zu bewegen, jedoch misstraute er dem Wankelmut seiner Wähler und lehnte dieses Ansinnen zugunsten Karls IV. von Luxemburg ab. Friedrich II. beschränkte sich darauf, seine Herrschaft zu konsolidieren und gegen die von Karl IV. ausgehende Gefahr zu verteidigen. Bei einem Treffen 1348 in Bautzen erkannten beide die bestehenden Besitzstände an.

Friedrich starb am 18. November 1349 auf der Wartburg. Aus seiner Ehe mit Mathilde (1309–1346), der Tochter von Kaiser Ludwig dem Bayern, die er 1328 zu Nürnberg geheiratet hatte, entstammten neun Kinder:


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