Funkzelle

Eine Funkzelle (kurz Zelle) ist der Bereich, den die Basisstation (Sendemast) eines Mobilfunknetzes abdeckt.

Durch ein dichtes Netz von Basisstationen kann die gesamte Fläche des Netzes abgedeckt werden. Für gewöhnlich überlappen sich die Zellen mehrerer benachbarter Masten. Im Überlappungsbereich sucht das Handy selbstständig und vom Benutzer unbemerkt die Zelle mit dem stärksten Signal aus. Das Wechseln von einer Funkzelle zu einer anderen wird als Handover bezeichnet.

Zur Unterscheidung benachbarter Zellen dient der Color Code, eine Zahl (meist zwischen 0 und 7), die so gewählt ist, dass benachbarte Zellen stets einen unterschiedlichen Color Code haben. Bei nichtüberlappenden Zellen wären nur vier verschiedene Codes nötig (siehe Vier-Farben-Problem, daher der Name). Da sich die Zellen überlappen können, reichen vier Codes nicht aus. Dieses Verfahren ist nicht mit CDMA zu verwechseln, bei dem mehrere Informationsströme mit der selben Frequenz übertragen werden.

Durch die Funkzelle, in der sich ein Handy befindet, lässt sich dessen Position feststellen, auch wenn gerade nicht telefoniert wird, je dichter die Basisstationen sind, desto genauer. Zu diesem Zweck wird an das Handy eine heimliche Aufforderung, sich zu identifizieren, ("stealthy ping") gesendet. Wenn das Handy eingeschaltet ist, antwortet es vom Benutzer unbemerkt und kann durch die Basisstation, die die Antwort erreicht, lokalisiert werden.

Im Vergleich zu einem Netz mit einem einzelnen Sender hat ein zellulares Netz einen geringeren Energieverbrauch, da die Sendeleistung nur so hoch sein muss, um auch den Rand der Zelle ausreichend zu versorgen. Je dichter das Netz ist, desto geringer ist der Gesamtenergieverbrauch.

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