| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Göppingen | |
| Koordinaten: | 48° 42′ N, 9° 39′ O | |
| Höhe: | 323 m ü. NN | |
| Fläche: | 59,22 km² | |
| Einwohner: | 57.627 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 973 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 73033–73037 (alt: 7320) | |
| Vorwahlen: | 07161, 07165, 07163 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GP | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 17 026 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 7 Stadtbezirke | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstraße 1 73033 Göppingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Guido Till (SPD) | |
Göppingen ist eine Stadt in Baden-Württemberg, etwa 40 Kilometer östlich von Stuttgart. Sie ist Kreisstadt und größte Stadt des Landkreises Göppingen und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.
Seit 1. April 1956 ist Göppingen Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Schlat, Wäschenbeuren und Wangen hat die Stadt Göppingen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Inhaltsverzeichnis |
Göppingen liegt im Vorland der Schwäbischen Alb, im mittleren Tal der Fils, teils am Hang des Höhenrückens, der vom Hohenstaufen zum Filstal führt.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Göppingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
Ottenbach, Eislingen/Fils, Süßen, Schlat, Eschenbach, Heiningen, Dürnau, Bad Boll, Zell unter Aichelberg, Hattenhofen, Uhingen, Wangen, Rechberghausen, Birenbach und Wäschenbeuren (alle Landkreis Göppingen) sowie Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis).
Das Stadtgebiet Göppingens besteht aus der Kernstadt und den sieben Stadtbezirken Bartenbach, Bezgenriet, Faurndau, Hohenstaufen, Holzheim, Jebenhausen und Maitis, die alle einmal selbstständige Gemeinden waren. Jeder Stadtbezirk verfügt über einen Bezirksbeirat, deren Mitgliederzahl sich nach der Einwohnerzahl des Stadtbezirks richtet. Die Mitglieder der Bezirksbeiräte werden vom Gemeinderat aus dem Kreis der im Stadtbezirk wohnenden wählbaren Bürger nach jeder regelmäßigen Wahl des Gemeinderats neu bestellt.
Zu einigen Stadtbezirken gehören weitere teilweise räumlich getrennte Wohnbezirke oder Wohnplätze mit eigenem Namen. Hierunter gehören Lerchenberg und Krettenhöfe zu Bartenbach, Schopflenberg zu Bezgenriet, Brühlhof, Gotthardshof, Hirschhof, Hohrein, Vaihinger Hof und Ziegelhütte zu Hohenstaufen, Manzen, St. Gotthardt und Ursenwang zu Holzheim sowie Lenglingen zu Maitis. In der Kernstadt werden teilweise weitere Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Zuge der Bebauung ergeben haben, deren Grenzen jedoch meist nicht festgelegt sind. Hierunter gehören Bodenfeld, Reusch, Bürgerhölzle, Schiefergrube und Galgenberg.
Göppingen ist ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum die Stadt Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Göppingen gehören neben Göppingen noch die Städte und Gemeinden im Norden und Westen des Landkreises Göppingen, und zwar Adelberg, Aichelberg, Albershausen, Birenbach, Börtlingen, Bad Boll, Donzdorf, Dürnau, Ebersbach an der Fils, Eislingen/Fils, Eschenbach, Gammelshausen, Gingen an der Fils, Hattenhofen, Heiningen, Lauterstein, Ottenbach, Rechberghausen, Salach, Schlat, Schlierbach, Süßen, Uhingen, Wäschenbeuren, Wangen und Zell unter Aichelberg.
Aus der Hallstattzeit (800–480 v. Chr.) stammen die ersten Siedlungsspuren auf der Markung Göppingen durch die Kelten. Dies belegen 30 Grabhügel im Oberholz, einem Waldgebiet im Norden der Stadt. Vermutlich Mitte des 2. Jahrhunderts wurde an Stelle der Oberhofenkirche ein römischer Gutshof errichtet. Bereits ein Jahrhundert später, während der Merowingerzeit rückten die Alamannen vor, die in der Folgezeit das Filstals besiedelten. Die Endungen der Ortsnamen auf -ingen weisen auf diese alamannischen Siedlungen und Namensgebungen hin; Gründer und Namensgeber von Göppingen war möglicherweise ein alamannischer Fürst namens Geppo.
Der älteste Hinweis auf Göppingen wird in einer im 16. Jahrhundert abgefassten Chronik erwähnt: 1110 überließ Konrad von Württemberg demnach Göppingen dem Kloster Blaubeuren.
Die älteste erhaltene Urkunde, in der Göppingen erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1154 und wurde von Kaiser Friedrich I. Barbarossa ausgestellt. Vermutlich in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhundert entwickelte sich Göppingen zur Stadt. Dabei scheint den späteren Herren von Staufeneck, damals Vögte der Staufer in Adelberg und auf der Burg Hohenstaufen eine besondere Bedeutung zugekommen zu sein. Auf sie geht möglicherweise auch die romanische Bauphase der Oberhofenkirche als dreiapsidiale Basilika zurück. Nach dem Niedergang der Staufer, gelang es 1273 oder 1274 den Württembergern unter Graf Ulrich II. die Stadt in ihren Besitz zu bekommen. Sie wurde bald danach Sitz eines Amtes.
Ab 1396 gab es eine württembergische Münzstätte in Göppingen. 1404 wird zu ersten mal das Sauerbrunnenbad erwähnt (Swalbrunnen), deren heilende Kräfte des schwefelhaltigen Wassers geschätzt wurden. 1425 gab es einen verheerenden Stadtbrand, welches angeblich nur ein Haus überstanden haben soll. Im Jahr 1436 gab Graf Ulrich V. den Befehl zur Erbauung der Oberhofenkirche. 1557 ließ Herzog Christoph das Sauerbrunnenbad ausbauen, das als Christophsbad seither seinen Namen trägt. 1617 wurde von Heinrich Schickhardt die erste Brücke über die Fils gebaut. Ein Jahr später begann er den Bau der Stadtkirche.
Im Dreißigjährigen Krieg litt die Stadt schwer unter der Pest und Plünderungen. Alleine im Jahre 1634/35 gab es fast 1600 Tote. Das Ende dieser dunklen Zeit wird seit 1650 mit wenigen Unterbrechungen jährlich als Maientag gefeiert.
Am 25. August 1782 brannte Göppingen zum zweiten mal beinahe völlig nieder. Die Stadt wurde anschließend im Schachbrettgrundriss nach einem klassizistischen Plan von Johann Adam Groß wieder aufgebaut. Als letztes Gebäude wurde 1785 das Rathaus vollendet.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Amt Göppingen zum Oberamt erhoben.
Mit der Eisenbahn 1847 hielt die Industrialisierung in Göppingen Einzug. 1848 gab es die erste Arbeiterorganisation, 1911 und 1926 wurden die Nebenbahnlinien nach Schwäbisch Gmünd und nach Boll eröffnet.
Nach der ersten Kreisreform im Jahre 1938 wird Göppingen Verwaltungssitz des Landkreises Göppingen, das überwiegend aus den Ämtern Geislingen und Göppingen hervorgeht. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurden bei einem Luftangriff am 1. März 1945 nahezu 300 Einwohner getötet und 212 Gebäude zerstört.
Nachdem die Einwohnerzahl bereits 1901 die Grenze von 20.000 überschritt, wurde Göppingen 1948 zur „unmittelbaren Kreisstadt“ und mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt.
Die Bevölkerung von Göppingen gehörte ursprünglich zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat circus alpes, Landkapitel Göppingen unterstellt. Da die Stadt schon früh zu Württemberg gehörte wurde auch hier ab 1535 durch Herzog Ulrich die Reformation eingeführt, daher war Göppingen über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. In jener Zeit wurde die Stadt Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Göppingen), dessen Dekanatskirche zunächst die Oberhofenkirche, die Graf Ulrich V. von Württemberg 1436 neu erbaute und in ein Chorherrenstift umwandelte, war. In der Stadt selbst gab es nur eine kleine Kapelle St. Maria und Johann Baptist, die Filiale der Oberhofenkirche war. 1618/19 wurde an ihrer Stelle die heutige Stadtkirche erbaut. 1620 wurde die Stadtkirchengemeinde selbständig. Sie ist heute Sitz des Göppinger Dekans. Neben diesen beiden Kirchengemeinden (Stadtkirchen- und Oberhofenkirchengemeinde) wurden im 20. Jahrhundert vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg infolge Zuzugs von Protestanten weitere Gemeinden gegründet. Es entstand die Reuschgemeinde (Kirche von 1930), die Martin-Luther-Gemeinde (Kirche von 1956) und die Waldeckgemeinde (Kirche von 19??). Im Jahre 2005 schlossen sich die Oberhofen- und die Stadtkirchengemeinde zur neuen Evangelischen Stadtkirchengemeinde Oberhofen zusammen. Diese vier Gemeinden der Kernstadt bilden zusammen die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Göppingen. Auch in den Stadtteilen Bartenbach, Bezgenriet, Faurndau (seit 1964 gibt es dort eine zweite Kirche zugleich Gemeindehaus), Hohenstaufen, Holzheim, Jebenhausen, Maitis und St. Gotthardt wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. Daher gibt es auch in diesen Stadtteilen jeweils eine evangelische Kirchengemeinde bzw. Filialkirchengemeinde (Maitis und St. Gotthardt) und eine eigene Kirche. Darüber hinaus entstand für Manzen und Ursenwang 1975 eine eigene Kirchengemeinde (Johannesgemeinde). Alle evangelischen Gemeinden im Göppinger Stadtgebiet gehören zum Dekanat Göppingen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Ferner gibt es in Göppingen Altpietistische Gemeinschaften.
Katholiken gibt es in Göppingen erst wieder seit dem 19. Jahrhundert. Für sie wurde 1869 eine eigene Kirche St. Maria gebaut. 1909 folgte die Josefskirche, die 1977 zur Pfarrei erhoben wurde (1977 wurde die Josefskirche neu erbaut), 1964 die Christkönigskirche (Pfarrei seit 1971; zur Gemeinde gehört auch Bartenbach) und 1971 die Pauluskirche (Pfarrei seit 1973). Auch in einigen Stadtteilen Göppingens entstanden katholische Kirchengemeinden infolge Zuzugs nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Kirche Zur Heiligen Familie in Faurndau wurde 1961 erbaut (Pfarrei seit 1963. Bezgenriet erhielt 1954 die eigene Herz-Jesu-Kirche (Pfarrei seit 1968), Jebenhausen 1959 die Kirche St. Nikolaus von Flüe (Pfarrei Bruder-Klaus seit 1963) und Ursenwang 1969 die Kirche Zum Heiligen Geist (Pfarrei seit 1970). In Hohenstaufen gibt es eigene Gottesdienste in der alten Barbarossakirche. Die Gemeindeglieder gehören aber zur Nachbargemeinde Ottenbach. Alle genannten Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Göppingen innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Sie sind zu drei Seelsorgeeinheiten zusammengeschlossen. St. Maria und Christuskönig Göppingen, St. Josef Göppingen, St. Paul Göppingen und Zum Heiligen Geist Ursenwang sowie Bruder Klaus Jebenhausen, Herz-Jesu Bezgenriet und Zur Heiligen Familie Faurndau.
Ferner gibt es eine Griechisch-Orthodoxe Gemeinde und eine Serbische-orthodoxe Gemeinde.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Göppingen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die Volksmission entschiedener Christen. Auch die Neuapostolische Kirche, die Christengemeinschaft (Michael-Kirche) und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind in Göppingen vertreten.
Folgende Gemeinden wurden nach Göppingen eingegliedert:
Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
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¹ Volkszählungsergebnis
| Wahlergebnisse der Gemeinderatswahlen | |||||
| 24. Oktober 1999 | 13. Juni 2004 | ||||
| Partei | 1999 | Sitze | Partei | 2004 | Sitze |
| CDU | 37 % | 16 | CDU | 37,03 % | 15 |
| SPD | 27 % | 11 | SPD | 25,5 % | 11 |
| FDP/Freie Wähler | 13 % | 5 | FDP/Freie Wähler | 16,16 % | 6 |
| VUB | 8 % | 4 | VUB | 12,27 % | 5 |
| Grüne | 3 % | 1 | Grüne | 9,04 % | 3 |
| Republikaner | 6 % | 2 | Republikaner | ||
| GAL | 6 % | 1 | GAL | ||
| Wahlbeteiligung | |||||
| 45 % | 42,6 % | ||||
Der Gemeinderat besteht seit der letzten Kommunalwahl am 13. Juni 2004 aus 40 Mitgliedern, deren Amtszeit 5 Jahre beträgt. Die CDU ist seit 2004 mit 15 Sitzen die stärkste Partei.
An der Spitze der Stadt Göppingen stand in kaiserlicher Zeit der Vogt, in württembergischer Zeit ab 1319 ein Obervogt. Daneben gab es den Rat und das Gericht. Ferner gab es zwei Bürgermeister. Im 19. Jahrhundert gab es nur noch ein Stadtoberhaupt. Dieses trug seit dem 1819 die Bezeichnung „Stadtschultheiß“, seit 1930 Bürgermeister, und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. April 1956 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“ und der weitere Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.
Seit dem 14. Januar 2005 ist Guido Till Oberbürgermeister. Er konnte sich bei den Wahlen am 24. Oktober 2004 im ersten Wahlgang gegen seinen Vorgänger Reinhard Frank durchsetzen, der seit 1996 amtierte. Als Bürgermeister wurden vom Gemeinderat für das Dezernat II der Beigeordnete Jürgen Lämmle und für das Dezernat III Olav Brinker gewählt.
Stadtoberhäupter in Göppingen seit 1819
Das Wappen der Stadt Göppingen zeigt unter rotem Schildhaupt in Silber eine liegende schwarze Hirschstange. Die Stadtflagge ist rot-weiß.
Auf dem ersten belegten Stadtsiegel aus dem Jahre 1338 war lediglich eine württembergische Hirschstange abgebildet. Um sich von Hirschstangen-Wappen anderer württembergischer Städte zu unterscheiden, wurde später ein Schildhaupt hinzugefügt. Dieses geänderte Siegel ist erstmals im Jahre 1475 belegt. Zeitweise war der Schildhaupt so groß, dass er zu einer Schildteilung führte. Die Blasonierung des Wappens ist seit 1535 nachweisbar, während die Flaggenfarben bis zum Jahre 1855 zurückverfolgt werden können.
Das Logo der Stadt Göppingen ist in den Stadtfarben Rot-Weiß gehalten und symbolisiert die so genannten Dreikaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen.
Göppingen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
Neben den Partnerstädten bestehen zudem Patenschaften über die heimatvertriebenen Banater Schwaben und seit 1955 jene aus dem Schönhengstgau im Sudetenland.
Die Stadt liegt an der B 10 Stuttgart–Ulm und an der B 297 Lorch-Tübingen. Die nächste Anschlussstelle an die Bundesautobahn A 8 Stuttgart–Ulm liegt etwa 10 km südlich in Aichelberg.
Göppingen ist Haltepunkt an der 1847 eröffneten Strecke der Filstalbahn von Stuttgart nach Ulm (siehe auch Schwäbische Eisenbahn). Auch im westlichen Stadtteil Faurndau gibt es eine Station an dieser Bahnlinie.
Am Bahnhof selbst besteht ein großes Netz an Gleisen, der Bahnhof hat sieben Personenbahnsteige, und zusätzlich eine weit ausgedehnte Rangiergleisanlage, die unter anderem von der in der Nähe des Bahnhofs ansässigen Firma Leonhard Weiss genutzt wird.
Das frühere Sägewerk Weber hatte ebenfalls einen eigenen Gleisanschluss, der nach einer Brücke über die Fils etwa 500 m parallel zur Jahnstraße verlief, nachdem er ins eigentliche Firmengelände mündete, allerdings wurde er Ende der 90er Jahre bei der Modernisierung der Jahnstraße abgebaut.
Ebenso wurde der Gleisanschluss der Firma Schuler im Jahre 2005 abgebaut, sowie der Rest der Gleisstrecke der Hohenstaufenbahn, der noch bis Faurndau existierte. Nach Bad Boll führt die stillgelegte Voralbbahn.
Bis zur Mitte der 90er Jahre war auch noch ein großer Containerbahnhof in Betrieb, der bei seiner Einweihung in den 70er Jahren als einer der modernsten Deutschlands galt.
Im Stadtgebiet selbst versorgen zahlreiche Buslinien den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
Ein Fahrradweg nach Schwäbisch Gmünd befindet sich auf der Trasse der abgebauten Hohenstaufenbahn. Des weiteren gibt es im Stadtzentrum und auf großen Straßen Fahrradwege. Außerdem dürfen Radfahrer auch die meisten Einbahnstraßen in der Innenstadt gegen die Verkehrsrichtung benutzen.
In Göppingen erscheinen als Tageszeitung die „Göppinger Kreisnachrichten – Neue Württembergische Zeitung“, sowie das Amtsblatt der Stadt Göppingen der „GEPPO“.
Göppingen ist Sitz des Landratsamts Göppingen. Sie verfügt über ein Finanzamt, eine Agentur für Arbeit, ein Notariat und ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Ulm und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört. Der Landkreis Göppingen unterhält hier eines seiner beiden Kreiskrankenhäuser, die Klinik am Eichert. Das Christophsbad als Träger der neurologischen, psychiatrischen, psychosomatischen und geriatrischen Krankenhausversorgung hat in Göppingen seit dem Jahre 1852 seinen Sitz.
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Göppingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und des Dekanats Göppingen-Geislingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
| Schulstatistik 2003/04 | |
|---|---|
| Schule | Schüler |
| Allgemeine Gymnasien | 3.508 |
| Realschulen | 1.643 |
| Hauptschulen | 1.203 |
| Grundschulen | 2.225 |
| Förderschulen | 173 |
Göppingen ist Hochschulstandort der Hochschule Esslingen (HSE) im Studienbereich Mechatronik und Wirtschaftsinformatik. Die Zahl der Studenten liegt bei etwa 640.
Die Stadt Göppingen verfügt über folgende Bildungseinrichtungen:
Die Gesamtzahl der Schüler beträgt etwa 8.700. Die Volkshochschule wurde 1946 gegründet und verbucht jährlich 30.000 Unterrichtseinheiten mit über 100.000 Besuchern.
Der Landkreis Göppingen ist Schulträger der drei Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schule, Kaufmännische Schule und Justus-von-Liebig-Schule – Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule im Beruflichen Schulzentrum) sowie der Bodelschwinghschule für Geistig- und Körperbehinderte mit Schulkindergarten und der Wilhelm-Busch-Schule für Sprachbehinderte mit Schulkindergarten.
Die Freie Waldorfschule Filstal im Stadtteil Faurndau sowie das Abendgymnasium der Volkshochschule Göppingen, die Abendrealschule Göppingen und die private Schule für Altenpflege der Wilhelmshilfe e.V. im Stadtteil Bartenbach runden das schulische Angebot in Göppingen ab.
Bekannte Unternehmen in Göppingen sind:
Das bedeutendste Fest der Stadt ist der Maientag. Es ist eines der ältesten Heimatfeste Süddeutschlands und findet jährlich im Monat Mai oder Juni statt. Das erste Mal fand der Maientag am 11. August 1650 als Dankfest statt, um das Ende des Dreißigjährigen Krieges zu feiern. Neben der Feier (Kirmes) auf dem Festgelände vor der Hohenstaufenhalle finden zuvor das Maientagsansingen und ein historischer Umzug statt. Mit einem Feuerwerk wird das Fest abgeschlossen.
Im Stadtkern findet jährlich zum September das Göppinger Stadtfest statt. Weitere Veranstaltungen sind im November das Internationale Tanzturnier um den Stauferpokal und im Mai der Modellbahn-Treff, im Juli der Göppinger FEZ, im August das Fest im Park, im Oktober die Schwäbische Woche, im November die Internationalen Göppinger Theatertage und der Martinimarkt.
Die Stadt Göppingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
In Göppingen gewirkt haben, ohne dort geboren zu sein:
Nach dem Ende seiner Karriere wanderte Jürgen Klinsmann (geboren in Göppingen) in die Vereinigten Staaten aus. Da er dort ein Leben in Ruhe und Frieden leben wollte, wählte er ein Pseudonym: Jay Goeppingen, wobei er „Jay“ in Anlehnung an die englische Aussprache des ersten Buchstabens seines Vornamens und „Goeppingen“ in Anlehnung an seine Heimat gewählt hatte.
Der Roman Lehrerzimmer spielt in Göppingen.
Bartenbach | Bezgenriet | Faurndau | Göppingen | Hohenstaufen | Holzheim | Jebenhausen | Maitis
Adelberg | Aichelberg | Albershausen | Bad Boll | Bad Ditzenbach | Bad Überkingen | Birenbach | Böhmenkirch | Börtlingen | Deggingen | Donzdorf | Drackenstein | Dürnau | Ebersbach an der Fils | Eislingen/Fils | Eschenbach | Gammelshausen | Geislingen an der Steige | Gingen an der Fils | Göppingen | Gruibingen | Hattenhofen | Heiningen | Hohenstadt | Kuchen | Lauterstein | Mühlhausen im Täle | Ottenbach | Rechberghausen | Salach | Schlat | Schlierbach | Süßen | Uhingen | Wangen | Wäschenbeuren | Wiesensteig | Zell unter Aichelberg