| Göteborg | |||
|
|||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Schweden | ||
| Provinz (län): | Västra Götalands län | ||
| Historische Provinz (landskap): | Västergötland, Bohuslän | ||
| Gemeinde (kommun): | Göteborg | ||
| Koordinaten: | 57° 42' 22" N, 11° 57' 13" O | ||
| Einwohner: | 510.491 (31. Dezember 2005 [1]) | ||
| Fläche: | 198 km² | ||
| Bevölkerungsdichte: | 2.578 Einwohner je km² | ||
| Höhe: | 15 m ö.h. | ||
Göteborg ?/i [ˌʝøtəˈbɔrʲ] (dt. veraltet und ndl. Gotenburg, engl. Gothenburg, dän. Gøteborg) ist eine schwedische Großstadt in den Landschaften Västergötland und Bohuslän und Hauptstadt der Verwaltungseinheit Västra Götalands län.
Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrößte Stadt Schwedens. Die Stadt mit der umliegenden Gemeinde gliedert sich in 21 Stadtbezirke. Im Großraum Göteborg leben derzeit 879.298 Menschen.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Im Vergleich etwa zu Stockholm weist Göteborg eine klimatische Gunstlage auf und hat mit einem eisfreien Seehafen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor (Schwerindustrie und Fährschifffahrt).
Die Universitätsstadt liegt an der Westküste Schwedens beiderseits des Flusses Göta älv, der dort in das Kattegat mündet. Die Stadtteile, die sich nördlich des Flusses befinden, liegen auf der Insel Hisingen, die viertgrößte und bevölkerungsreichste Insel Schwedens. Nördlich des Göteborger Hafens befinden sich außerdem die Inseln Tjörn und Orust. Größere Bereiche Hisingens gehören zur Landschaft Bohuslän, während die südlicheren Gebiete Göteborgs in Västergötland liegen.
Der Stadt vorgelagert liegen im Kattegat die Schären (skärgård) mit kleinen und kleinsten felsigen Schäreninseln, die teilweise bewohnt sind.
Es wohnten über mehrere tausend Jahre hinweg Menschen dort, wo Göteborg sich heute befindet. Im Steinzeitalter gab es eine richtige Belagerung am Ausfluss des Göta älvs, im heutigen Stadtteil Sanna. Es befinden sich in Göteborg 11 Petroglyphen, d. h. in Stein oder Fels geritzte bildliche Darstellungen aus prähistorischer Zeit.
Um 1100 flüchteten die Bewohner ca. 40 km weit flussaufwärts wegen zu vieler Plünderungen durch die Seefahrer. Dort entstand Gamla Lödöse (auch Lödöse genannt), Göteborgs älteste Vorgängersiedlung. Ein anderer Vorläufer Göteborgs war die Festung Älvsborg.
Das Delta des Göta älv war zu dieser Zeit Schwedens einziger Zugang zum Atlantik. Da die skandinavische Vormacht des Mittelalters, Dänemark, den Zugang zur Ostsee kontrollierte, hatte der Atlantikhafen für Schweden besondere Bedeutung. Im 13. Jahrhundert wurde die Festung Älvsborg an den Klippen des heutigen Stadtteils Kungsladugård gebaut. Lödöse lag zu weit vom Flussdelta entfernt, weshalb man eine neue Stadt, Neu Lödöse, im Jahr 1473 im Stadtteil Säve baute. Heute befindet sich dort der Stadtteil Gamlestaden.
Um die Festung herum bildete sich in Richtung Westen ebenfalls ein Dorf. Die Festung selbst wurde von den Dänen 1563 und 1612 erobert. Beide Male mussten die Schweden hohe Ablösesummen – Älvsborgs Lösegelder genannt – bezahlen, um die Festung zurück zu bekommen.
Karl IX. legte 1603 eine Stadt auf Hisingen, der viertgrößten Insel Schwedens, im Delta des Göta älv an, die jedoch 1612 von Dänemark im Kalmarkrieg (1611–1613) abgebrannt wurde. Das heutige Göteborg wurde 1619 durch König Gustav II. Adolf gegründet. 1621 bekam Göteborg das Stadtrecht.
Während des 17. Jahrhunderts siedelten sich hier viele protestantische Einwanderer aus den Niederlanden, Deutschland und Großbritannien an, die für Göteborgs schnelle Entwicklung eine große Rolle spielten. König Gustav II. Adolf beschäftigte die Niederländer im Stadtbau, weil sie zu dieser Zeit Spezialisten im Bauen auf Marschboden waren. Sie bekamen dafür unter anderem wirtschaftliche und rechtliche Privilegien. Der Stadtrat von 1641 war mit vier Schweden, drei Deutschen, zwei Schotten und drei Holländern besetzt. Der niederländische Einfluss war an den heute größtenteils zugeschütteten Grachten der sehenswerten Altstadt zu erkennen.
Nördlich der Stadt lag damals noch Norwegen, südlich direkt Dänemark. Die Stadt wurde dementsprechend als befestigter Außenposten Schwedens angelegt. So wurde Göteborg mit der Zeit eine der am stärksten befestigten Städte in Nordeuropa mit seinen Steinmauern und dem zickzackförmigen Stadtgraben.
1660 starb König Karl X. Gustav während der Reichsversammlung in der Stadt.
Im 18. Jahrhundert wurde die Wirtschaft der Stadt durch Fischerei und den Hafen geprägt. Schon damals wurden von hier aus größere Mengen Eisen- und Holzwaren ausgeführt. Im Jahre 1731 wurde die Schwedische Ostindien-Kompanie gegründet, wodurch der Handel (China und Ferner Osten) deutlich beflügelt wurde und die Bedeutung Göteborgs als Warenumschlagplatz weiter zunahm. Nach dem Gesetz war es das einzige Unternehmen, das Handel mit Indien und China betreiben durfte. Dadurch wurde Göteborg zum Zentrum für den Handel mit China und dem übrigen Fernen Osten. Zwischen 1731 und 1806 verkehrten zahlreiche Schiffe nach Bombay und Guangzhou, was enorm zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt beitrug.
Während des 18. Jahrhunderts wuchsen auch die Verbindungen zu Großbritannien. Als Napoleon gegen Großbritannien mit der wirtschaftlichen Blockademaßnahme der Kontinentalsperre vorging, wurde der Handel mit Schweden und in erster Linie mit Göteborg für die Briten sehr wichtig. Dieser intensive Handel, der auch die Industrialisierung Göteborgs weiter voranbrachte, prägte die Stadt enorm, weshalb sie zu dieser Zeit den Spitznamen „Lilla London“ (Klein-London) bekam. Es waren vor allem die Tabak-, Manufaktur- und Zuckerindustrie, welche in dieser Zeit den Handel in Göteborg bestimmten.
In den Jahren 1802–1815 wurde der Göteborger Dom erbaut. 1806 wurden die Festungswerke geschleift. Erhalten geblieben ist der ehemalige Wallgraben mit seinen Grünanlagen im ehemaligen Glacisbereich, etwa dem Privatpark der Gartenbauvereinigung mit seinem Palmenhaus, dem größten Nordeuropas
Nach Napoleons Fall (1815) hörte die französische Blockade auf und damit begann auch Göteborgs Boom als Handelsstadt abzuflauen. Viele Unternehmen mussten Konkurs anmelden und der Handel mit Ostindien brach ab. Wirtschaftliche Impulse, nicht zuletzt für die Industrie, brachte aber der bald nach dem Ende der Blockadeperiode begonnene Bau des Götakanals, der Verbindung zur Ostsee über die großen Süßwasserseen Vänern und Vättern. Wegen der Höhendifferenz von etwa 100m waren zahlreichen Schleusenbauten notwendig. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhundert wurden einige Banken in der Stadt gegründet, welche eine große Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt hatten. Daneben entwickelte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine blühende Werftenindustrie (1841: Götaverken, 1844: Lindholmen, 1850: Eriksberg).
Seit 1874 verband eine große eiserne Drehbrücke über den Göta älv Göteborg mit der Insel Hisingen.
Ende 1884 hatte Göteborg 86.223 Einwohner, darunter über 1000 Deutsche. Diese deutsche Kolonie erbaute im Stadtkern die Christinenkirche, die noch heute als Deutsche Kirche bekannt ist.
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Hafen Göteborgs zum größten Exporthafen Nordeuropas. Dazu trugen sicherlich auch die neu gegründeten international ausgerichteten Industrieunternehmen der Stadt bei.
Die stärkste wirtschaftliche Kraft kam jedoch durch die Textilindustrie, von dem Unternehmen Gamlestadens Fabrikers AB, welches im Jahr 1900 über 1000 Angestellte hatte. Für das industrielle Wachstum Göteborgs war im ersten Jahrzehnt die Entstehung von Firmen wie SKF verantwortlich. Ausgangspunkt war dafür auch Gamlestadens Fabrikers AB, die das Problem hatten, dass durch den lehmhaltigen Boden der Untergrund des Fabrikgebäudes sich senkte und Risse bekam. Dadurch scheuerten die Kugellager in den Webstühlen schief ab. Der junge Ingenieur Sven Wingquist konstruierte daraufhin das Wälzlager als Lösung dieses Problem. Für diese Herstellung wurde 1906 eine eigene Gesellschaft, die AB Svenska Kullagerfabriken, abgekürzt SKF, gegründet, welche sich schnell zu einem großen Unternehmen in der schwedischen Exportindustrie entwickelte. Während der Finanzkrise der 20er Jahre schwankte die Nachfrage nach Wälzlagern, und um einen neuen Absatzmarkt zu finden, beschloss SKF 1926 die Automobilherstellung unter dem Namen Volvo auszugründen.
Göteborgs Werften waren bis in die 1970er Jahre ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor der Stadt. Dann kam es jedoch zu schwerwiegenden industriellen Umwälzungen, von denen besonders die Werften betroffen waren. In der sogenannten Werftenkrise konnten sich die Werften nicht mehr wirtschaftlich im internationalen Vergleich behaupten, wodurch der Schiffbau in Göteborg aufgegeben wurde. Die großen Werften wurden geschlossen bzw. beschränkten sich auf die Instandhaltung von Schiffen.
Göteborg entwickelte sich seit dem Ende des 20. Jahrhundert zu einem Ort für sportliche wie politische Großereignisse.
1976 besetzte eine große Anzahl von Umweltaktivisten eine Woche lang den Königsplatz (Kungstorget), um sich gegen den Bau eines Parkhauses, das unter den Platz gebaut werden sollte, zu wehren. Die Sozialdemokraten gaben schließlich nach und das unterirdische Parkhaus wurde nicht gebaut.
1995 war die Stadt Austragungsort der Leichtathletik-Weltmeisterschaft und im Jahr 2006 fanden hier die Leichtathletik-Europameisterschaften statt.
Vom 14. bis zum 16. Juni 2001 war Göteborg Gastgeber eines EU-Gipfels und Schweden bekam zum ersten Mal Besuch von einem amtierenden Präsidenten der USA, George W. Bush. Polizei und über 50.000 Demonstranten gerieten dabei in einer Anzahl von Vorfällen aneinander.
Um die Kultur war es jedoch schlechter bestellt trotz einiger großer Namen wie Viktor Rydberg und Wilhelm Stenhammar. Ein Sprichwort besagt: "in Göteborg schreibt man keine Gedichte; man schreibt Rechnungen."
Göteborg ist ein kulturelles Zentrum mit Großstadtatmosphäre, das deutlich zum großteils ländlich geprägten Umland kontrastiert. Im Zentrum befinden sich als Relikt der ursprünglichen Festungsanlage zahlreiche kleine befahrbare Kanäle und alte Bauwerke. Überall sieht man die markanten blauen Straßenbahnen.
Als Tourist bewegt man sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad am besten durch die Stadt, insbesondere rund um den Järntorget im Westen der Innenstadt. In erster Linie ist Göteborg aber für seine lebendige und vielfältige Kaffeehauskultur bekannt. Das alte Viertel Haga bietet zahlreiche Möglichkeiten, diese zu erleben. Ein großbürgerliches Ambiente, das modest an die Wiener Ringstraßenbauten erinnert, zeigt das Vasa-Viertel.
Im Zentrum befindet sich Gustav Adolfs Torg mit einem Denkmal des Stadtgründers und sehenswerten Gebäuden. Das Kronhuset ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, es wurde Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut.
Liseberg, der größte Vergnügungspark Skandinaviens, liegt mitten in der Stadt.
Nobel ist es rund um die Kungsportsavenyn, an deren Ende der Götaplatsen liegt, das Kulturzentrum der Stadt mit seiner Poseidonstatue (1931), die eines der Wahrzeichen der Stadt ist. Am Platz befinden sich zudem das Konstmuséet, Konserthuset und Stadsteatern.
Das zentral gelegene Göteborgs maritima centrum stellt zahlreiche Schiffe zur Schau. Das "Universeum", ein naturwissenschaftliches Museum in der Nähe des Liseberg Vergnügungsparks, bietet Experimente zum Selbermachen, sowie einen Zoo.
Die Feskekörka (1874) ist eine im Stil einer gotischen Kirche errichtete Fischmarkthalle.
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember; Zahlen beziehen sich auf die Kommune Göteborg):
Knapp 98.000 Ausländer leben in Göteborg (Quelle: Statistisches Amt, Göteborg), was 20% der Bevölkerung entspricht.
Von dem ganzjährig eisfreien Hafen verkehren Fährschiffe nach Frederikshavn in Dänemark, Kristiansand in Norwegen, Newcastle in Großbritannien und nach Kiel in Deutschland. Stena Line, eine der weltgrößten Fährreedereien, hat ihren Sitz in Göteborg.
Göteborg ist Eisenbahnknotenpunkt; hier treffen die Hauptbahnen von Oslo, Stockholm und Malmö bzw. Kopenhagen zusammen. Für den Nahverkehr in die umliegenden Gemeinden gibt es den S-Bahn-ähnlichen Pendeltåg.
Das Nils Ericson Terminal ist Göteborgs Busbahnhof. Von dort verkehren sowohl Busse des ÖPNV als auch nationale und internationale Expressbusse.
Die Stadt Göteborg hat zwei Flughäfen. Östlich der Stadt liegt am Riksväg 40 der Landvetter flygplats, mit vielen nationalen und internationalen Verbindungen. Der Göteborg City Airport liegt nördlich der Stadt in Säve und wird vor allem von Billigfluggesellschaften angeflogen.
Seit 2000 wird die Infrastruktur der Stadt im Rahmen des Projekts "Göken" (Göteborgsöverenskommelsen=Göteborg-Abkommen; wörtlich übersetzt "Kuckuck") sehr stark umgebaut. Am Hafen entlang wird die Straße unterirdisch verlegt, um so einen großen Park zu schaffen. Dies ist das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Stadt.
Göteborg ist neben Norrköping die einzige Stadt in Schweden, die ihre Straßenbahn bei der Umstellung auf Rechtsverkehr 1967 behalten hat. Heute verkehren in der Stadt insgesamt zwölf Straßenbahnlinien. Die erste Straßenbahnlinie in Göteborg war eine Pferdebahn zwischen Brunnsparken und Stigbergsliden und wurde 1879 eingeweiht. Im Jahr darauf folgte eine Linie zum Drottningstorget. Im Jahr 1902 löste die elektrische Straßenbahn die Pferdebahn ab.
In den 60er Jahren (der "Stadsbaneplan" wurde 1967 ausgelegt) gab es Pläne, das Straßenbahnsystem in ein Stadtbahnsystem mit Tunneln durch das Zentrum zu ersetzen. Es zeigte sich aber, dass es zu teuer gewesen wäre, Tunnel durch den lehmigen Boden Göteborgs zu bauen. Das Projekt soll aber wieder aufgenommen werden. Heute gibt es fünf Äste mit vom übrigen Verkehr getrennten Gleisen (Stadtbahnbetrieb): Hisingen (Linie 5 und 6 nach Länsmansgården), Angered (4, 8 und 9), Östra Sjukhuset (nur Linie 1), Kortedala/Bergsjön (6, 7 und 11) und Tynnered (1, 7 und 8). Daneben gibt es drei Äste mit gemeinsamer Straßenbenutzung (Straßenbahnbetrieb): Mölndal (Linie 4), Kålltorp/Torp (3 und 5) und Saltholmen (9 und 11).
Die Eröffnungen der Stadtbahnäste:
Göteborg hat heute eines der leistungsfähigsten und am besten ausgebauten Straßenbahnsysteme in Europa. Mit einer Gesamtlänge von 150 km besitzt die Stadt sogar das größte Straßenbahnnetz Nordeuropas. Da Teile der Innenstadt für den motorisierten Individualverkehr (außer Anlieger und Lieferanten) gesperrt sind, ist die Straßenbahn auch das bevorzugte Verkehrsmittel der Göteborger.
Seit 1891 ist Göteborg Universitätsstadt. Es gibt zwei Universitäten: die Universität Göteborg, und die Technische Hochschule Chalmers (1829).
Göteborgs Universität umfasst alle Wissenschaftsgebiete. Zur Universität gehören u. a. eine Handelshochschule, eine Musikhochschule und eine Journalistenausbildung. Grundsätzlich wird die Chalmers Universität als die technische Universität Göteborgs angesehen, auch wenn es verschiedene technisch orientierte Studienprogramme auch an der Göteborgs universitet gibt. Ein gemeinsames Projekt der beiden Universitäten ist die 2001 ins Leben gerufene IT universitet, die sich auf IT-relevante Ausbildungsbereiche konzentriert.
Die Industrie Göteborgs ist durch Schifffahrt, Werften, Autofabriken (Volvo), Erdölraffinerien sowie durch die Maschinen-, Stahl-, Eisen- und Textilindustrie gekennzeichnet. Göteborg ist eine der größten Messestädte Europas. Die Stadt ist Sitz vieler Banken und Versicherungen.
Ansässige Unternehmen sind u.a.:
Die Göteborger Symphoniker haben seit einigen Jahren den offiziellen Titel "Nationalorchester Schwedens". Unter ihrem langjährigen (1982–2004) Chefdirigenten Neeme Järvi machten die Symphoniker zahlreiche international anerkannte Aufnahmen vor allem skandinavischer Musik.
Das am südlichen Ufer des Göta älv befindliche Göteborger Opernhaus wurde 1994 eingeweiht. Es hat eigene Opern-, Ballett- und Musicalensembles.
In Göteborg ist eine weltweit prägende Metal-Szene ansässig, die unter der Definition Göteborger Death Metal Bekanntheit findet. Als international erfolgreichster Vertreter ist die Band In Flames zu erwähnen.
Das größte Filmfestival Skandinaviens findet jährlich in Göteborg statt.
Göteborg ist der Schauplatz der Kriminalromane von Åke Edwardson ("Die Schattenfrau", "Der letzte Abend der Saison", "Der Himmel auf Erden" u.a.), in denen Kommissar Erik Winter ermittelt.
Göteborg bildet auch den Hintergrund von Marianne Fredrikssons Erfolgsroman "Simon", der eine gute Millieustudie Göteborgs in den Jahren von 1930 bis 1950 ist. Er erzählt die Geschichte zweier Familien aus der Sicht der Heranwachsenden und nimmt viele Bezüge zum Umfeld vor, während und nach dem 2. Weltkrieg im neutralen Schweden.
In Göteborg ist der mit 17 nationalen Meisterschaften, 4 nationalen Pokalsiegen und 2 UEFA-Pokal-Siegen erfolgreichste schwedische Männerfußballverein, der IFK Göteborg, beheimatet. Daneben spielen noch der BK Häcken und Örgryte IS national erfolgreich. Auch der Fußballverein GAIS ist in der Stadt populär.
Das Eishockey-Team Frölunda Indians wurde dreimal schwedischer Meister (1965, 2003, 2005).
Göteborg ist Jahr für Jahr Austragungsort des Partillecups, des größten Handballtuniers der Welt an dem jährlich ca. 10.000 Nachwuchspieler aller Altersklassen in 800 Teams aus 40 Nationen teilnehmen.
Im Jahre 1958 war Göteborg Spielort des Halbfinales der 6. Fußball-Weltmeisterschaft. Am 24. Juni fand dort das legendäre Halbfinale zwischen Schweden und Deutschland 3:1 (1:1) statt.
Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1995 wurde in Göteborg ausgetragen.
Vom 6.–13. August 2006 war Göteborg Gastgeber der 19. europäischen Leichtathletikmeisterschaften.
Alljährlich findet der Gothia Cup statt.
In Göteborg fanden 1976 die Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen statt. Im Jahr 2008 werden sie erneut in Göteborg, vom 17. bis 23. März, ausgetragen.
| Commons: Göteborg – Bilder, Videos und Audiodateien |