Der G7 war der wichtigste Torpedotyp der deutschen Reichsmarine bzw. Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Er verfügte über ein Kaliber von 533 mm und eine Länge von 7163 mm und wurde hauptsächlich in den beiden Ausführungen G7a und G7e gebaut, auf deren Grundlagen später Torpedotypen wie der Flächen-Absuch-Torpedo (FAT) und der lageunabhängige Torpedo (LUT) entwickelt wurden. Auch der akustisch gelenkte T V Zaunkönig war eine G7-Modifikation.
Der G7 basierte auf Entwicklungen aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und wurde auf U-Booten, Zerstörern, Torpedobooten und Schnellbooten verwendet. Unter der Bezeichnung G5 wurden probeweise kleinere Torpedos auf Grundlage von G7-Technik entwickelt.
Die Torpedos wurden anfangs durch einen Magnetzünder zur Detonation gebracht. Auf diese Weise sollte erreicht werden, dass die Torpedos mitten unter dem Schiffskiel detonierten und so das Schiff zum Auseinanderbrechen brachten. Nach der Torpedokrise des Jahrs 1940 allerdings wurden die Zünder überarbeitet und teilweise sogar durch Aufschlagszünder ersetzt.
Restbestände der deutschen G7-Torpedos wurden nach dem Krieg noch bis in die 1960er Jahre verwendet, neben der Bundesmarine auch von Norwegen und Dänemark.
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Die Benennung des Torpedos entsprach dem gültigen Nomenklatursystem der Kriegsmarine für Torpedos:
Der G7a wurde mit einem Alkohol-Dampf-Gemisch über eine Dampfgasantrieb angetrieben und lief in zwei wählbaren Geschwindigkeiten von entweder 30 oder 40 Knoten. Dabei konnte der 1538 kg schwere Torpedo 12 bzw. 7,5 km Strecke zurücklegen. Da der Antrieb jedoch eine deutlich sichtbare Spur von Dampfblasen ausstieß, wurde dieser Torpedo nicht als Grundlage für gelenkte Torpedos verwendet, sondern lediglich für das FAT- und LUT-Programm. Im Sprengkopf des Torpedos waren 280 kg TNT enthalten.
Mit Einführung von G7e-Modellen auf den deutschen U-Booten wurden die G7a-Torpedos von diesen meist nur noch als Reservebewaffnung für Nachtangriffe mitgeführt und aus neueren U-Booten teilweise völlig verbannt. Er blieb der Standardtorpedo der Überwasserschiffe. Restbestände wurden auch noch nach dem Krieg verwendet (z. B. von der norwegischen Marine).
Eine Version des G7a stellt der T XIV, welcher mit 1352 kg wesentlich leichter. Er wurde speziell für den Einsatz auf Kleinst-U-Booten entwickelt und war daher nur für den Einsatz auf Kurzstrecken ausgelegt (34 kn/3,4 km). Bei der Version G7as, Deckname "Möwe", wurde der selbe akustische Suchkopf verwendet wie beim T XI "Zaunkönig II".
Diese Form des G7 wurde komplett elektrisch angetrieben. Dadurch wurde seine Geschwindigkeit zwar auf 30 kn beschränkt, andererseits wurde aber die sichtbare Blasenspur eliminiert. Der Gefechtskopf war genauso stark wie der seines Vorgängers. Die Grundformen des G7e reichten bis zu 5 km weit, die Version T IIIa bis zu 7,5 km.
Die Version T II wurde schnell von der zuverlässigeren Version T III ersetzt. Von der T III-Version es Torpedos wurden ebenfalls FAT- und LUT-Versionen hergestellt.
Der G7e blieb Ausgangspunkt für weitere Torpedos:
Hauptartikel: Zaunkönig (Torpedo)
Dieser häufig unter seinem Decknamen "Zaunkönig" bekannte Torpedo war der erste serienreife Torpedo der Kriegsmarine mit Akustiklenkung und war speziell als Waffe gegen Zerstörer und U-Jagd-Schiffe wie Korvetten konzipiert. Dabei steuerte der Suchkopf den Torpedo automatisch in Richtung einer Geräuschquelle.
Der Torpedo wog 1495 kg und reichte elektrisch betrieben in der Grundausführung 5,7 km weit. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 24 kn. Spätere Modifikationen (T Va und Vb) opferten Geschwindigkeit (21,5 kn) zugunsten von Reichweite (8 km). Der T Va war speziell für den Einsatz von Schnellbooten konzipiert.
Auch der G7es wurde mehrfach für Versuchstorpedos verwendet:
Die ut-Version des G7 behielt zu Kriegszeiten nur Projektcharakter und war in erster Linie durch den verwendeten Walter-Antrieb auffällig.
Versionen dieses Typs waren:
Auf der Grundlage des G7-Gehäuses wurden noch einige weitere Versuchstorpedos hergestellt oder konzipiert. Dies waren: