Gadara Region Project

Das „Gadara Region Project“ ist ein archäologisches Projekt des Biblisch-Archäologischen Instituts Wuppertal und des Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes, zugleich Forschungsstelle des Deutschen Archäologischen Instituts Jerusalem und Amman. Das „Gadara Region Project“ umfasst ca. 25 km² im Großraum des Wadi al-’Arab.

Inhaltsverzeichnis

Forschungsgeschichte

Das Projekt wurde im Jahr 2001 vom Biblisch-Archäologischen Institut Wuppertal (BAI) unter der Federführung von Prof. Dr. Dr. Dieter Vieweger ins Leben gerufen. Es hat die interdisziplinäre Erforschung der Gadara-Region zum Ziel. Seit 2004 findet das Projekt in Kooperation mit Frau Dr. Jutta Häser statt. Damit wurde das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes, zugleich Forschungsstelle des Deutschen Archäologischen Instituts Amman eingebunden, seit 2006 auch das Jerusalemer Institut.

Das Projekt ist bis zum Jahr 2015 geplant.

Archäologische Zielstellungen

Einen Schwerpunkt des Projektes bildet die Besiedlungsgeschichte der Siedlungskammer Gadara-Region. Es soll untersucht werden, in welcher Weise die Gadara-Region in vorklassischer Zeit besiedelt war und wie sich das Siedlungssystem während der Zeit der Dekapolis veränderte, als Gadara das neue Zentrum der Region wurde. Und schließlich wird gefragt, wie und warum sich der Siedlungsschwerpunkt im 8. Jh. n. Chr. wieder in das Wadi al-’Arab zum Tall Zira’a verschob.

Lage und Besiedlung

Das zu untersuchende Gebiet umfasst die Einzugsgebiete des Wadi al-’Arab und des Wadi az-Zahar, die in das obere Jordantal münden. Von größter Bedeutung für die Archäologie sind vor allem drei Siedlungshügel, der Tall Zira’a, der Tall Qaq und der Tall Kenise, die allesamt eine lange Besiedlungszeit aufweisen. Von diesen erscheint der Tall Zira’a für eine Ausgrabung am vielversprechendsten, weil er aufgrund seiner über 5000jährigen Besiedlungszeit und als zentraler Ort der Region die Entwicklung des Gebietes und der Außenbeziehungen am besten widerspiegelt.

Literatur

  • C. Steuernagel: Der ’Adschlun, Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins 49 (1926) 80–83.
  • D. Vieweger: Der Tell Zera’a im Wadi el-’Arab. Die Region südlich von Gadara. Ein Beitrag zur Methodik des Tell-Surveys, Das Altertum 48 (2003) 191–216.
  • D. Vieweger/J. Häser: Der Tell Zera’a im Wadi el-’Arab. Das „Gadara Region-Project“ in den Jahren 2001 bis 2004, Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins 121 (2005a) 1–30.
  • D. Vieweger/J. Häser: Das „Gadara-Region Project“ – Der Tall Zirā’a in den Jahren 2005 und 2006, Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins 123 (2007) im Druck.

Weblinks

Quelle:
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