Das Garibaldi-Bataillon war ein antifaschistischer italienischer Freiwilligenverband, der ab November 1936 im Spanischen Bürgerkrieg auf republikanischer Seite im Rahmen der Internationalen Brigaden eingesetzt wurde. Das Bataillon war nach dem italienischen Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi benannt. Im Juli 1937 ging aus dem Verband die Garibaldi-Brigade hervor, in der etwa 3.400 italienische Freiwillige kämpften.
Das Garibaldi-Bataillon entstand am 3. November 1936 aus so genannten "Italienischen Kolonnen", in denen italienische Antifaschisten seit August 1936 in Spanien operiert hatten. Die zunächst vier Kompanien des Bataillons wurden nach Louis de Bosis, Mario Angeloni, Gastone Sozzi ("Kolonne" seit dem 17. August) und Fernando De Rosa benannt. In diesen Kompanien dienten auch Freiwillige aus San Marino und aus dem Tessin.
Das Bataillon bildete ab dem 9. November 1936 zusammen mit dem deutschsprachigen Thälmann-Bataillon (dann in der XI. Brigade; in XII. dann polnisches Dombrowski-Bataillon) und dem franko-belgischen Bataillon "André Marty" die XII. Internationale Brigade, die noch im selben Monat bei Madrid eingesetzt wurde, jedoch hier noch keine Erfolge gegen die Nationalisten erringen konnte (Cerro Rojo, Palacete, Boadilla). Luigi Longo, Mitorganisator der ersten Freiwilligenverbände, übernahm im November den Posten eines Generalinspekteurs der Internationalen Brigaden. Am 13. Dezember stießen 500 weitere italienische Freiwillige zur XII. Brigade, andere kamen zur XIV. und XV. Brigade. Insgesamt kämpften im Spanischen Bürgerkrieg etwa 4.000 Italiener in den insgesamt acht Internationalen Brigaden (Nr. 11-15, dann "Thälmann", "Garibaldi", "Dombrowski", "La Marseillaise", "Lincoln", dazu 3 Unterstützungsbrigaden).
Im Januar 1937 wurde das Garibaldi-Bataillon an der Front bei Guadalajara eingesetzt, wo es Mirabueno und Almadrones eroberte, jedoch auf dem Monte San Cristóbal unterlag. Kurz danach gelang bei Mahadahonda an der Straße nach La Coruña ein erfolgreicher Gegenangriff gegen die Nationalisten. Hier hatte das Bataillon auch schon im Monat zuvor Boadilla verteidigt. Im Februar 1937 nahm es mit allen anderen Verbänden an der Jaramaschlacht teil, wo es bei Arganda zum Einsatz kam. Im folgenden Monat März zeichnete sich das Garibaldi-Bataillon beim Kampf gegen Mussolinis Corpo Truppe Volontarie bei Guadalajara aus, wo es die Schlüsselstellungen von Palacio de Ibarra und dann mit dem Rest der Brigade die Stadt Brihuega eroberte. Ab dem 1. Mai 1937 wurde die XII. Brigade mit dem Garibaldi-Bataillon neu strukturiert und erhielt zunächst vorwiegend italienische (ab März 1938 vorwiegend spanische) Freiwillige. Im Juli 1937 nahm die XII. Brigade den Namen "Garibaldi-Brigade" an.
Die Garibaldi-Brigade kämpfte mit ihren drei Bataillonen danach u.a. bei Morata de Tajuña, Cerro Garabitas, Huesca (Juni 1937), Farlete, Boadilla del Monte, Majadahonda, Belchite, Fuentes de Ebro, Caspe und Brunete (Juli 1937), in der Extremadura, bei Campillo (Februar 1938), am Ebro (Ginestar, Cota de la Muerte), auf der Sierra Caballls (September 1938). Im September 1938 wurde die Brigade offiziell aufgelöst, viele ihre ehemaligen Mitglieder kämpften jedoch noch bis Februar 1939 weiter, u.a. bei Barcelona (Llagostera), und setzten sich erst dann nach Frankreich ab.
(Kurz nach Auflösung der Garibaldi-Brigade bildeten einige ehemalige Freiwillige eine kleine Einheit mit der Bezeichnung XII. Brigade. Daneben wurde auch eine neue XII. republikanische Brigade aufgestellt, die ausschließlich aus spanischem Personal bestand.)