Gdynia

Gdynia
Wappen von Gdynia
Gdynia auf der Karte von Polen
Gdynia
Gdynia
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 135,5 km²
Geographische Lage: 54° 32' N, 18° 32' O
Einwohner: 253.324 (1. Jan. 2005)
Postleitzahl: 81-004 bis 81-919
Telefonvorwahl: (+48) 58
Kfz-Kennzeichen: GA
Wirtschaft & Verkehr
Straße: StettinDanzig
Gdynia-Stargard Szczeciński
Nächster int. Flughafen: Danzig
Verwaltung (Stand: 2007)
Stadtpräsident: Wojciech Szczurek
Adresse: Al. Marszałka
Piłsudskiego 52/54
81-382 Gdynia
Webpräsenz: www.gdynia.pl

Gdynia [ˈgdɨɲa] (deutsch Gdingen, 1939–1945 Gotenhafen, kaschubisch Gdiniô), ist eine polnische Hafenstadt in der Danziger Bucht (Ostsee), die zusammen mit Danzig und Sopot (dt. Zoppot) die Wirtschaftsregion Dreistadt bildet. Die zweitgrößte Stadt des Verwaltungsbezirks Pommern wurde während des Zweiten Weltkrieges auf Grund des bedeutenden deutschen Marinestützpunkts durch Bombenangriffe der Alliierten erheblich zerstört.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Seit der ersten urkundlichen Erwähnung 1253 bis in das beginnende 20. Jahrhunderts hinein war Gdingen ein Dorf, das im Wesentlichen vom Fischfang lebte.

Gdingen gehörte zwischen 1309 und 1466 zum Deutschen Orden, danach zu Polen. Mit der ersten polnischen Teilung 1772 fiel es an Preußen und wurde nach Ende des Ersten Weltkrieges im Jahre 1920 Polen zugesprochen..

Die nach dem Ersten Weltkrieg in den Versailler Verträgen vereinbarte Abtretung westpreußischer Gebiete an Polen schloss Gdynia mit ein und führte zu einer einschneidenden Umstrukturierung. Dies war bedingt durch den mit dem Polnischen Korridor entstandenen Zugang Polens zur Ostsee und die daraus sich ergebende Möglichkeit, einen polnischen Großhafen anzulegen.

1926 erhielt Gdynia Stadtrecht. Zwischen 1926 und 1938 wuchs die Bevölkerung im Zuge des Ausbaus zum polnischen „Tor zur Welt“ von wenigen Tausenden auf über 100.000 Menschen. Dabei errichtete die polnische Regierung einen Militärhafen; privatwirtschaftliche Investoren ließen parallel dazu einen Handelshafen entstehen. Die Mehrzahl der zugewanderten Menschen war polnischen und insbesondere kaschubischen Ursprungs.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Gdynia von deutschen Truppen besetzt und annektiert. Die Stadt erhielt den Namen Gotenhafen. Die Namensgebung war eine Neuschöpfung und sollte an das ehemalige Siedlungsgebiet der Goten im Bereich der Weichsel erinnern. Die inzwischen mehrheitlich polnische Bevölkerung der Stadt sollte zwangsweise umgesiedelt und durch Deutsche ersetzt werden. Zwischen ca. 9. und 25. Oktober wurden rund 38.000 Menschen deportiert, nach Posen und Umgebung, nach Kielce und Warschau. Im Zuge der Flucht der deutschen Zivilbevölkerung aus Ostpreußen und anderen Regionen am Ende des Zweiten Weltkriegs war Gotenhafen dann einer der wichtigsten Evakuierungshäfen, von dem aus Schiffe, wie die „Wilhelm Gustloff“ oder die „Goya“, in den Westen fuhren. Im Jahre 1945 wurde Gdynia wieder Teil Polens.

Heute ist Gdynia eine moderne polnische Hafenstadt mit einem regen Kulturleben, u.a. dem alljährlichen polnischen Filmfestival und dem Open'er Festival [1], einem großen Rockfestival mit über 50.000 Besuchern jährlich

Gedenkfeier Beginn des 2. Weltkrieges
Gedenkfeier Beginn des 2. Weltkrieges
Denkmal Skwer Kosciuszki
Denkmal Skwer Kosciuszki

Söhne und Töchter der Stadt

Stadtteile

polnischer Name kaschubischer Name deutscher Name (bis 1920 und 1939-45)
Babie Doły Hexengrund
Chwarzno Chwôrzno Quarszau (1874-1945 Völtzendorf)
Chylonia Chëlonô Kielau
Cisowa Cësowô Ciessau (1942-45 Zissau)
Dąbrowa
Demptowo Demptowò Demptau (1942-45 Demtau)
Działki Leśne
Grabówek Grabòwka Grabau
Kamienna Góra Kamiannô Góra Steinberg
Karwiny
Leszczynki Laszinken (1942-45 Sandnußdorf)
Mały Kack Małë Kack Kleinkatz
Obłuże Òblëżé Oblusch
Oksywie Òksëwiô Oxhöft
Orłowo Adlershorst
Pogórze Pògòrzé Pogorsch (1942-45 Gotenberg)
Pustki Cisowskie Cësowsczé Pùstkòwié Pustkowie (1942-45 Zissauerwald)
Redłowo Wësoké Redłowò Hochredlau
Śródmieście Strzódgard Stadtmitte
Wiczlino Wiczlëno Witzlin
Wielki Kack Wiôlgë Kack Großkatz
Witomino Witòmino Wittomin
Wzgórze Św. Maksymiliana Johanniskrug (1940-45 Baltenberg)

Siehe auch

Weblinks

Commons
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Quelle:
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