Gediminas Kirkilas (* 30. August 1951 in Vilnius) ist ein litauischer Politiker.
Kirkilas arbeitete von 1972 bis 1978 als Restaurator. Anschließend studierte er bis 1982 Politologie an der Hochschule der kommunistischen Partei in Vilnius.
2004 vollendete Gediminas Kirkilas das MBA Masterstudium an der Internationalen Business School der Universität Vilnius.
Mit seiner Frau Liudmila hat er einen Sohn (Rolandas, berufstätig) und eine Tochter (Diana, Studentin der Universität Vilnius). Kirkilas spricht neben Litauisch auch Englisch und Russisch.
Gediminas Kirkilas war für verschiedene Komitees der Kommunistischen Partei der LSSR tätig. Ab 1989 arbeitete er an der Seite des Ersten Sekretärs des Zentralkomitees, Algirdas Brazauskas, dem späteren Präsidenten und Premierminister des Landes.
Seit 1992 sitzt Kirkilas für die Sozialdemokraten, deren stellvertretender Vorsitzender er ist, im Seimas, dem litauischen Parlament. Am 7. Dezember 2004 wurde er zum Verteidigungsminister ernannt.
Kirkilas wurde am 29. Juni 2006 für die Nachfolge des zurückgetretenden Premierminister Brazauskas nominiert, nachdem der kommissarische Premier Zigmantas Balčytis keine Mehrheit im Seimas erhalten hatte. Am 4. Juli 2006 wurde er mit 85 zu 13 Stimmen bei 5 Enthaltungen zum neuen Ministerpräsidenten des Landes gewählt. Er führt damit die 14. Regierung seit der Unabhängigkeit des baltischen Staats 1991.
| Vorgänger |
Premierminister von Litauen seit 4. Juli 2006 |
Nachfolger - |
Guy Verhofstadt (Belgien) | Sergei Stanischew (Bulgarien) | Anders Fogh Rasmussen (Dänemark) | Angela Merkel (Deutschland) | Andrus Ansip (Estland) | Matti Vanhanen (Finnland) | François Fillon (Frankreich) | Kostas Karamanlis (Griechenland) | Bertie Ahern (Irland) | Romano Prodi (Italien) | Aigars Kalvītis (Lettland) | Gediminas Kirkilas (Litauen) | Jean-Claude Juncker (Luxemburg) | Lawrence Gonzi (Malta) | Jan Peter Balkenende (Niederlande) | Alfred Gusenbauer (Österreich) | Jarosław Kaczyński (Polen) | José Sócrates (Portugal) | Călin Popescu Tăriceanu (Rumänien) | Fredrik Reinfeldt (Schweden) | Robert Fico (Slowakei) | Janez Janša (Slowenien) | José Luis Rodríguez Zapatero (Spanien) | Mirek Topolánek (Tschechien) | Ferenc Gyurcsány (Ungarn) | Gordon Brown (Vereinigtes Königreich) | Tassos Papadopoulos (Zypern)