Der Gegensatz bezeichnet
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Logische Gegensätze bilden Begriffe oder Aussagen, die einander ausschließen. Dabei ist zwischen kontradiktorischem und konträrem Gegensatz zu unterscheiden. Die Begriffe stehen entsprechend den Regeln der formalen Logik im Verhältnis der Kontradiktion, wenn der eine die einfache logische Negation des anderen darstellt.
Beispiele:
Konträre Gegensätze liegen dann vor, wenn beide Gegenstände/Erscheinungen u.a. positive Gegebenheiten widerspiegeln, die sich innerhalb eines bestimmten Bezugssystems ausschließen.
Beispiele:
Analoges gilt für Aussagen, die sich im Verhältnis der Kontradiktion (Beispiel:)
oder der Kontrarietät, Beispiel:
Kontradiktorische und konträre Begriffe bzw. Aussagen unterliegem dem Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch (kontradiktorische Aussagen können nicht zugleich wahr sein).
Demzufolge, wenn zwei derartige Begriffe Eigenschaften widerspiegeln, die einem Objekt unmöglich zugleich und in derselben Hinsicht zukommen bzw. zwei derartige Aussagen nicht zugleich wahr sein können, liegen hier kontradiktorische Gegegensätze vor.
Während jedoch von zwei kontradiktorischen Sätzen immer der eine wahr und der andere falsch sein muss, wobei der eine aus dem anderen durch logische Negation formal ableitbar ist, können zwei konträre Sätze auch zusammen falsch sein: der eine ist aus dem anderen nicht logisch ableitbar.
Reale Gegensätze sind nichts Starres, Unbewegliches, sondern unterliegen wie alle Erscheinungen der objektiven Realität dem Werden und Vergehen (dynamische Gegensätze). Sie entwickeln sich aus Unterschieden, sind der Unterschied auf der höchsten Stufe seiner Entwicklung.
Andererseits können reale Gegensätze sich auch über wesentliche Unterschiede in unwesentliche Unterschiede verwandeln und unter Umständen ganz zu existieren aufhören. Die Dynamik realer Gegensätze findet ihren Ausdruck auch darin, dass beide Gegensätze (Pole) aufeinander einwirken, miteinander in Wechselwirkung stehen. In dieser aktiven Wechselwirkung können sich die Gegensätze gegenseitig durchdringen, können ineinander übergehen und in bestimmter Hinsicht identisch werden( z.B. als extensionale Wirkung extremer Strömungen).
Das Prinzip von der Identität und der gegensätzlichen Durchdringung der Gegensätze bildet eines der wichtigsten Prinzipien in der idealistischen und materialistischen Dialektik. Der dialektische reale Gegensatz unterscheidet sich sowohl vom kontradiktorischen als auch vom konträren.
Während diese in der Realität nicht existieren, sondern nur als Widerspiegelungen der objektiven Gegenheiten erscheinen, bestehen dialektische Gegensätze objektiv real. Sätze, die einen kontradiktorischen oder konträren Gegensatz zum Ausdruck bringen, können nicht zusammen wahr sein, während zwei Sätze, die einen dialektischen realen Gegensatz widerspiegeln beide wahr sein müssen". Beispiel:
Eine Problematik der von Hegel ausgehenden idealistischen und materialistischen dialektischen Philosophie ist, dass der Unterschied zwischen konträren und kontradiktorischen Gegensätzen (Widersprüchen) auf der einen und polaren Gegensätzen (Polaritäten) auf der anderen Seite meist nicht konsequent gemacht wird und daher auch polare Gegensätze als These und Antithese dargestellt werden, die sich dann in die Synthese hinein auflösen. Der Unterschied zwischen idealistischer und materialistischer Dialektik besteht diesbezüglich nur in Bezug auf das Absolute Metaphysik.
Dagegen hat Romano Guardini in seiner Gegensatzlehre (1925) polare Gegensätze grundsätzlich von Widersprüchen unterschieden und als sich ständig neu konkretisierende, also lebendig-konkrete Spannungseinheit beschrieben, ohne dass dabei die jeweiligen Pole zu existieren aufhören. Dies führt zu eine dialogischen statt dialektischen Struktur der Gegensätze.
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