| Gemeine Florfliege | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Chrysoperla carnea | ||||||||||||
| (Stephens, 1836) |
Die Gemeine Florfliege oder Grüne Florfliege (Chrysoperla carnea s.l.) ist ein Netzflügler der Familie der Florfliegen (Chrysopidae).
Inhaltsverzeichnis |
Die Tiere erreichen eine Flügelspannweite von 15 bis 30 Millimetern. Sie haben einen langen und schlanken, grün (oder braun, s.u.) gefärbten Körper. Ihre Flügel, die in Ruhestellung über dem Hinterleib dachartig angelegt werden, haben eine dichte, grüne Flügeladerung. Ihre halbkugelförmigen Facettenaugen sind deutlich hervortretend und schillern in Regenbogenfarben. Die ansonsten grünen Tiere der Kleinarten Ch. carnea und Ch. pallida verfärben sich vor der Überwinterung braun, und nach der Überwinterung wieder grün, während die Individuen von Chrysoperla lucasina ihre grüne Körperfärbung nicht verändern.
Der taxonomische Status des carnea-Komplexes ist derzeit noch weitgehend ungeklärt. Unter Chrysoperla carnea s.l. wird aktuell ein Komplex einiger, kryptischer Kleinarten verstanden, die von einer Arbeitsgruppe um Henry und Duelli aufgrund der jeweils charakteristischen (vor der Kopulation produzierten) Substratvibrationen ("Werbegesänge") der Gruppen, den soganannten "song-morphs", voneinander getrennt wurden. Eine Korrelation mit morphologischen Merkmalen scheint allerdings außerordentlich schwierig. Es ist noch nicht überzeugend geklärt, welchen taxonomischen Status die Vibrationsphäna haben. Bislang auf Artniveau abgegrenzt sind die Taxa Chrysoperla carnea s.str. (Stephens, 1836) (also die "echte" Ch. carnea), Chrysoperla lucasina (Lacroix, 1912) und Chrysoperla pallens Henry, Brooks, Duelli & Johnson 2002. Andere charakteristische Vibrationsphäna ("maltese", "generator" etc.) sind noch nicht abschließend geklärt.
Die Gemeine Florfliege kommt weltweit, außer in Australien vor. Sie sind weit verbreitet und häufig. Pro Jahr entwickeln sich mehrere, überlappende Generationen.
Die meist dämmerungsaktiven Imagines ernähren sich von Pollen, Nektar und Honigtau, den sie von Blattläusen erhalten. Am Tag sitzen sie versteckt unterhalb von Blättern.
Nach der Überwinterung vibrieren paarungsbereite Männchen mit ihrem Hinterleib, um Weibchen anzulocken. Weibchen die solche Vibrationen wahrnehmen beginnen ihrerseits mit Vibrationen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier, die an langen Stielen befestigt werden, in Reihen an Stängeln oder Blättern ab. Sie werden bevorzugt in der Nähe von Blattlauskolonien abgelegt. Die daraus schlüpfenden Larven (Blattlauslöwen) ernähren sich räuberisch von verschiedenen kleinen Insekten, besonders aber von Blattläusen. Sie können bis zu 10 von ihnen am Tag fressen und sind dadurch als Schädlingsbekämpfer beliebt und werden auch für die biologische Schädlingsbekämpfung gezüchtet. Die Läuse werden mit den langen zangenförmigen Kiefern gepackt und ausgesaugt. Danach werden die leeren Hüllen an Borsten am Hinterleib der Larven befestigt und dienen dann als Tarnung. Die Verpuppung findet in einem leicht durchsichtigen, runden Kokon statt.
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