General Electric

General Electric Company
Unternehmensform Corporation
Gründung 1879
Unternehmenssitz Fairfield, Connecticut, USA

Unternehmensleitung

.

Mitarbeiter 315.000 (2005)
Umsatz 150 Mrd. USD (2005)[1]
Branche Flugzeugtriebwerke, Elektrik, Finanzierung, Generation,Automatisierung
Website www.ge.com
GE Building
GE Building

General Electric (GE, General Electric Company) ist einer der größten Mischkonzerne der Welt. Der Stammsitz, jahrzehntelang in Schenectady, New York, befindet sich seit 1974 in Fairfield, Connecticut, USA.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Jahr 1890 vereinigte Thomas Alva Edison die meisten zur Verwertung seiner Erfindungen und Patente gegründeten Unternehmen unter dem Dach der Edison General Electric Company. 1892 wurde sie mit dem größten Konkurrenten, der Thomson-Houston Company, zur General Electric Company vereinigt, mit Stammsitz in Schenectady, New York. Chef von GE wurde Charles A. Coffin, der bis dahin Leiter von Thomson-Houston war. Er führte das neue Unternehmen die ersten 20 Jahre. GE war eines der zwölf Unternehmen, die im 1896 neu eingeführten Dow Jones Index gelistet wurden und das einzige der ersten zwölf, das sich bis heute in dem Index gehalten hat.

1909 präsentierte General Electric die nach ihrem Erfinder William David Coolidge benannte Coolidge Röntgen-Röhre. Ab 1927 strahlte die Sendestation von General Electric (GE WRGB) Fernsehbilder aus. Der Autopilot folgte als wichtige Erfindung im Jahr 1943. 2002 war das erste volldigitale cardiovaskuläre Bildsystem (INNOVA) marktreif.

Eine bemerkenswerte Persönlichkeit in der Unternehmensgeschichte war Jack Welch, der von 1981 bis 2001 an der Spitze von GE stand.

Die Radio Corporation of America wurde von GE und AT&T 1919 gegründet, um das internationale Radiogeschäft zu fördern. 1986 kaufte GE die RCA für den eigenen Sender NBC zurück. Der Rest wurde an verschiedene Unternehmen wie Bertelsmann AG und Thomson verkauft.

In den 1960er Jahren entwickelte General Electric ein Konzept eines Kernkraftwerks mit Siedewasserreaktor, das in Deutschland von der AEG übernommen und weiterentwickelt wurde.

GE ist einer der größten privaten Arbeitgeber der Welt und beschäftigt in über 100 Ländern vertreten[2] weltweit über 320.000 Mitarbeiter, davon 9000 in Deutschland[3] und 80.000 in Europa[4]. Der Umsatz im Jahr 2004 betrug 152,4 Milliarden US-Dollar mit einem Gewinn von 16,6 Milliarden US-Dollar[4].

Heute betätigt sich General Electric auch als Finanzdienstleister, Kunststoffproduzent und Betreiber des Fernsehsenders NBC.

Am 28. Juni 2004 eröffnete General Electric ein Forschungszentrum in Garching bei München.

Geschäftsfelder

Der General Electric Konzern umfasst folgende Sparten:

GE Commercial Finance

GE Industrial

GE Infrastructure

GE Consumer Finance

GE Healthcare

Unterhaltung + Medien

Unternehmenskäufe

General Electric vollzieht circa 400 Fusionen und Übernahmen pro Jahr. Im folgenden sind einige der letzten Jahre aufgezählt.

2004

  • Unterhaltungssparte von Vivendi Universal. Schaffung eines der größten Medienkonzern der Welt, NBC Universal
  • Akquisition der Allbank AG in Deutschland, Verschmelzung zu GE Money Bank
  • Kreditkartenabteilung von US-Finanzdienstleister Dillard für 1,25 Mrd Dollar
  • Hypothekenversicherungsunternehmen Genworth Financial (Sitz in Richmond, Virginia)
  • 15. November: Kauf der Sicherheitssystemsparte von SPX Edwards für 1,4 Mrd Dollar
  • 24. November: Kauf der Wasseraufbereitungsunternehmen Ionics für 1,1 Mrd Dollar

2005

  • 19. April: Finanzabteilung von Bombardier für 1,4 Mrd. Dollar
  • 11. Mai: 49,99% an zentralamerikanischer Bank BAC International Bank, Panama; 500 Mio Dollar

2006

  • Juni: Kauf des amerikanischen Elektronikunternehmens SBS Technologies (ca. 120 Arbeitsplätze in Deutschland)
  • 10. Oktober: Kauf der deutschen Leasinggesellschaften DISKO und der ASL
  • Dezember: Kauf des englischen Elektronikunternehmens Radstone

Konkurrenten

Auf praktisch allen Gebieten (bspw. Kunstoffhalberzeugnisse, Kraftwerkstechnik und Windenergie, Medizintechnik, Haushaltsgeräte oder Leuchtmittel) trifft GE international auf starke Konkurrenz vor allem durch die europäischen Konzerne Siemens und Philips, sowie japanische Großunternehmen wie Hitachi oder Mitsubishi.

Im Bereich der Strahltriebwerke sind Pratt & Whitney und Rolls Royce die wichtigsten Konkurrenten, wobei mit ersterem auf einigen Geschäftsfeldern auch kooperiert wird.

Weblinks

Fußnoten

  1. http://www.ge.com/ar2005/letter_summary.htm
  2. GE in Deutschland
  3. GE in Deutschland – Startseite
  4. a b Der Konzern
Quelle:
Artikel General Electric aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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