Generalstab (Japan)

Ein Generalstab (sanbō honbu 参謀本部) wurde 1878 in Japan im Rahmen der Meiji-Restauration und dem Aufbau eines modernen Militärs geschaffen. Dabei diente Preußen als Vorbild, das auch durch Militärberater präsent war.

Der Generalstab war nach dem preußischen Modell von der Regierung unabhängig und unterstand direkt dem Tennō. Er war für fast alle militärischen Verwaltungsaufgaben und für die strategische Planung zuständig, das Heeresministerium unter dem vom Militär gestellten Heeresminister hatte kaum Einfluss, ab den 1920er Jahren diente es eher umgekehrt als Kontrollinstanz des Militärs bei der Regierung. Durch eine Rücktrittsdrohung, die das Kabinett zu Fall bringen würde, konnte der Heeresminister die Regierung erpressen.

Durch die weitgehende Unabhängigkeit, insbesondere unter dem schwachen Taishō-Kaiser, konnte das Heer von sich aus die Kolonialbestrebungen in Asien umsetzen.

Der Generalstab wurde nach der Kapitulation Japans 1945 aufgelöst. Die Verfassung von 1947 enthält zahlreiche Klauseln, die eine erneute Machtübernahme der Armee in Japan verhindern sollen.

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