Georg Wilhelm I. (Liegnitz-Brieg-Wohlau)

Herzog Georg Wilhelm auf einer nach seinem Tod geprägten Gedenkmedaille
Herzog Georg Wilhelm auf einer nach seinem Tod geprägten Gedenkmedaille

Georg Wilhelm Herzog von Liegnitz-Brieg-Wohlau (* 29. September 1660 in Ohlau; † 21. November 1675 in Brieg) war regierender Herzog seit März 1675.

Leben

Georg Wilhelm war der letzte Herzog von Niederschlesien aus dem Hause der schlesischen Piasten. Er war der einzige überlebende Sohn des Herzogs Christian von Liegnitz-Brieg-Wohlau und der Luise von Anhalt-Dessau, Tochter von Fürst Johann Kasimir. Beim Tod des Vaters war Georg Wilhelm erst zwölf Jahre alt, daher übernahm die Herzoginwitwe Luise für drei Jahre die Regentschaft. Als der erst seit wenigen Monaten regierende Fünfzehnjährige an den Kinderblattern starb, fielen die schlesischen Herzogtümer Liegnitz, Brieg und Wohlau an die Habsburger, in deren Besitz sie bis 1742 verblieben.

Georg Wilhelm war der letzte Regent aus dem Hause der schlesischen Piasten, sein Onkel Augustus Graf von Liegnitz war der letzte legitime männliche Nachkomme des Geschlechts. Da die masowische Linie der Piasten schon 1526 erloschen war und die Teschener Linie der Piasten 1625 ausstarb, war Georg Wilhelm damit gleichzeitig auch der letzte regierende Piast überhaupt.

Quelle:
Artikel Georg Wilhelm I. (Liegnitz-Brieg-Wohlau) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Bookmarks
delicious wong linkarena google