Geripptes Papier

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Zum Schöpfen des nassen Papierbreis aus der Bütte bzw. aus dem Wasser benützte man bis ins 18. Jahrhundert nur ein grobes Drahtsieb. Die senkrecht zueinander gezogenen Drähte zeichneten sich auf dem Papier ab und waren bei der Durchsicht als hellere, weil dünnere Streifen sichtbar. Die Oberfläche des Papiers war dementsprechend uneben, was sich beim Schreiben unangenehm bemerkbar machte. Zum Unterschied zu dem um 1750 erfundenen Velinpapier, das diese Nachteile nicht zeigte, nannte man das auf die alte Weise hergestellte Papier geripptes Papier. Heute wird Maschinenpapier fast ausschließlich als Velinpapier hergestellt, während geripptes Papier nur für dekorative Zwecke mit Hilfe des Egoutteurs abgefertigt wird.

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