Die Gersprenz ist ein 47 km langer, im Odenwald entstehender linker Nebenfluss des Mains in Hessen und in Bayern (Deutschland). Sie ist ein Gewässer II. Ordnung, also nicht schiffbar.
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Die insbesondere im Odenwald verlaufende Gersprenz hat keine eigene Quelle, weil sie durch den Zusammenfluss von Mergbach und Osterbach bei Reichelsheim-Bockenrod in etwa 200 m Höhe entsteht. Allerdings wird die Quelle des bis Reichelsheim Mergbach genannten Bachs an der Neunkircher Höhe (605 m Höhe) auch als Gersprenzquelle bezeichnet.
Die Gersprenz fließt zunächst nordwärts, wobei sich ihr Tal immer weiter aufweitet, zum lößreichen Reinheimer und Dieburger Hügelland und dann durch eine weite Ebene. Ab dem Bereich von Groß-Zimmern teilt sich der Fluss in mehrere Arme auf, die als Mühlbäche und dann im Stadtgebiet von Dieburg als Stadt- und Burggräben dienten. Nördlich von Dieburg macht die Gersprenz einen Bogen nach Nordosten.
Sie durchfließt Babenhausen, erreicht danach Bayern und mündete früher am Ortsrand von Stockstadt in den Main. Seit den 1960er Jahren wird der Fluss von dort linksmainisch nach Norden - die A 3 unterquerend - noch einige Kilometer bis zur Staustufe Kleinostheim geleitet, unterhalb der er nur etwa 500 m südlich der Mainbrücke der A 45 in den Main mündet. An dieser Stelle trifft auch die Landesgrenze von Bayern und Hessen auf den Main, der von da an Grenzfluss ist. Insgesamt verlaufen nur etwa 7 km der Gersprenz auf bayerischem Gebiet.
Der Fluss gab der inzwischen stillgelegten Gersprenztalbahn den Namen. Durch diese Bahn und die ebenfalls stillgelegte Bahnstrecke Dieburg - Groß-Zimmern - Reinheim, sowie die noch betriebene Strecke Darmstadt - Dieburg - Aschaffenburg waren sämtliche Orte an der Gersprenz untereinander verbunden.