| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Geschoss (Begriffsklärung). |
Das Geschoss ist in der Ballistik ein fest geformter Körper, der durch eine Abwurf- oder Abschussvorrichtung auf eine hohe Geschwindigkeit gebracht wird (Schuss). Das Geschoss fliegt nach dem Abschuss ungelenkt und ohne weiteren Antrieb.
Zu den Wurfgeschossen zählen in der Waffentechnik die mit Schleudern verschossenen Steine, die mit dem Bogen verschossenen Pfeile und die Bolzen der Armbrust, oder in der Feuerwerkerei die Bomben. Die aus Feuerwaffen verschossenen Geschosse werden auch als Projektil bezeichnet.
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Die charakterisierenden Eigenschaften des Geschosses sind:
Damit steht das Geschoss im Gegensatz zur Rakete: Während die Rakete von einer Treibladung während des ganzen Fluges beschleunigt wird, und die Rakete fliegt wird das Geschoss von einer Ausstoßladung ausgeworfen und fällt dann. Eine Rakete, die ausgebrannt ist, verhält sich ab diesem Moment wie ein Geschoss. Die Treibladung des Geschosses ist in den allermeisten Fällen ein pyrotechnischer Satz, geschossen werden kann aber auch mit Druckluft, mittels elektromagnetischer Schussanlagen, rein mechanisch über Federn und elastische Materialien, oder anderen Energieerzeugern.
Der Abschuss selbst ist in den Grundlagen eine Frage der Energiebilanz (Thermodynamik) und Reibung (Mechanik). Mit den speziellen Problemstellungen von aus Rohren geschossenen Objekten beschäftigt sich die Innenballistik.
Charakteristische Kenngrößen für das Geschoss sind
Die äußere Form eines Geschosses soll möglichst wenig Luftwiderstand bieten. Der innere Aufbau richtet sich nach der beabsichtigten Wirkung.
In der Waffentechnik ist das etwa die Wirkung beim Aufschlag im Treffpunkt. Sie werden dafür als massive Geschosse, Zerlegungsgeschosse, Sprenggeschosse oder als Trägergeschosse für den Transport zum Beispiel chemischer Waffen ausgeführt.