| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Geyer (Begriffsklärung). |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Regierungsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Annaberg | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Geyer | |
| Koordinaten: | 50° 37′ N, 12° 55′ O | |
| Höhe: | 550–741 m ü. NN | |
| Fläche: | 18,76 km² | |
| Einwohner: | 4034 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 215 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09468 | |
| Vorwahl: | 037346 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ANA | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 1 71 120 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Altmarkt 1 09468 Geyer |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dr. Joachim Weiß (CDU) | |
| Lage der Stadt Geyer im Landkreis Annaberg | ||
Geyer ist eine Kleinstadt im Landkreis Annaberg, Sachsen, Deutschland mit etwa 4000 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt im Tal des Geyersbaches. Der Ort ist fast vollständig vom Wald umgeben. Zum Gemeindegebiet gehört auch der Geyersche Wald. Höchster Punkt des Ortes ist das Geyersche Hochplateau am Fernsehturm Geyer mit ca. 744 m ü. NN.
Im Nordosten grenzt Ehrenfriedersdorf, im Südosten Tannenberg, im Süden Elterlein, im Westen Zwönitz und im Norden Hormersdorf an die Gemeinde.
Geyer wurde 1381 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits Jahrzehnte zuvor war mit dem Bergbau begonnen worden. 1407 erhielt der Ort das kleine Marktrecht und 60 Jahre später wurde der Ort bereits als Stadt erwähnt. 1537 kam es zur Einführung der Reformation. 1564 begann außerhalb des Ortes, in der Nähe des heutigen Greifenbachstauweihers, die Produktion von Arsenik. Auf dem Gelände befindet sich heute die Jugendherberge Hormersdorf.
Hieronymus Lotter ließ sich 1566 auf dem Lehnhof am Geyersberg nieder. 1704 und 1803 ereigneten sich die Bingenstürze die den durch den Bergbau unterhöhlten Untergrund zum Einsturz brachten. 1809 kam der englische Industrielle Evan Evans nach Geyer und errichtete ein Spinnereigebäude. 1865 wurde die Städtische Feuerwehr gegründet. 1887 wurde eine Dynamitfabrik errichtet. Die erste Hochdruckwasserleitung wurde 1894 in Betrieb genommen und 1897 wurde erstmals der Ort mit Elektrizität versorgt. Mit dem Greifenbachviadukt wurde die größte Schmalspurbahnbrücke Deutschland in Betrieb genommen.
Am 3. Oktober 1990 zählte Geyer 4596 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:
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1998 bis 2002 |
2003 bis 2005 |
Auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände erinnert die Dampflok der Sächsischen Baureihe IV K 99 1534-9 an die Geschichte des Thumer Netzes. Am ehemaligen Lokschuppen steht sie auf einem kurzen Gleisstück zusammen mit ein paar Wagen. Im Lokschuppen gibt es eine Ausstellung zur Schmalspurbahn zu besichtigen.
Vor der St. Laurentiuskirche, etwas erhöht und daher das Stadtbild deutlich prägend, steht der 42 Meter hohe Wachtturm. 1395 als Wehrturm errichtet, bot er als Fluchtburg den Einwohnern einst Schutz in Kriegszeiten. In den Jahren 1561–1564 bekam der Turm seinen achteckigen Aufbau. Dort erhielten die Kirchenglocken ihren Platz und eine Türmerfamilie fand Wohnraum. Auf Initiative von Geyerschen Bürgern entstand 1952 in diesem historischen Gebäude eines der schönsten und höchsten Turmmuseen Deutschlands. In sieben Etagen können nahezu 1000 Sachzeugen der Berg- und Stadtgeschichte besichtigt werden.
Naturdenkmäler in Geyer und Umgebung sind die Binge, ein alter Bergsturz, der Greifenbach-Stauweiher und die Greifensteine.
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